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Drei Player mussten mit drei Fernsehern in unterschiedlichen Kombinationen funktionieren.
Drei Player mussten mit drei Fernsehern in unterschiedlichen Kombinationen funktionieren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

LGs B6D mit perfektem Schwarz

Rund 2.300 Euro kostet LGs 55B6D mit OLED-Panel. Ein stolzer Preis, doch wer einmal die Schwarzwerte eines solchen Panels gesehen hat, der will davon nicht mehr weg. Beim dunklen Filmabend ist nichts mehr grau, wenn es der Filmemacher nicht so will. Das Weltall, der Nachhimmel, die Balken: Alles ist tiefschwarz - außer bei The Divergent mit dem Schummel-HDR-Modus, wie im ersten Teil dieses Tests besprochen.

Wer sich einen OLED-Bildschirm anschafft, sollte trotzdem eines bedenken, was uns in einigen Wochen auffiel: Viele Filmemacher wie auch Spieleentwickler gehen anscheinend nicht davon aus, dass es echtes Schwarz gibt. Das zugespielte Material ist also durchaus dafür ausgelegt, dass die Grauwerte des Monitors das Bild sozusagen korrigieren. Für einige alten Filme und Spiele bedeutet das, dass der Zuschauer im Dunkeln tappt. Das ist uns bei HDR-Filmen übrigens nie aufgefallen. Einzig das HDR-Spiel Infamous: First Light (PS4) nervte uns auf dem OLED-Fernseher durch die völlig übertriebene Schattenwelt. Wir hatten den Eindruck, dass die Entwickler nicht wussten, dass man mit HDR auch Schwarz in mehreren Abstufungen darstellen kann. Wir wollen das derzeit aber nicht überbewerten. Noch fehlt uns die Langzeiterfahrung mit OLED-Fernsehern.

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  • Unsere Player-Auswahl für die Software-Tests: Insgesamt haben wir drei UHD-BD-Player getestet. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der günstigste dedizierte Zuspieler ist von Samsung. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Panasonics Gerät ist vor allem fürs Hifi-Rack gut geeignet, kostet aber auch um die 600 Euro. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Xbox One S (weiß, unten) kann UHD-BDs nebenbei abspielen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Panasonics UB900 gehört zu den eleganten Vertretern. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Fernbedienung hat schon fast übertrieben viele Knöpfe. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Frontplatte klappt nach unten für die Discs. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Lüfter irritiert ein wenig, wir haben ihn aber nie gehört. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Anschlüsse gibt es zuhauf. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch eine Konsole lässt sich als Abspieler nutzen. Es muss aber die Xbox One S sein. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bedienung mit dem Controller ist nervig. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das neue Modell hat zum Glück nicht mehr das voluminöse externe Netzteil. Ein zweiter HDMI-Ausgang fehlt leider. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Sensor-Tasten sind leicht erfühlbar. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch hier gibt es einen Lüfter, den wir nie hörten. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein zweiter HDMI-Ausgang ist trotz des geringen Preises vorhanden. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Fernbedienung ist einfacher gehalten, funktioniert aber trotzdem sehr gut. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Kompatibilitätsprobleme mit den Discs gab es nicht. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Sonys XD93 arbeitet mit einem zentralen schweren Standfuß. (Bild: Sony)
  • LGs OLED B6D wirkt durch den transparenten Standfuß am Abend so, als würde er schweben. (Bild: LG)
  • Samsung KS7590 fällt durch die vergleichsweise kleinen und leichten Standfüße auf. (Bild: Samsung)
LGs OLED B6D wirkt durch den transparenten Standfuß am Abend so, als würde er schweben. (Bild: LG)

Alles in allem gefällt uns das OLED-Bild mit Abstand am besten. So ein schönes, nicht per Local Dimming erschummeltes Schwarz sieht man sonst nirgends. Und das fällt nicht nur beim Filmabend, sondern auch tagsüber auf. Der Unterschied zu LC-Displays ist so groß, dass manch ein Nutzer OLED-SDR mit LCD-HDR verwechseln könnte. Mit OLED macht in der Regel auch altes Filmmaterial mehr Spaß.

