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Der Pratfall-Effekt:
Kleine Fehler machen sympathischer

Denkpause
Wer alles perfekt macht, kann auf andere unnahbar oder sogar unheimlich wirken. Kleine Fehler mögen peinlich sein, bringen aber Sympathiepunkte.
/ Tim Reinboth
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Bei Fehlern sollte sich niemand verstecken, sondern sie offen zugeben. (Bild: martindearriba/Pixabay)
Bei Fehlern sollte sich niemand verstecken, sondern sie offen zugeben. Bild: martindearriba/Pixabay

In einer Kick-off-Präsentation für ein wichtiges Kundenprojekt stolpert der Senior Developer Kevin in seiner Live-Coding-Demo über einen unerwarteten Syntaxfehler. Aber statt peinlicher Stille folgt verhaltenes Schmunzeln. Plötzlich entspannt sich die angespannte Atmosphäre und der bis dato eher skeptische Kunde nickt nun wohlwollend. Kevins kleines Missgeschick hat sympatisch gewirkt und das Eis gebrochen – ein klassisches Beispiel für den Pratfall-Effekt (englisch: Pratfall effect).

Patzer erhöhen den Eindruck von Kompetenz

Die Beobachtung stammt von dem Sozialpsychologen Elliot Aronson aus den USA. Im Jahr 1966 beschrieben er und die Kollegen Ben Willerman und Joanne Floyd, dass kompetente Personen als sympathischer wahrgenommen werden, wenn sie gelegentlich kleine Fehler machen(öffnet im neuen Fenster) .

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