Abo
  • Services:

Der große Golem.de-Vergleichstest: Wer sein Elektroauto liebt, der schiebt

Elektroautos haben bekanntlich viele Probleme mit der Reichweite und tiefen Temperaturen. Daher wollten wir bei Golem.de wissen, welches Auto sich am besten zur nächsten Ladesäule schieben lässt.

Ein Praxistest von veröffentlicht am
Nicht alle Elektroautos lassen sich so leicht anschieben.
Nicht alle Elektroautos lassen sich so leicht anschieben. (Bild: Golem.de)

In der Debatte über die Zukunft der Elektromobilität wird vielfach übersehen: Auch Elektroautos können in bestimmten Situationen nicht mehr "anspringen" und bleiben liegen. Von den Problemen mit leeren Akkus einmal ganz abgesehen. Vor der Anschaffung eines Elektroautos sollte der Käufer daher wissen, wie er sein Fahrzeug im Notfall ohne Motorhilfe bewegen kann. Weil dieses Kriterium bei den meisten Autotests viel zu kurz kommt, hat Golem.de einen speziellen Vergleichstest gestartet: Welches Elektroauto lässt sich mit Muskelkraft am besten fortbewegen?

Inhalt:
  1. Der große Golem.de-Vergleichstest: Wer sein Elektroauto liebt, der schiebt
  2. Fünf Modelle im Test

Von den Verbrennungsmotoren ist das Problem nur zu gut bekannt. Mal hängt der Anlasser, mal ist die Starterbatterie zu schwach, mal ist der Wagen "abgesoffen". Vor solchen Problemen sind Elektroautos nicht gefeit - abgesehen von den typischen Problemen mit Zündkerzen oder Zündverteiler.

Probleme mit Erregung und Kohlebürsten

Was viele Autofahrer aber nicht wissen: Die modernen Elektromotoren haben ebenfalls ihre Tücken. Das gilt beispielsweise für die permanenterregten Synchronmaschinen (PSM). Bei zweistelligen Minusgraden kann die Erregung schlagartig nachlassen. Männer kennen das Problem. Auf die Kühlwasservorheizung wird häufig verzichtet, um die Batterie zu schonen. Das Resultat: Das Elektroauto fährt nicht los, obwohl die Batterie eigentlich voll ist.

Aber auch bei stromerregten Maschinen (SSM) kann ein Anschieben erforderlich sein. Gerade bei sehr niedrigen Temperaturen können die Kohlebürsten festfrieren. Meist ist nur ein kleiner Schubser erforderlich, damit der Wagen trotzdem anfährt. Aufgrund der großen Batterien sind die Autos aber um einiges schwerer als vergleichbare Verbrenner.

Startups machen Elektroautos wieder flott

Stellenmarkt
  1. Continental AG, Frankfurt
  2. Deutsche Vermögensberatung AG, Frankfurt am Main

Bei einem zwei Tonnen schweren Tesla Model S wäre es gar nicht so einfach, mal so eben den Elektromotor zum Laufen zu bringen. Daher hat Firmengründer Elon Musk das Fahrzeug vorsichtshalber mit einem Asynchronmotor (ASM) ohne Kohlebürsten ausgestattet. Der Nachteil: Bei diesem Motortyp gibt es immer einen gewissen Schlupf zwischen der Drehfelddrehzahl im Stator und der Rotordrehzahl, was bei Temperaturen unter minus 15 Grad Celsius zur sogenannten Schlupfkristallbildung führen kann, die den Motor blockiert.

Richtig anstrengend wird es für die Fahrer, wenn sie ihr Elektroauto zur nächsten Ladesäule oder zumindest zur nächsten Steckdose schieben müssen. Zwar gibt es in Berlin inzwischen ein Startup, das mit mobilen Akkus liegengebliebene Elektroautos wieder flottmacht. Doch das ist für Privatpersonen noch keine Option und dürfte nur in wenigen Großstädten zur Verfügung stehen.

