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Drei Player mussten mit drei Fernsehern in unterschiedlichen Kombinationen funktionieren.
Drei Player mussten mit drei Fernsehern in unterschiedlichen Kombinationen funktionieren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Nichts für Anfänger oder warum HDMI und Dolby Vision der Entwicklung nicht förderlich sind

Wer sich heute einen UHD-BD-Player kauft, der muss durchaus damit rechnen, dass dieser in ein paar Monaten nicht mehr Stand der Technik ist. Die jetzigen Geräte beherrschen nach derzeitigem Stand HDMI 2.0 und HDR10 (statisches HDR). Doch die Hinweise mehren sich, dass da noch mehr kommt: dynamisches HDR in Form von Dolby Vision oder HLG. Auch ein weiteres Format, das HDMI 2.1 verlangt, ist denkbar, denn erst HDMI 2.1 standardisiert dynamische HDR-Metadaten. Doch was bedeutet all dies?

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Dolby Vision soll dynamische Metadaten für HDR unterstützen, das heißt, je Szene kann bestimmt werden, wo der dynamische Bereich liegen soll, der bei HDR10 nur einmal festgesetzt wird. Bei Filmen, die mit sehr unterschiedlichen Themen arbeiten, sollte das Vorteile bringen und könnte das Zögern mancher Filmstudios erklären. Ein Beispiel dafür wäre Pixars Inside Out, ein Film, den wir in Dolby Vision schon gesehen haben. Ob die Unterschiede zwischen dynamischem und statischem HDR wirklich groß sind, sei dahingestellt. Uns fehlt einfach der Vergleich. Doch gerade Inside Out arbeitet in der Handlung mit zwei völlig unterschiedlichen Welten, die einer sehr unterschiedlichen Farblogik folgen. Wenn es einen Film gibt, der den Unterschied zwischen dynamischem und statischem HDR deutlich zeigt, dann vermutlich dieser. Doch den Film von Pixar kann man sich als Dolby-Vision-Variante bisher nur im Kino anschauen.

Erste Dolby-Vision-Filme kommen bald

Erste Filme mit dynamischem HDR sollen aber bald erscheinen. Allerdings nicht von Disney oder Pixar. Auf Nachfrage sagte uns Dolby, dass die ersten Filme "Anfang 2017" erscheinen sollen und zwar von Lionsgate, Universal und Warner Brothers. Welche das sind und ob diese dann erst einmal in den USA erscheinen, bleibt unklar und den Partnern überlassen. Wann genau die Filme kommen, ist ebenfalls noch nicht bekannt, obwohl Anfang 2017 ja bereits erreicht ist. Die Kommunikation der 4K-UHD-Branche ist nicht die beste, wie sich hier zeigt. Die Mastering-Tools sind laut Dolby allerdings alle bereit. Sowohl Scenarist als auch die Authoring-Werkzeuge von Sony DADC beherrschen das Erstellen eines Base-Layers für die HDR10-Kompatibilität und den Dolby Vision Enhancement Layer mit 12 Bit, was dann im Laufe des Weges zusammengefügt wird.

