Desktop: Gnome ersetzt globale App-Menüs durch Hamburger-Button

Seit der Einführung von Gnome 3 sind die globalen App-Menüs ein wichtiger Bestandteil des Desktops. Diese sollen zur Vereinfachung nun abgeschafft werden und in die Anwendungen selbst integriert werden.

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Gnome fehlt bald das App-Menü.
Gnome fehlt bald das App-Menü. (Bild: Allan Day)

Werden Anwendungen im Gnome-Desktop angezeigt, verfügen diese zusätzlich zu den Menüs in deren Fenster selbst noch über das sogenannte App-Menü, das über den Eintrag der Anwendung in der Systemleiste verfügbar ist. Wie der zuständige Gnome-Designer Allan Day in seinem Blog schreibt, soll eben dieses App-Menü künftig durch ein einheitliches Menü im Fenster des Programms ersetzt werden.

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Mit der Einführung der Gnome-Shell und der Veröffentlichung von Gnome 3.0 hat das zuständige Design-Team mit vielen klassischen Nutzungskonzepten gebrochen. Dazu gehört auch der Verzicht auf eine klassische Taskleiste, stattdessen sind nur Name und Icon der aktuell genutzten Anwendung angezeigt worden. Diese Anzeige ist schnell zu dem beschriebenen App-Menü ausgebaut worden und seit mehr als sechs Jahren Teil von Gnome.

App-Menüs nicht wie gewünscht genutzt

Anders als von dem Team ursprünglich erwartet, sei die Interaktion der Nutzer mit dem App-Menü jedoch sehr gering, schreibt Day. Manche nehmen die Funktionsweise des Menüs offenbar auch überhaupt nicht wahr. Verschlimmert werde das Nutzungserlebnis darüber hinaus durch die Trennung der App-Menüs von den Menüeinträgen im Programmfenster selbst.

Ebenso hätten Anwendungen, die nicht von dem Gnome-Team selbst erstellt worden sind, das App-Menü kaum unterstützt. Diese zeigten in dem Fall dann als einzigen Eintrag oft nur die Möglichkeit zum Schließen der Anwendung an. All das habe dazu geführt, das Nutzer gelernt hätten, die App-Menüs zu ignorieren, schreibt Day.

Einheitlicher Menü-Eintrag geplant

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Deshalb habe sich das Team entschlossen, in der kommenden Gnome-Version 3.32 die Anzeige der App-Menüs nicht mehr zu unterstützen. Jede der Gnome-Anwendungen werde die bisher im App-Menü verfügbaren Einträgen deshalb im Menü im Fenster der Anwendung integrieren.

Anwendungen, für die diese Migration nicht rechtzeitig bis zur Veröffentlichung umgesetzt werden kann, wird das App-Menü kurzerhand als eigenständiger Eintrag in der sogenannten Header-Bar der Anwendung angezeigt, also in der funktionalen Titelleiste. Sämtliche Einstellungen sollen dann langfristig über den sogenannten Hamburger Button erreichbar sein. Für Nutzer, die auch bisher schon Gnome als Desktop verwendet haben, sollten sich laut Day aus der Änderung keine Schwierigkeiten ergeben.

Nach derzeitigen Plänen verschwindet aber nicht nur die Funktion des App-Menüs, sondern auch der Eintrag in der Titelleiste, der bisher als Indikator für die aktive Anwendung gilt. Ebenso ist die Entscheidung eine weitere Stärkung für das Konzept der sogenannten Client-Side-Decoration (CSD), bei der die Anwendung selbst die Zeichnung der Fensterdekoration übernimmt. Die CSD ist von vielen Entwicklern der Linux-Desktop-Community außerhalb von Gnome immer wieder kritisiert worden, allen voran von den KDE-Entwicklern.

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janoP 12. Okt 2018

Für KRunner (KDE) gab es mal ein Plugin, und Pläne, es per Default auszuliefern...

Tuxgamer12 11. Okt 2018

Na vielleicht brauchen wir in der großen, freien Linux Welt ja dich als langjährigen...

Tuxgamer12 11. Okt 2018

Ja. Die ganze Zeit ein Overlay ein- und ausblenden finde ich aber nicht so super...

DeathMD 11. Okt 2018

Ja muss mir Ubuntu Mate 18.10 unbedingt noch ansehen. In 18.04 hatte es mir doch noch zu...



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