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Drei Player mussten mit drei Fernsehern in unterschiedlichen Kombinationen funktionieren.
Drei Player mussten mit drei Fernsehern in unterschiedlichen Kombinationen funktionieren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Ein Blick auf Netflix als 4K-Alternative per Stream

Eine Alternative zu den Discs ist das Streaming. Oberflächlich betrachtet könnte man das so sagen. Doch die Auswahl ist freilich wie bei den 4K-Discs nicht perfekt. Trotzdem sagen nicht wenige Nutzer der UHD-BD-Disc den Tod voraus, da es Streaming gibt. Dabei vergessen allerdings viele, dass nicht jeder in Deutschland wie wir einen 200-MBit-Anschluss hat. 50 MBit/s sollte man mindestens haben, um Reserven zu besitzen. Und das ist derzeit eher etwas für urbanisierte Gebiete. Abhängigkeiten zum Peering könnten den Nutzern den Filmgenuss auch verderben. Wir hatten diesbezüglich aber nur wenige Probleme. Es gab zwei Ausfälle, bei denen wir nicht genau wussten, was passiert ist.

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Wer aber eine gute Leitung und einen Provider mit ordentlichem Peering hat, der sollte Streaming durchaus als hervorragende Ergänzung für wenig Geld sehen. Die Auswahl ist gerade bei Serien gut. Wir haben uns kurz das Netflix-Angebot angeschaut. Die Suche nach 4K-HDR-Material funktionierte zwar manchmal nicht so recht, aber wer sich mit der Thematik beschäftigt, der findet schnell ein Angebot.

Im Unterschied zu den Discs ist uns dabei aufgefallen, dass Netflix anscheinend kein Material als 4K verkauft, das nicht auch 4K ist. Es war zugegebenermaßen nur eine Stichprobe aus House of Cards, Marco Polo und ein paar Marvel-Serien. Doch die Bildqualität war jeweils wie zu erwarten gut. Mangels vergleichbaren Materials auf Disc gab es aber keine Möglichkeit für A/B-Vergleiche.

So oder so: Das Programm lohnt sich. Insbesondere Marco Polo gefiel uns hinsichtlich der Auflösung und im Bereich HDR. Bei den Marvel-Serien herrschte ein Mix aus stark körnigem Material, ohne erkennbare Vorteile der hohen Auflösung. Das ist vergleichbar mit der DC-UHD-BD mit Superman und Batman. Es gibt aber auch Marvel-Serien mit sehr schönen HDR-Effekten in Nachtszenen bei klarem Material. Stilistisch unterscheiden sich die Serien durchaus.

Dolby Vision gibt es schon

Theoretisch kann sich der Nutzer per Netflix auch schon Dolby-Vision-Inhalte anschauen. Wir haben das allerdings verpatzt, da wir Netzflix zwar auf einem Dolby-Vision-Gerät anschauten, allerdings die App des Zuspielers dafür nicht vorbereitet war. Wir hätten die Fernseher-App nutzen müssen, um dynamisches HDR und 12 Bit pro Farbkanal zu genießen. Viel Auswahl gibt es ohnehin nicht. Laut Dolby sind es etwas mehr als 100 Stunden Material, die entsprechend aufbereitet wurden. Eine vernünftige 4K-HDR-Dolby-Vision-Rubrizierung fehlt.

Wer UHD-BD-Equipment hat, der kann und sollte sich auch das Streaming anschauen. Die Mehrkosten für ein oder zwei Abonnements sind gering im Vergleich zu den Kosten für die Hardware. Einschränkend ist nur, dass das Bild zumindest bei Netflix mitunter in schlechter Qualität startet. Das ist aber eine Anbietermacke und dauert nur ein paar Sekunden. Netflix zieht einen schnellen Start vor, statt erst einmal gute Qualität zu puffern. Notwendig wäre das bei schnellen Leitungen nicht.

Insgesamt verwundert die Situation: Netflix und andere Streaminganbieter können Serien in 4K HDR liefern. Im Laden findet der Serienfan dagegen nur konventionelle Blu-rays oder schlimmstenfalls DVDs, weil sich einige Studios von der Blu-ray zurückzogen. Dafür sind im Laden sehr viel mehr Filme zu finden, als bei Streaming-Anbietern. Netflix hat sich allerdings beispielsweise schon sehr früh bewusst dafür entschieden, 4K-Inhalte zu produzieren. Es konnte damit vorzeitig ein Verkaufsargument bieten, das der Blu-ray, aber auch traditionellen Fernsehsendern fehlte.

Wir sehen Netflix oder andere vergleichbare Dienste nicht als Alternative, sondern als sehr gute Ergänzung zur UHD-BD. Die größten Anschaffungskosten sind beim Kauf von Hardware für die 4K-Blu-ray ohnehin getätigt worden. Das gilt aber nur für diejenigen, die nicht auf dem Land wohnen und einen schnellen und zuverlässigen Internetzugang haben. Das für Netzanbieter typische "bis zu" bei den Geschwindigkeitsangaben kann durchaus zu einem Problem werden.

Ob Netflix nun auf dem Fernseher läuft oder auf einem anderen Player, ist eine Frage der Heimausstattung. Wer 7.1-Sound haben möchte, sollte lieber einen eigenen Player verwenden, verzichtet dann aber derzeit in der Regel auf Dolby Vision. Alle anderen nutzen den Fernseher. Der Anwender spart sich die HDR/4K-Aushandlung und auch etwas Energie, denn der Fernseher und dessen Betriebssystem laufen ohnehin.

 HDMI ist nicht einfach zu konfigurierenWarum es bei Fernsehgeräten nicht nur auf die Helligkeit ankommt 

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Hasenbauer 05. Mär 2017

Hallo, 2 Anmerkungen zum Thema. Ich habe noch einen dieser Philips Fernseher, den ich mir...

Achranon 15. Feb 2017

Der aktuelle Standard auf UHD Disk ist HDR10, möglich daß neuere Disks irgendwann durch...

Achranon 15. Feb 2017

Das ist so ziemlich der größte Schwachsinn denn ich je gelesen habe :) Nach diesem...

Achranon 15. Feb 2017

Einige Serien in 4K sehen sehr gut aus, deutlich besser als 1080p. The Crown z.B. oder...

Achranon 15. Feb 2017

Ich habe einen Ultra HD player und mir testweise einen Film als UHD und als 3D Blu Ray...



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