Der Fall Anne-Elisabeth Hagen: Neue Fakten und Identitätshandel im Darknet

Ein Schuhabdruck, ein Briefumschlag, eine Identität, die durchs Darknet wandert: Mit der Veröffentlichung neuer Erkenntnisse hofft die norwegische Polizei auf entscheidende Hinweise im Fall Anne-Elisabeth Hagen. Die Ehefrau des Unternehmers Tom Hagen verschwand vor mehr als drei Jahren, der Fall ist nach wie vor ungelöst. Nun hat die Polizei mehr Details bekannt gegeben. Es geht um Spuren am mutmaßlichen Tatort und um gestohlene Personendaten – inklusive Informationen zu der Reise, die sie durch das Darknet über verschiedene Handelsplätze gemacht haben.
Die Polizei enthüllte sogar, wessen Identität von dem oder den Tätern benutzt wurde, um unter anderem eine E-Mail-Adresse zu kreieren und damit Accounts bei mehreren Kryptobörsen anzulegen. Sie gehört Ole Henrik Golf, einem Mittdreißiger, der in norwegischen Zeitungen mit dem deutschen Wort "Gründer" beschrieben wird. Golf hatte bereits mehrere Firmen, heute betreibt er mit remote.no einen erfolgreichen Service für das Einrichten von Remote-Arbeitsplätzen und Coworking Spaces sowie eine Jobbörse für nicht ortsgebundene IT-Jobs.