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HDMI ist nicht einfach zu konfigurieren

Das Verkabeln des Heimkinos war schon immer recht kompliziert. Dutzende Kabel, dutzende Standards. Die schönen Scart-Stecker, bei denen man nicht unbedingt weiß, ob nun gerade S-Video - nicht zu verwechseln mit S-VHS -, FBAS oder RGB übertragen wird. Verstärker, die mit Komponenten oder S-Video-Signalen arbeiten, aber kein RGB via SCART verstehen. Und Audio-Kabelsalat für den Surround-Sound, wenn es analog sein musste.

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All das ist mit HDMI weitgehend Geschichte. Die Steuerung zwischen Geräten ermöglicht HDMI-CEC. Wer seinen Zuspieler nur per HDMI an den Fernseher und nicht an den Verstärker anschließt, kann per HDMI-ARC trotzdem Raumklang an den Verstärker schicken. Und dank eines einheitlichen Steckers funktioniert in der Theorie alles problemlos. In der Praxis könnte das schön sein, wäre da nicht die Aushandlung - ein nicht zu unterschätzendes Problem. Beim Digitalen gilt nämlich: Entweder es gibt eine Verbindung oder es gibt keine. Ein verrauschtes Bild wegen eines schlechten Kabels gibt es eigentlich nicht.

Bildstörungen gibt es mitunter noch

Doch wir erlebten bei unseren Experimenten, dass nicht alles Plug and Play ist. In seltenen Fällen gelang es uns, Bildstörungen zu erzeugen. Dann gab es lustige Farbspiele oder ein Teil des Bildes fiel aus. Das sind noch vergleichsweise klar erkennbare Fehler. Wenn aber etwa die HDR-Aushandlung misslingt, wie beim bereits erwähnten Xbox-One-Bug, dann erkennt das der Anwender nicht unbedingt. Denn der erste Teil dieses Tests zeigte schon: Manche angebliche HDR-Discs sind gar keine - und dann fällt die fehlende HDR-Aushandlung auch nicht auf. Und gerade hier hatten wir nicht nur mit der Xbox One Probleme. Zwischenzeitlich wollte LGs OLED-Fernseher auch keine HDR-Aushandlung mit der Playstation 4 durchführen. Warum nicht, wissen wir bis heute nicht, später ging es nämlich. Ähnlich verwirrt haben uns Aushandlungsprobleme zwischen der Xbox One S und Sonys XD93-Fernseher. Die konnten wir nicht lösen, sie zeigten uns dafür allerdings ein Phänomen, das wir nicht erwartet haben. Auf der Seite der näheren Betrachtung des XD93 gehen wir darauf ein, dass ein UHD-BD-Bild durchaus heller per SDR übertragen wird als ein BD-Bild per SDR.

Das Debugging fällt dem Anwender dabei besonders schwer. Wir standen so manches Mal hilflos vor unserem Gerätepark und wussten nicht so recht, was zu tun war. Fehlerhilfe in den Menüs? Gibt es nicht. Weder Fernseher noch Abspieler zeigen immer ausreichend Informationen an. Ein paar Testbilder wären schön. Es braucht also einige Erfahrung.

Die ist auch nötig, wenn mal gar kein Bild zustande kommt, was uns ein paar Mal passierte. Weder Abspieler noch Fernseher gaben Informationen, warum dies der Fall war. Nach ein paar Experimenten war die Ursache aber klar: Unsere Brennenstuhl-Steckdosenleiste störte ein HDMI-Kabel so stark, dass nichts mehr durchkam. Wir dachten eigentlich, dass diese Leisten besser geschirmt wären als der übliche Baumarkt-Schrott. Allerdings sind anscheinend auch die Ansprüche an 4K höher. Bei 2K-Verbindungen gab es mit der Leiste keine Probleme und das Problem zeigte sich auch nur zwischen Panasonic (Zuspieler) und Samsung (Fernseher). Wir haben diese Eigenart nicht vollständig analysiert und wollen dies nur als mögliche Fehlerquelle mitgeben. Im Zweifel separiert der Anwender lieber Strom- und Video-Leitungen.

HDMI muss einfacher werden

Das ist in unseren Augen ein viel zu hoher technischer Anspruch an den Anwender, der einfach nur zusammenstecken möchte. Ähnlich geht es dann nämlich mit dem Ton per HDMI weiter. Wer keinen modernen A/V-Receiver hat, eine Geräteklasse, die eigentlich locker zehn Jahre hält, der schließt seinen UHD-BD-Abspieler lieber nicht dort an, sonst gibt es nur 2K-Signale, freilich ohne HDR, aber dafür mit vollem Surround. Die Alternative ist der Anschluss direkt an den Fernseher und die Tonweiterleitung von diesem an den Verstärker per HDMI-ARC. Aber auch das ist nicht unkompliziert, denn die Einstellungen, die zu beachten sind, sind vielfältig. Zusätzlich liefern auch hier nicht alle Geräte in der Kette vernünftige Statusmeldungen, jedes Gerät muss die korrekten Einstellungen haben. Die Automatikmodi helfen zum Glück meist. Doch das Einrichten eines Heimkinos kann ohne technisches Wissen durchaus fehlschlagen. Ein zweiter HDMI-Ausgang, nur für Audio, umgeht die Probleme natürlich und dadurch auch die 5.1-Beschränkungen, die HDMI-ARC unterliegen.

Dazu kommt, dass der Anwender mit Fachbegriffen bombardiert wird, von denen sich einige von Hersteller zu Hersteller unterscheiden. Was bei einem Hersteller etwa PCM heißt, heißt beim anderen Uncompressed. Was LG Simplink nennt, heißt bei Sony Braviasync oder auch HDMI Device Link und bei Yamaha HDMI Control. Gemeint ist hier immer HDMI-CEC. Das Einrichten eines Heimkinos kann so gut und gerne einen Tag kosten, je nach Kenntnisstand des Anwenders.

Vieles von diesem Ärger umgeht der Anwender, wenn er eben nicht auf die UHD-BD setzt, sondern stattdessen das Streamingangebot nutzt.

 Nichts für Anfänger oder warum HDMI und Dolby Vision der Entwicklung nicht förderlich sindEin Blick auf Netflix als 4K-Alternative per Stream 
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Hasenbauer 05. Mär 2017

Hallo, 2 Anmerkungen zum Thema. Ich habe noch einen dieser Philips Fernseher, den ich mir...

Achranon 15. Feb 2017

Der aktuelle Standard auf UHD Disk ist HDR10, möglich daß neuere Disks irgendwann durch...

Achranon 15. Feb 2017

Das ist so ziemlich der größte Schwachsinn denn ich je gelesen habe :) Nach diesem...

Achranon 15. Feb 2017

Einige Serien in 4K sehen sehr gut aus, deutlich besser als 1080p. The Crown z.B. oder...

Achranon 15. Feb 2017

Ich habe einen Ultra HD player und mir testweise einen Film als UHD und als 3D Blu Ray...


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