Im Vergleich zu Benzinern haben Elektroautos aber einen unschlagbaren Vorteil: Sie können durch kräftiges Schieben im sogenannten Rekuperationsmodus selbst Energie gewinnen, um anschließend wieder mit Hilfe der Batterie weiterzufahren. Ein Thüringer Startup plant, im Sommer gut durchtrainierte Bobfahrer einzusetzen, um auf diese Weise liegengebliebene Elektroautos wieder flottzumachen. Bei Versuchen gelang es einem Team aus Oberhof, einen Smart Fortwo so schnell den Rennsteig hochzuschieben, dass er nach einem Drittel der Strecke den Rest aus eigener Kraft schaffen konnte.

Fünf Modelle im Test 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 54,99€ statt 99,98€
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. bei Alternate kaufen

M.P. 03. Apr 2018

Reihenweise in den Praxistests der Golem-Redaktion ;-)

Dwalinn 03. Apr 2018

Ja besonders am 1. April. Ohne die Angabe des Fahrzeugs fehlt aber was. Mit einem Tesla...

Dwalinn 03. Apr 2018

Mein Beileid das niemand deinen Aprilscherz zu würdigen weiß. Ich musste lachen.

IT-Nerd-86 02. Apr 2018

Ich habe immer Angst daß den Cholerikern nicht mal eine Ader platzt bei all dieser...

FreiGeistler 02. Apr 2018

Nimm wenigstens Aspen.


Folgen Sie uns
       


BMW i3s - Test

Er ist immer noch ein Hingucker: Der knallrote BWM i3s zieht die Blicke anderer Verkehrsteilnehmer auf sich. Doch man muss sich mit dem Hinschauen beeilen. Denn das kleine Elektroauto der Münchner ist mit 185 PS ziemlich flott in der Stadt unterwegs.

BMW i3s - Test Video aufrufen
Gemini PDA im Test: 2004 ist nicht 2018
Gemini PDA im Test
2004 ist nicht 2018

Knapp über ein Jahr nach der erfolgreichen Finanzierung hat das Startup Planet Computers mit der Auslieferung seines Gemini PDA begonnen. Die Tastatur ist gewöhnungsbedürftig, längere Texte lassen sich aber mit Geduld durchaus damit tippen. Die Frage ist: Brauchen wir heute noch einen PDA?
Ein Test von Tobias Költzsch und Sebastian Grüner

  1. Atom Wasserfestes Mini-Smartphone binnen einer Minute finanziert
  2. Librem 5 Freies Linux-Smartphone wird größer und kantig
  3. Smartphone-Verkäufe Xiaomi erobert Platz vier hinter Huawei, Apple und Samsung

BMW i3s im Test: Teure Rennpappe à la Karbonara
BMW i3s im Test
Teure Rennpappe à la Karbonara

Mit dem neuen BMW i3s ist man zügig in der Stadt unterwegs. Zwar ist der Kleinwagen gut vernetzt, doch die Assistenzsysteme lassen immer noch zu wünschen übrig. Trotz des hohen Preises.
Ein Praxistest von Friedhelm Greis

  1. R71-Seitenwagen BMW-Motorrad aus den 30er Jahren soll elektrifiziert werden
  2. SUV Concept iX3 zeigt BMWs elektrische Zukunft
  3. BMW Mini-Oldtimer mit E-Antrieb ausgerüstet

In eigener Sache: Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht
In eigener Sache
Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht

IT-Profis sind auf dem Arbeitsmarkt enorm gefragt, und die Branche hat viele Eigenheiten. Du kennst dich damit aus und willst unseren Lesern darüber berichten? Dann schreib für unser Karriere-Ressort!

  1. Leserumfrage Wie sollen wir Golem.de erweitern?
  2. Stellenanzeige Golem.de sucht Redakteur/-in für IT-Sicherheit
  3. Leserumfrage Wie gefällt Ihnen Golem.de?

    •  /