Der Super Mario Galaxy Film: Ein Universum voller Fan-Service
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Hollywood ist spätestens seit Marvels Kassenerfolgen(öffnet im neuen Fenster) stets auf der Suche nach dem nächsten großen Cinematic Universe(öffnet im neuen Fenster) , bestenfalls auf Basis einer weltweit bekannten Marke. Kein Wunder also, dass Universal Pictures und das Animationsstudio Illumination nach dem Milliarden-Dollar-Erfolg ihres Super Mario Bros. Films beim Sequel gleich an eine ganze Galaxie gedacht haben – eigentlich sogar an zwei.
Allerdings dürfen Zuschauer sich bei Der Super Mario Galaxy Film nicht wirklich über eine Adaption der beiden Mario-Galaxy-Games freuen, die zu den bestbewerteten Videospielen(öffnet im neuen Fenster) gehören. Dieselben Regisseure und der Autor des Vorgängers interpretieren Galaxie hier eher als Idee eines Franchise-Sammelsuriums.
Figuren, Situationen und Umgebungen aus verschiedenen Mario-Titeln, von alt bis neu, die in keinem der beiden Galaxy-Games auftauchen, beanspruchen mehr Anteil an den 98 Minuten computeranimierter Laufzeit als Szenen, die an tatsächliche Momente aus den namentlichen Spielvorlagen erinnern.

Immerhin löst das Sequel ein anderes Versprechen ein. Wie im ersten Film geteasert, gesellt sich Fan-Liebling Yoshi als weitere Hauptfigur zu Mario, Luigi, Peach und Toad. Viel anzufangen wussten die Autoren mit dem friedlichen Dino nicht. Er ist jetzt einfach nur immer mit dabei und nimmt in Actionszenen oft seine lange Zunge zur Hilfe. Und es gibt einen passenden Limited-Edition-Popcorneimer(öffnet im neuen Fenster) im Yoshi-Design, der manchem Fan gewiss schon genügt, um hellauf begeistert zu sein.
Für Nintendo-Kenner ist jede Szene wie ein Wimmelbild
Genau diese Art von Fanservice funktioniert beim zweiten Film ähnlich effektiv wie beim Vorgänger. Die kaum vorhandene Handlung kann uns als Nintendo-Gamer nie so sehr langweilen, als dass wir nicht trotzdem erneut Freude empfänden, überall schön animierte Versionen bekannter Spielfiguren, Kulissenteile und andere Details aus den Games zu entdecken.
Wenn aus einer kleinen Rakete bei einer Landeplattform ganz beiläufig ein paar niedliche Pikmin aus Nintendos anderer Spieleserie schlüpfen, kümmert uns für einen Moment nicht mehr, dass wir keine Ahnung haben, was die restliche Szene überhaupt soll. Wer nichts mit Gaming oder Nintendo am Hut hat, wird das wohl während des gesamten Films denken – und dann wahrscheinlich nur im Kino sitzen, um die eigenen Kinder zu begleiten.
Richtig lohnt es sich nur für jene Erwachsene, die schon länger die Abenteuer des berühmten Klempners und andere Spiele seit Anbeginn von Nintendo gespielt haben. Eine Schurkenkneipe voller mehr und weniger bekannter Mario-Widersacher könnte glatt als Wimmelbild für Zeitvertreib sorgen. Wer kennt alle Figuren, die dort zusammen abhängen? Man sollte auch die Retro-Marios kennen, um alle nennen zu können.
Den tollsten und umfangreichsten Gastauftritt legt ein Nintendo-Charakter hin, der gar nicht zum Mario-Universum gehört. Ärgerlich, dass manche Filmposter diese Figur bereits zeigen. Wir wollen die Überraschung hingegen nicht kaputt machen und hoffen, dass es bald wieder ein Spiel der zugehörigen Reihe geben wird.
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