Design-Fahrzeuge: U-Bahnen in London sollen autonom fahren

Ab dem Jahr 2022 sollen in London die U-Bahnzüge durch neue Modelle ersetzt werden. Die sogenannte New Tube for London wurde von den Verkehrsbetrieben Transport for London(öffnet im neuen Fenster) und dem Designstudio Priestmangoode(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt.
Bislang kann man in den Zügen nicht von Wagen zu Wagen gehen, was sich künftig ändern soll. In Berliner U-Bahnen geht das schon seit Jahren auf einigen Linien. Das soll für mehr Sicherheit sorgen, weil die Passagiere nicht mehr in einem kleinen Wagen eingesperrt sind, sondern sich im ganzen Zug bewegen können. Außerdem sollen deutlich breitere Türen eingebaut werden, um den Ein- und Ausstieg zu beschleunigen. Bislang sind die Türen der Londoner U-Bahnen auf manchen Linien eher schmal.









Auch eine Klimatisierung der Wagen ist geplant. Viele aktuelle Linien besitzen Stirnfenster an den Waggons, die von den Passagieren geöffnet werden können. Bildschirme für Informationen und Werbeeinblendungen in den Wagen kommen in den Designentwürfen ebenfalls vor.
Technisch interessanter ist der geplante autonome Betrieb der Züge. So etwas gibt es in London auch schon: Die Docklands Light Railway fährt automatisch und ohne Fahrer. Die Daten erhält der Zug über ein Linienzugbeeinflussungssystem(öffnet im neuen Fenster) . Ein Zugbegleiter ist dennoch an Bord. Er überwacht den Einstieg der Passagiere und das Schließen der Türen. Im Schadensfall kann er den Zug auch fahren.
Insgesamt sind 250 neue Züge geplant. Wer sie bauen soll, ist noch nicht bekannt. Sie werden die Londoner Linien(öffnet im neuen Fenster) Piccadilly, Bakerloo, Central und Waterloo & City bedienen. Gestartet werden soll mit der Piccadilly Line. Durch den autonomen Betrieb sollen die Bahnen schneller und häufiger als bisher fahren können. Die Kapazität auf dieser Linie soll so um 60 Prozent gesteigert werden. London reagiert damit auch auf den massiven Bevölkerungszuwachs. Derzeit leben 8,4 Millionen Menschen im Großraum der Stadt, bis 2030 sollen es 10 Millionen sein.



