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Totale Mondfinsternis: Der Mond wird super und blutig

Das gibt es nur alle paar Jahrzehnte: Der Mond passiert am erdnächsten Punkt seiner Bahn den Erdschatten. Eine solche Kombination aus Supermond und Mondfinsternis ist nicht nur ungewöhnlich, sondern auch sehenswert.

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Blutmond: Der Mond durchquert den Erdschatten.
Blutmond: Der Mond durchquert den Erdschatten. (Bild: Alfredo Garcia)

Besonders groß und auch noch in einer ungewöhnlichen Färbung - in der Nacht vom 27. auf den 28. September 2015 treten gleich zwei Mondereignisse ein. Der Mond ist im erdnächsten Punkt seiner Umlaufbahn, und er durchquert den Erdschatten.

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Der Mond umkreist die Erde nicht auf einer Kreisbahn, sondern auf einer elliptischen Bahn. Deren erdnächster Punkt, das Perigäum, ist etwa 356.000 Kilometer von der Erde entfernt - rund 40.000 Kilometer näher an der Erde als das Apogäum. An diesem Punkt entfernt sich der Mond auf bis auf etwa 400.000 Kilometer.

Der Mond wird zum Supermond ...

Entsprechend sieht der Mond auch größer aus: Er erscheint etwa 14 Prozent größer als im Mittel. Ein Vollmond - und auch ein Neumond - im Perigäum wird deshalb Supermond genannt. Das Ereignis allein ist nicht so selten: Etwa jeder 14. Vollmond ist ein Supermond.

In der Nacht zum Montag fällt außerdem der Erdschatten auf den Supermond. Es kommt zu einer totalen Mondfinsternis. Knapp dreieinhalb Stunden braucht der Mond, um den Erdschatten zu durchqueren. Er aber wird er nicht ganz verdunkelt, weil die Erdatmosphäre das Sonnenlicht filtert und in den Kernschatten hineinstreut.

... und zum Blutmond

In der Erdatmosphäre bricht sich vor allem das langwellige, rote Sonnenlicht - weshalb die Sonne rot wird, bevor sie hinter dem Horizont verschwindet. Entsprechend fällt auch diffuses rotes Licht auf den Mond im Erdschatten. In früheren Zeiten wurde der Mond deshalb auch Blutmond genannt.

  • Die einzelnen Phasen der Mondfinsternis mit dem Supermond (Bild: DLR/RPIF)
  • Blutmond: Während der Mond den Kernschatten der Erde passiert, nimmt er eine rötliche Farbe an. (Foto: Alfredo Garcia, CC BY-SA 3.0)
Die einzelnen Phasen der Mondfinsternis mit dem Supermond (Bild: DLR/RPIF)

Im Prinzip könnte es zu jedem Vollmond eine Mondfinsternis geben, denn dann stehen Sonne Erde und Mond in einer Reihe. Allerdings ist die Mondbahn nicht nur elliptisch, sie ist auch um etwa fünf Grad gegenüber der Bahn geneigt, auf der die Erde die Sonne umkreist. Im Normalfall steht der Vollmond deshalb über oder unter der Erdbahn und ist gut sichtbar.

Das kommt selten vor

Nur wenn er in den Kernschatten der Erde kommt, gibt es eine Mondfinsternis. Das passiert aber nicht allzu häufig: Die letzte Mondfinsternis war in unseren Breiten Anfang 2008 zu beobachten, die nächste folgt 2018. Eine Mondfinsternis mit Supermond ist noch seltener: Die letzte fand 1982 statt, im 20. Jahrhundert gab es davor vier weitere: 1910, 1928, 1946 und 1964. Die nächste Supermond-Finsternis gibt es 2033.

Falls das Wetter mitspielt, ist das Ereignis gut am Südwesthimmel zu sehen - dann lassen sich mit einem Teleobjektiv auch gut Fotos vom Mond aufnehmen. Es beginnt am 28. September um 3:07 Uhr. Dann tritt der Mond in den Kernschatten der Erde ein. Gut eine Stunde später, um 4:11 Uhr, ist er komplett im Kernschatten, in dem er etwas mehr als eine Stunde bleibt, bis 5:23 Uhr. Um 6:27 Uhr verlässt der Mond den Kernschatten, und die Mondfinsternis endet.



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DWolf 28. Sep 2015

Schick, durchaus, bin auf die EXIF Daten gespannt :D Habe zwar "nur" eine Samsung...

deadeye 28. Sep 2015

Was relevant ist und was nicht, hast du hier nicht zu entscheiden.

androidfanboy1882 27. Sep 2015

Ich habs erst durch deinen Kommentar bemerkt :D

Mace 26. Sep 2015

"Er aber wird er nicht ganz verdunkelt, [...]" ?


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