Desktop: Gnome 3.34 verbessert Browser und Flatpak

Nach den üblichen sechs Monaten Entwicklungszeit ist die aktuelle Version 3.34 des freien Unix-Desktops Gnome verfügbar. Die Veröffentlichung trägt laut den Release Notes(öffnet im neuen Fenster) den Codenamen Thessaloniki, nach dem Veranstaltungsort der diesjährigen Gnome-Konferenz Guadec. Die Entwickler verbesserten für die Version wie üblich viele Kleinigkeiten an den verschiedenen Anwendungen der Desktop-Umgebung.
So kann der auf Webkit aufbauende Browser mit dem Namen Web nun aufgerufene Seiten in voneinander getrennten Prozessen isolieren. Das ebenfalls neue Tab Pinning ermöglicht es, Tabs zu speichern. Diese lädt Gnome dann über Sitzungen hinweg automatisch. Der eingebaute Werbeblocker stützt sich nun auf den Code aus dem Webkit-Projekt und arbeitet dadurch deutlich schneller als bisher.
Boxen leicht gemacht
Zur Verwaltung von virtuellen Maschinen bietet Gnome die Anwendung Boxen. Dessen Assistent soll sich nun intuitiver verwenden lassen. Virtuelle Maschinen startet Boxen außerdem direkt von einem entsprechenden CD- oder DVD-Abbild. Die 3D-Beschleunigung lässt sich nun nach Bedarf ein- und ausschalten.
Der Musikplayer Musik spielt CDs auf Wunsch lückenlos ab. Einige Musik-CDs sind darauf angelegt, ohne Pause von einem Stück zum nächsten zu wechseln, das respektiert Musik nun auch. Zudem behält der Player die Quellordner im Auge und bemerkt, falls neue Musik hinzu kommt.
Zusätzlich dazu gibt es noch viele weitere kleine Änderungen. So lassen sich Symbole in der Anwendungsübersicht gruppieren. Der Umgang mit Hintergrundbildern wird intuitiver. Das Terminal unterstützt von rechts nach links geschriebene Sprachen. Der Datei-Browser warnt Nutzer, wenn Inhalte in schreibgeschützte Ordner verschoben werden sollen. Die Einstellungen zeigen die WLAN-Listen optisch besser an.
Neues für Entwickler und Admins
Auch für Administratoren des Desktops gibt es Neuigkeiten. So ist Flatpak nun in Version 1.4 an Bord. Die Buildsoftware Builder bringt einen D-Bus-Inspector mit und kann Programme wahlweise in Podman starten. Zugleich läuft der Git-Daemon jetzt außerhalb von Gnome Builder. Mit Sysprof können Admins zudem Performance-Profile für Gnome und dessen Komponenten erstellen. Die grafische Anwendung verfolgt unter anderem Stack Traces und die CPU-Nutzung.
Wer die neue Version testen möchte, findet den Quellcode auf der Downloadseite(öffnet im neuen Fenster) . Wem das zu viel Aufwand ist, der kann zur Beta von Fedora 31(öffnet im neuen Fenster) greifen.