Schöne Bedienung, aber auch ein paar Macken

Ausstattungstechnisch gefällt uns der Fernseher recht gut. Es ist das einzige Modell mit Dolby-Vision-Unterstützung. Wir vermissen allerdings einen Scart-Eingang für RGB-Signale. Alte Konsolen lassen sich nicht mehr anschließen. Dank WebOS 3.0 und der Nintendo-Wii-ähnlichen Bedienung ist der Fernseher sehr schnell eingerichtet und arbeitet meist zuverlässig. Selbst komplexe Passwörter sind kein Problem. Zudem braucht die Fernbedienung keine Sichtverbindung. In frühen Firmware-Phasen hatten wir allerdings noch einige HDR-Probleme, die oft nur mit einem Panel-Neustart zu lösen waren. Der Fernseher meldet das zwar, es nervt aber ein wenig. Neue Firmware gibt es immer noch ab und an und seit Anfang 2017 würden wir den Fernseher als stabil einstufen. Ein paar zusätzliche Statusmeldungen zu dem, was das Panel eigentlich macht, würden aber nicht schaden - wobei die vorhandenen Hilfestellungen zu Einstellungen durchaus vorbildlich sind.

Wie es sich gehört, bietet LGs Fernseher Dual-Band-WLAN. Die HDMI-CEC-Unterstützung gefällt uns allerdings nicht. Für viele Aufgaben braucht der Anwender weiter die Fernbedienung und in Verbindung mit einem Yamaha BD-A1020 ließ sich ein Film nicht immer neu starten. LG setzt ein wenig darauf, dass die Blu-ray-Menüs sehr gut ausgebaut sind. Dann ist die Bedienung weniger problematisch.

HDR kann die elektrische Leistungsaufnahme senken

Wir haben bei allen Fernsehern sowohl die Leuchtdichte (The Martian, Minute 21:55 am Solar-Panel) gemessen, als auch in verschiedenen Situationen die elektrische Leistungsaufnahme grob vermessen. Die Spitzenposition nahm dabei LGs OLED-Fernseher ein. Bei der Lichtmessung am blendenden Solar-Panel erreichte das Gerät im HDR-Modus 500 Candela pro Quadratmeter bei einem satten Schwarz. Der Vergleich mit der Blu-ray ergab an derselben Stelle nur 240 Candela pro Quadratmeter, was freilich nicht mehr ganz so gut aussieht, da der Blendeffekt fehlt. Beides ist abends recht hell. LG verzichtet in den Standardeinstellungen auf eine Hintergrundbeleuchtungsanpassung weitgehend, die lässt sich aber nachträglich aktivieren, wenn das Panel abends zu sehr blendet.

Durch die Fähigkeit der OLEDs, sich praktisch auszuschalten sind beim LG-Fernseher sehr hohe Schwankungen zu erwarten. The Divergent braucht in den ersten Szenen zwischen 70 und 170 Watt mit der Tendenz, im oberen Bereich zu bleiben, was an dem erschummelten HDR liegt. Die Anfangsszenen vom Spiel Gears of War 4, die sehr dunkel sind, lassen die Leistungsaufnahme zwischen 60 und 84 Watt pendeln. Hier zeigt sich, dass ein OLED-Panel ziemlich stromsparend sein kann. Zum Vergleich: Im Xbox-Menü benötigt das Panel 127 Watt.

Ein paar Überraschungen gab es bei weiteren Filmmessungen mit Star Trek: Beyond. Die ersten Minuten per HDR schwankten zwischen 60 und 163 Watt mit der Tendenz, im unteren Bereich zu bleiben. Bei der Blu-ray sah das anders aus. Dort maßen wir beim Skydance-Logo (brennende Sonne im Weltall) stolze 213 Watt. Wir vermuten, dass die Schwarzwerte per SDR nicht präzise genug übertragen werden und deswegen die hohe Leistungsaufnahme erreicht wird. Kein anderer Fernseher zeigte dieses Phänomen. In anderen Szenen sanken die Werte deutlich unter 100 Watt, schwankten aber weiterhin stark.

 Warum es bei Fernsehgeräten nicht nur auf die Helligkeit ankommtSamsung KS7590 - Curved hat durchaus Vorteile 

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Hasenbauer 05. Mär 2017

Hallo, 2 Anmerkungen zum Thema. Ich habe noch einen dieser Philips Fernseher, den ich mir...

Achranon 15. Feb 2017

Der aktuelle Standard auf UHD Disk ist HDR10, möglich daß neuere Disks irgendwann durch...

Achranon 15. Feb 2017

Das ist so ziemlich der größte Schwachsinn denn ich je gelesen habe :) Nach diesem...

Achranon 15. Feb 2017

Einige Serien in 4K sehen sehr gut aus, deutlich besser als 1080p. The Crown z.B. oder...

Achranon 15. Feb 2017

Ich habe einen Ultra HD player und mir testweise einen Film als UHD und als 3D Blu Ray...



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