  • Unsere Player-Auswahl für die Software-Tests: Insgesamt haben wir drei UHD-BD-Player getestet. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der günstigste dedizierte Zuspieler ist von Samsung. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Panasonics Gerät ist vor allem fürs Hifi-Rack gut geeignet, kostet aber auch um die 600 Euro. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Xbox One S (weiß, unten) kann UHD-BDs nebenbei abspielen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Panasonics UB900 gehört zu den eleganten Vertretern. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Fernbedienung hat schon fast übertrieben viele Knöpfe. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Frontplatte klappt nach unten für die Discs. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Lüfter irritiert ein wenig, wir haben ihn aber nie gehört. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Anschlüsse gibt es zuhauf. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch eine Konsole lässt sich als Abspieler nutzen. Es muss aber die Xbox One S sein. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bedienung mit dem Controller ist nervig. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das neue Modell hat zum Glück nicht mehr das voluminöse externe Netzteil. Ein zweiter HDMI-Ausgang fehlt leider. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Sensor-Tasten sind leicht erfühlbar. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch hier gibt es einen Lüfter, den wir nie hörten. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein zweiter HDMI-Ausgang ist trotz des geringen Preises vorhanden. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Fernbedienung ist einfacher gehalten, funktioniert aber trotzdem sehr gut. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Kompatibilitätsprobleme mit den Discs gab es nicht. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Sonys XD93 arbeitet mit einem zentralen schweren Standfuß. (Bild: Sony)
  • LGs OLED B6D wirkt durch den transparenten Standfuß am Abend so, als würde er schweben. (Bild: LG)
  • Samsung KS7590 fällt durch die vergleichsweise kleinen und leichten Standfüße auf. (Bild: Samsung)
Die Xbox One S (weiß, unten) kann UHD-BDs nebenbei abspielen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Dolby-Vision-kompatible Abspielgeräte kündigen sich bereits an. So sollen die neuen Geräte von Oppo und LG Dolby Vision beherrschen, wenn auch nur per Softwareupdate. Beim Kauf eines derzeit verfügbaren Abspielgeräts hinterlässt das kein gutes Gefühl, denn die Hardwarebasis ist für Dolby Vision einfach nicht geeignet, wie uns Dolby auf Nachfrage sagte. Eine Ausnahme wären in der Theorie die Xbox One S und ein PC-basiertes Media Center mit der neuen PowerDVD-Version. Durch die leistungsfähige Hardware lässt sich Dolby Vision in Software implementieren. Es gibt aber keine Ankündigungen dazu, weder zu PowerDVD noch zur Xbox.

Eine Dolby-Vision-Alternative kommt auch noch

Weiterhin sieht es derzeit danach aus, als müsste der Anwender sich zwischen Dolby Vision und dem konkurrierenden HLG der Fernsehanstalt BBC entscheiden. Letzteres wird zwar von mehr Partnern unterstützt, allen voran Samsung, doch auch hier gibt es noch Unklarheiten. Selbst auf Nachfrage konnte sich beispielsweise Samsung nicht zu mehr als einem Bekenntnis durchringen, dass alle 2017er-Fernsehgeräte HDR10 und HLG unterstützen. Details zu HLG? Fehlanzeige. Auffallend ist allerdings, dass Samsungs UBD-K8500 offenbar nicht zu den HLG-kompatiblen Geräten gehört. Was uns noch mehr verwundert, ist, dass dynamische Metadaten erst mit HDMI 2.1 standardisiert werden, das auch neue Kabel bringt. Geräte gibt es aber noch nicht. Dolby wird allerdings für Dolby Vision bei vorhandenem HDMI 2.1-Equipment die Metadaten dann nicht mehr proprietär übertragen. Sollte eines der Geräte nicht HDMI 2.1 unterstützen, werden die Metadaten getunnelt, da das parallel passiert.

Die UHD-4K-2K-Upscaled-HDR-10-Dolby-Vision-Situation ist offenbar noch nicht kompliziert genug und eine Einladung für Industrieteilnehmer, da noch ein wenig mehr Chaos zu stiften. Und das, obwohl es schon bei unserem Setup reichlich Probleme gibt. HDMI ist nämlich nichts für Anfänger.

 Xbox One S: Wenn sie nicht so laut wäre, wäre sie eine gute ZwischenlösungHDMI ist nicht einfach zu konfigurieren 

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Hasenbauer 05. Mär 2017

Hallo, 2 Anmerkungen zum Thema. Ich habe noch einen dieser Philips Fernseher, den ich mir...

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Achranon 15. Feb 2017

Der aktuelle Standard auf UHD Disk ist HDR10, möglich daß neuere Disks irgendwann durch...

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Achranon 15. Feb 2017

Das ist so ziemlich der größte Schwachsinn denn ich je gelesen habe :) Nach diesem...

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Achranon 15. Feb 2017

Einige Serien in 4K sehen sehr gut aus, deutlich besser als 1080p. The Crown z.B. oder...

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Achranon 15. Feb 2017

Ich habe einen Ultra HD player und mir testweise einen Film als UHD und als 3D Blu Ray...

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