Dann endlich ... die Reise zu fremden Sternen

Roddenberry brachte sein Konzept zu MGM, doch dort zeigten sie daran nur wenig Interesse, auch wenn man sehr wohl zugab, dass es Potenzial hatte. Mehr Glück hatte Roddenberry bei Desilu, der Firma von Lucille Ball und Desi Arnaz, wo er eine feste Anstellung als Autor erhielt. Er sollte jedoch noch nicht gleich an seinen Ideen arbeiten, sondern erst einmal in anderen Bereichen tätig werden. Man garantierte ihm aber, dass er die Chance erhalten würde, etwas Eigenes zu verwirklichen.

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Einige Zeit später kramte er sein Star-Trek-Konzept wieder hervor und man versuchte erneut, einen interessierten Sender zu finden. Als Erstes wandte er sich an CBS, die ablehnten, dafür aber die eigene Serie Lost in Space entwickelten.

Das Network NBC hatte Interesse und stellte das Geld bereit, um die Serie zu entwickeln. Drei Exposés wurden entworfen, von denen NBC eines auswählte, das zum fertigen Drehbuch werden sollte.

Das Network entschied sich für The Cage/Der Käfig, das Roddenberry selbst geschrieben hatte. Er hatte zu jener Zeit bereits eine Affäre mit Majel Barrett, die schließlich auch beim Pilotfilm dabei war. Später heiratete er sie, hatte einen Sohn mit ihr und blieb bis zum Lebensende mit ihr zusammen.

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Neben dem Schreiben des Drehbuchs für The Cage war Roddenberry als Produzent bei der Entstehung von Star Trek verantwortlich. Dabei veränderte sich inhaltlich einiges: Dachte er lange Zeit an 'Robert T. April' (der später in der Zeichentrickserie auftauchen sollte) als Namen für den Captain, entschied er sich schließlich doch für Christopher Pike, nachdem er kurz auch James Winter in Betracht gezogen hatte.

Der erste Pilotfilm überzog das anvisierte Budget immens und gefiel noch dazu NBC kaum. Dort war man sich einig, dass es viel zu wenig Action gab und alles viel zu philosophisch war, als dass ein großes Publikum daran Gefallen finden könnte. Man erkannte jedoch das Potenzial und überraschte Roddenberry damit, einen weiteren Pilotfilm in Auftrag zu geben.

Roddenberry veränderte sein Konzept, warf praktisch alle Figuren raus und erfand neue Helden der Enterprise. Lediglich Spock blieb der Crew erhalten. Ein kühner Schritt, denn der Vulkanier missfiel NBC von Anfang an wegen seines satanischen Aussehens. Dafür musste Roddenberry Majel Barrett loswerden, da man in der Chefetage von NBC mit einem weiblichen ersten Offizier äußerst unglücklich war. Barrett kehrte aber wenigstens in der ziemlich kleinen Rolle der Schwester Chapel zur Serie zurück.

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Das Budget für Where No Man Has Gone Before (Die Spitze des Eisbergs), den zweiten Pilotfilm, legte man etwas enger an. Die Serie musste nun beweisen, dass sie einerseits innerhalb eines vorgegebenen Budgets funktionieren und andererseits damit Qualität produzieren konnte. Der zweite Pilotfilm gefiel NBC, gab es hier doch endlich die actionreichen Kämpfe, die man von Science-Fiction erwartete. Für die Produktion der Serie wurde grünes Licht gegeben.

Roddenberry kämpfte - aber nach drei Staffeln war Schluss

Roddenberry veränderte noch einmal einiges, entfernte ein paar Figuren wie die des Doktors und fügte ein paar neue hinzu. Kleinere kosmetische Veränderungen betrafen die Uniformen. Davon abgesehen blieb alles so, wie es der zweite Pilotfilm versprach.

Die Zustimmung zu Star Trek bedeutete für Roddenberry mehr als nur die Verwirklichung einer eigenen Idee. In den drei folgenden Jahren arbeitete er unter enormem Stress. Star Trek kämpfte Jahr für Jahr ums Überleben, musste aber nach drei Jahren aufgeben.

Immer wieder versuchten Fans, die Serie mit Briefkampagnen am Leben zu erhalten, doch nach drei Staffeln hatte NBC kein Einsehen mehr. Die Serie wurde abgesetzt und hätte wie unzählige andere enden können: ein paar Wiederholungen auf kleinen Sendern, dann das große Vergessen.

Aber Star Trek war etwas Besonderes: Die Serie sprach das Publikum auf einzigartige Weise an. Und so begann das eigentliche Leben von Star Trek erst, als die Show vorbei war. Wiederholungen erzielten Traumquoten, erste Conventions wurden abgehalten und in den frühen 1970er Jahren entwickelten sich erste Erfolge.

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 Der große Vogel der Galaxis: Gene Roddenberry wäre heute 100 Jahre alt gewordenDie Zeit nach Star Trek war keine gute Zeit 
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Astorek 20. Aug 2021 / Themenstart

Es gab halt keinen Ersatz als "Moralische Stütze", was so früh in der Serie wirkte, als...

Hotohori 19. Aug 2021 / Themenstart

Denke ich auch, aber nur weil er noch kritischer ist als viele Fans. ;)

kriD reD 19. Aug 2021 / Themenstart

Wohl eher unwahrscheinlich, da es sich um Reflexionen der Lichtquelle an den...

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