• IT-Karriere:
  • Services:

Der große Ultra-HD-Blu-ray-Test (Teil 1): 4K-Filme verzeihen keine Fehler

Lohnt sich die Ultra-HD-Blu-ray-Disc fürs Heimkino? Dieser Frage sind wir anhand von drei Fernsehern, drei Playern und sieben Filmen nachgegangen. Wir haben dabei Betrug, Abstürze, hohe Leistungsaufnahmen, Verbindungsprobleme und wunderschöne Bilder entdeckt. Zunächst konzentrieren wir uns auf die Filme und HEVC alias H.265.

Ein Test von und veröffentlicht am
Nicht alle 4K-Discs lohnen sich.
Nicht alle 4K-Discs lohnen sich. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Nach anfänglichem Chaos ist die Ultra-High-Definition-Blu-ray-Disc über ein Dreivierteljahr nach dem Marktstart gut verfügbar, wenn auch mit gehöriger Verspätung. Es ist also Zeit, das Potenzial der Filme auf den Scheiben und die Fähigkeiten der Abspielgeräte ausführlich zu testen. Die hohe Auflösung, der deutlich verbesserte Dynamik-Umfang (High Dynamic Range, HDR) und viel mehr Bits je Farbe versprechen ein Bild-Erlebnis wie in einem High-End-Kino mit Laserprojektor, von denen es in Europa aber nur sehr wenige gibt - etwa als Imax- oder Dolby-Vision-Lichtspielhaus.

So richtig einfach ist der Umgang mit HDR aber nicht. Der Nutzer kann leider sehr viel falsch machen, sowohl bei der Hardware samt Verkabelung als auch bei der Software in Form von Filmen.

Ohne Grundkenntnis ist die Wahrscheinlichkeit hoch, ein ärgerliches Erlebnis zu haben, sei es durch den falschen Film oder schlicht durch schwer kontrollierbare Zufälle bei der HDMI-Aushandlung - wehe dem, der eine schlechte Steckdosenleiste hat. Aufgrund der Komplexität des Themas beschäftigen wir uns im ersten Artikel überwiegend mit der Software und dem damit verbundenen erhofften fantastischen Bild und Problemen, auf die wir überraschend gestoßen sind. Der Hardware widmen wir uns in einem weiteren Artikel.

Der Test ist als Fortsetzung unserer HDR-Berichterstattung zu sehen. Eine grundsätzliche Einführung bietet der Artikel 'Wir brauchen bessere Pixel'. Den Spielebereich haben wir in unserem HDR-Gaming-Artikel 'In den Farbtopf gefallen' betrachtet und einen Ausblick auf die Codec-Zukunft jenseits der UHD-Blu-ray gibt unser großer Artikel zum VP9-Nachfolger AV1. Die Lektüre kann hilfreich sein, ist aber für das Verständnis dieses Tests nicht unbedingt notwendig.

Stellenmarkt
  1. Weiss Mobiltechnik GmbH, Rohrdorf
  2. DRÄXLMAIER Group, Vilsbiburg bei Landshut

Wir halten uns hierbei begrifflich an das, was in der Industrie üblich ist, und nutzen sowohl 4K als auch Ultra-HD als Begriffe. Tatsächlich wird die Ultra-HD-Blu-ray-Disc mit einem 4K-Logo auch als 4K-Disc vermarktet und die Fernsehgerätehersteller nutzen seit jeher lieber das griffige 4K-Logo als Ultra-HD. Letzteres wird manchmal sogar aktiv vermieden. Selbst das HDMI-Forum spricht fast nur noch von K-Formaten in HDMI 2.1. Gemeint ist in diesem Test immer eine Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln. Andere 4K-Formate ignorieren wir bewusst.

Fernseher, Abspielgeräte und Software in Kombination

Für das 4K-Erlebnis braucht es verschiedene Komponenten. Im zweiten Teil betrachten wir im Detail unsere drei Fernseher, die hier nur der Vollständigkeit halber schon einmal genannt werden. Wir haben uns drei Referenzgeräte zuschicken lassen, die alle HDR unterstützen: Sonys Edge-Lighting-System Bravia XD93, LGs OLED 55B6V (selbstleuchtend) und Samsungs KS7590 (Edge). Die Fernseher sollten vor allem zeigen, was prinzipiell möglich ist, was allerdings nicht jedem Typ gleich gut gelang.

  • Unsere Player-Auswahl für die Softwaretests (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die alten 2K-Konsolen dienten vor allem für den HDR-Vergleich (PS4) und mögliche Interface-Unterschiede (Xbox One). (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Langweilige Verpackungen gibt es bei der UHD-Blu-ray. Die FSK-Logos lassen sich wegdrehen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Star-Trek-Macher geben sich nicht mal bei der Disc Mühe. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Eine der wenigen Ausnahmen. Lucy hat immerhin einen Pappschuber. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nicht nur UHD-BDs sind schwarz. Es gibt vereinzelt auch schwarze Blu-ray Discs. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Durch die Belichtung wirkt die schwarze Blu-ray-Hülle heller, sie ist ohne Extralicht aber auch schwarz. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lucy und der Pappschuber. Achtung, die nächsten beiden Bilder sind sehr groß. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • 2K-SDR Crop (Macro, 105mm, APS-C) des Skydance-Logos von Star Trek Beyond, aufgenommen mit identischer Belichtung auf einem OLED-Fernseher (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die 4K-SDR-Version hat feinere Strukturen und sanftere Farbverläufe. Die dunklere HDR-Darstellung wirkt auf der Kamera schlechter, das entspricht aber nicht der Realität. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Unsere Player-Auswahl für die Softwaretests (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Bei den Abspielgeräten alias UHD-BD-Playern haben wir auch auf drei Modelle zugreifen können, die nach derzeitigem Stand im Prinzip den Markt abdecken, sieht man von abgespeckten Varianten oder Importen ab. Der UB900 von Panasonic kommt in Hi-Fi-Bauform auf den Markt. Ein typisch kurviges Design hat Samsungs UBD-K8500, und für den Einstieg bietet sich Microsofts Xbox One S an.

