Der große Vogel der Galaxis: Gene Roddenberry wäre heute 100 Jahre alt geworden

Er starb 1991, als Schöpfer von Star Trek bleibt Gene Roddenberry aber unvergessen! Heute würde er seinen hundertsten Geburtstag feiern.

Artikel von Peter Osteried veröffentlicht am
Eugene Wesley Roddenberry mit Mitte 20, damals Pilot bei der US-Fluglinie Pan Am
Eugene Wesley Roddenberry mit Mitte 20, damals Pilot bei der US-Fluglinie Pan Am (Bild: Keystone/Archive Photos/Getty Images)

Dass heute jeder Science-Fiction-Fan den Namen Gene Roddenberry kennt, war bei der Erstausstrahlung von Star Trek Mitte der 60er kaum vorstellbar. Denn die Weltraumserie floppte zunächst - ein Erfolg wurde sie erst viele Jahre später. Heute ist Star Trek eines der größten Science-Fiction-Franchises überhaupt: Die schiere Menge der produzierten Filme und Fernsehserien übertrifft sogar Star Wars.

Inhalt:
  1. Der große Vogel der Galaxis: Gene Roddenberry wäre heute 100 Jahre alt geworden
  2. Dann endlich ... die Reise zu fremden Sternen
  3. Die Zeit nach Star Trek war keine gute Zeit

Für die Fans ist Star Trek aber mehr als ein Franchise. Für viele ist es ein Teil der Kindheit, dem sie auch als Erwachsene treu bleiben, mit Erinnerungen, Star Trek Nights, Conventions und jeder Menge Insiderwissen und Codes. Nicht umsonst wird Gene Roddenberry heute von den Anhängern der Serien und Filme liebevoll Großer Vogel der Galaxis genannt.

Science-Fiction war schon als Kind sein Hobby

Der am 19. August 1921 als Eugene Wesley Roddenberry in El Paso, Texas, geborene spätere Weltenschöpfer hatte schon als Kind ein Faible für Science-Fiction. Geld aus Gelegenheitsjobs investierte er in dieses Hobby und verschlang alles, was es in dem Bereich gab. Er sah sich Filme an und las die billigen Pulps mit ihren fantastischsten Geschichten.

Roddenberry war ein guter Schüler und besuchte nach der High School das College. Gleichzeitig nahm er Flugunterricht und fand darin eine neue Leidenschaft. Tatsächlich sollte ihn das Freiheitsgefühl, das er hinter dem Steuer eines Flugzeugs hatte, sein ganzes Leben lang prägen. Roddenberry meldete sich schließlich zum Militär und wurde dort Pilot.

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Als die USA in den Zweiten Weltkrieg eintraten, war er an vorderster Front dabei. Zudem heiratete er seine Freundin Eileen und ging 1942 nach Hawaii, wo er als Pilot eines B-17-Bombers Einsätze flog. Während dieser Zeit begann er mit dem Schreiben.

Nach dem Krieg arbeitete er bis 1948 als Pilot für Pan Am und entschloss sich dann, Autor zu werden. Da es nicht so einfach war, sich in diesem Bereich zu etablieren, arbeitete Roddenberry - wie zuvor sein Vater - bei der Polizei, um seine Familie ernähren zu können. Das Schreiben konnte und wollte er jedoch nicht aufgeben.

Erste Erfolge mit Dragnet und Mr. District Attorney

Noch während seiner Polizeiarbeit entwickelte Roddenberry Storys für die Polizeiserie Dragnet. Sein Ziel war es jedoch, richtige Drehbücher zu schreiben. Im Jahr 1953 ergab sich hierzu die erste echte Gelegenheit. Für die Serie Mr. District Attorney war er in seiner Funktion als Polizist als Berater tätig und erhielt die Chance, ein Drehbuch zu schreiben, das er auch erfolgreich verkaufen konnte.

In den kommenden Jahren schrieb Roddenberry eine Vielzahl verschiedener Drehbücher. Sein Arbeitspensum stieg und so musste er sich bald entscheiden: Er hörte bei der Polizei auf und widmete sich ganz seiner Karriere als Autor.

Schon bald erkannte er, dass er als Autor kaum Kontrolle über seine Arbeit hatte. Um zu verhindern, dass andere sie vollends umdeuten konnten, wagte er einen weiteren Schritt: Er wurde zu seinem eigenen Produzenten. Zusammen mit dem beruflichen Erfolg kam jedoch der private Misserfolg. Die Ehe mit Eileen zerrüttete immer mehr, was wohl vor allem an Roddenberrys Hang zu Affären lag.

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Die erste eigene Serie: The Lieutenant

In den frühen 1960er Jahren produzierte Roddenberry einen gewaltigen Ausstoß an Drehbüchern. Er schrieb für buchstäblich jedes Genre, war für Western (Have Gun Will Travel) ebenso wie für Detektiv- (Sam Houston) oder Arztserien (Dr. Christian) aktiv.

1963 schuf er die Serie The Lieutenant mit Robert Vaughn und Garry Lockwood in den Hauptrollen. In seiner ersten eigenen Serie, seinem ersten eigenen Sandkasten, in dem er seine Vorstellungen verwirklichen konnte, ging es um das Militär und dessen Rolle in Friedenszeiten.

Hier konnte Roddenberry als Produzent brillieren und versammelte bereits einige der späteren Star-Trek-Schauspieler um sich. Neben Gastauftritten von Leonard Nimoy, Nichelle Nichols und Roddenberrys späterer Frau Majel Barrett arbeitete er hinter der Kamera mit Künstlern, die später bei seinem Zug zu den Sternen noch eine wichtige Rolle spielen sollten.

Roddenberry setzte große Hoffnungen in The Lieutenant, doch die Serie traf nicht den Geschmack des Publikums und wurde nach nur einer Staffel wieder eingestellt. Direkt danach begann er, sein Konzept für Star Trek zu entwickeln. Nachdem es fertig war, bot er es verschiedenen Firmen an.

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Dann endlich ... die Reise zu fremden Sternen 
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Astorek 20. Aug 2021 / Themenstart

Es gab halt keinen Ersatz als "Moralische Stütze", was so früh in der Serie wirkte, als...

Hotohori 19. Aug 2021 / Themenstart

Denke ich auch, aber nur weil er noch kritischer ist als viele Fans. ;)

kriD reD 19. Aug 2021 / Themenstart

Wohl eher unwahrscheinlich, da es sich um Reflexionen der Lichtquelle an den...

Kommentieren



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