Was jetzt noch fehlt, ist die Software. Hier haben wir auf sieben UHD-BDs zurückgegriffen. Als Importbeispiel dient der Film The Divergent, den wir aus den USA mitgebracht haben. Mit The Martian steht ein aktueller Sci-Fi-Film zur Verfügung. Batman vs. Superman dient als Beispiel für einen analog gedrehten düsteren Film, und mit Star Trek Beyond haben wir einen Film ausgewählt, der aufgrund der vielen Effekte ein extremes Spektakel sein sollte. Auch Deadpool und Luc Bessons Lucy fallen darunter. Zuletzt haben wir uns The Revenant angesehen, einen Film, der nicht effektgeladen ist und etwas mehr Natur zeigt.

Auf die Inhalte der Filme gehen wir nicht näher ein. Sie werden aber ausführlich auf Auflösung und HDR-Effekte hin bewertet, denn gerade das ist bei der UHD-BD wichtig.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
HDR ist toll, die Auflösung nicht immer 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7. 7
  8. 8
  9. 9
  10.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)

mgutt 22. Mai 2019

Laut hier haben die meisten Blu-Rays zwischen 50 und 60 Mbit/s und das ist nicht mal der...

MickeyKay 03. Dez 2018

Neuere DVD-Player haben genug RAM, um vorzupuffern. In der Anfangszeit der DVD war das zu...

MickeyKay 03. Dez 2018

Daher fand ich auch den Bezug zu Star Trek: TNG im Artikel nicht schlecht. Hier gab es...

Msharp 03. Feb 2018

Ich bin vor kurzem von einem Panasonic Plasma mit Full HD Auflösung auf einen Panasonic...

HubertHans 27. Jan 2017

Bei Schaltnetzteilen ist das technisch bedingt. Dort gibt es entsprechende Vorschriften...


Folgen Sie uns
       


Apple iPad 7 - Fazit

Apples neues iPad 7 richtet sich an Nutzer im Einsteigerbereich. Im Test von Golem.de schneidet das Tablet aufgrund seines Preis-Leistungs-Verhältnisses sehr gut ab.

Apple iPad 7 - Fazit Video aufrufen
Macbook Pro 16 Zoll im Test: Ein Schritt zurück sind zwei Schritte nach vorn
Macbook Pro 16 Zoll im Test
Ein Schritt zurück sind zwei Schritte nach vorn

Keine Butterfly-Tastatur mehr, eine physische Escape-Taste, dünnere Displayränder: Es scheint, als habe Apple beim Macbook Pro 16 doch auf das Feedback der Nutzer gehört und ist einen Schritt zurückgegangen. Golem.de hat sich angeschaut, ob sich die Änderungen auch lohnen.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Audioprobleme Knackgeräusche beim neuen Macbook Pro 16 Zoll
  2. iFixit Kleber und Nieten im neuen Macbook Pro 16 Zoll
  3. Macbook Pro Apple gibt fehlerhafte Butterfly-Tastatur auf

Radeon RX 5500 (4GB) im Test: AMDs beste 200-Euro-Karte seit Jahren
Radeon RX 5500 (4GB) im Test
AMDs beste 200-Euro-Karte seit Jahren

Mit der Radeon RX 5500 hat AMD endlich wieder eine sparsame und moderne Mittelklasse-Grafikkarte im Angebot. Verglichen mit Nvidias Geforce GTX 1650 Super reicht es zum Patt - aber nicht in allen Bereichen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Workstation-Grafikkarte AMDs Radeon Pro W5700 hat USB-C-Anschluss
  2. Navi-Grafikeinheit Apple bekommt Vollausbau und AMD bringt RX 5300M
  3. Navi-14-Grafikkarte AMD stellt Radeon RX 5500 vor

Mikrocontroller: Sensordaten mit Micro Python und ESP8266 auslesen
Mikrocontroller
Sensordaten mit Micro Python und ESP8266 auslesen

Python gilt als relativ einfach und ist die Sprache der Wahl in der Data Science und beim maschinellen Lernen. Aber die Sprache kann auch anders. Mithilfe von Micro Python können zum Beispiel Sensordaten ausgelesen werden. Ein kleines Elektronikprojekt ganz ohne Löten.
Eine Anleitung von Dirk Koller

  1. Programmiersprache Python verkürzt Release-Zyklus auf ein Jahr
  2. Programmiersprache Anfang 2020 ist endgültig Schluss für Python 2

    •  /