Wohl doch keine Entführer aus dem Ausland

Im Übrigen gehe er davon aus, dass er nicht gezielt als Person, sondern zufällig von den Kriminellen ausgewählt worden sei. "Vielleicht ging es um mein Alter, meine Ethnizität und mein Geschlecht. Und vermutlich hauptsächlich darum, dass ich Norweger bin", spekulierte er über potenzielle Gründe.

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Ob einer dieser Gründe überhaupt eine Rolle gespielt hat, ist nicht bekannt. Bei dem Diebstahl der Identität ist das eher unwahrscheinlich. Beim Kauf der Identität kann das hingegen durchaus sein, schließlich sollte sie ja offenkundig verwendet werden.

In einem weiteren Interview, mit dem norwegischen Sender TV 2, berichtete Ole Henrik Golf, dass zwischenzeitlich sein Handy überwacht worden sei. "Mir wurde das später in einem Brief von der Kripo mitgeteilt", sagte er. Empört sei er darüber nicht, "die Ermittler haben nur ihren Job gemacht".

Es sei doch vollkommen natürlich, dass sie ihn abhörten, "mein Name war ja schließlich das Erste, was bei diesen Krypto-Konten auftauchte". Außerdem kennt Golf sich mit Kryptowährungen aus, er besitzt selbst einen kleineren Betrag Bitcoin.

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Für die Polizei hat sich der Schritt anscheinend gelohnt. Mehr als 80 Tipps gingen bei den Ermittlern ein, nachdem Ole Henrik Golfs Geschichte veröffentlicht wurde. Man sei sehr zufrieden, rund 40 der Hinweise seien sehr konkret und sähen vielversprechend aus, hieß es.

Komplett vom Tisch ist mittlerweile offenbar die Theorie von ausländischen Entführern. Zunächst waren die Ermittler davon ausgegangen, dass Anne-Elisabeth Hagen von aus dem Ausland stammenden Profis entführt wurde. Einige Zeit vor der Tat war in einer norwegischen Wirtschaftszeitung ein Artikel über ihren Mann, dessen Geschäftserfolge und sein Vermögen erschienen. Die Zeitung stellte der Polizei schließlich sogar die IP-Adressen der Nutzer zur Verfügung, die aus dem Ausland auf den Text zugegriffen hatten.

Norwegische Medien waren zunächst ebenfalls auf die Arbeitshypothese von der ausländischen Verbrecherbande eingestiegen. Selbst Aussteiger aus in Skandinavien zeitweise überaus aktiven internationalen Motorradgangs ließen ihre Kontakte spielen, um herauszufinden, ob nicht vielleicht eine Verbindung bestehen könnte.

Lange Pausen nach den Lösegeldforderungen

Dass Kriminelle extra aus dem Ausland anreisen und die Frau eines Millionärs entführen sollten, ohne im weiteren Verlauf auf einen Austausch von Lösegeld gegen Geisel zu drängen, erschien schließlich auch den Medien als zu absurd.

Auffällig war vor allem, dass nach einer kurzen, sehr aktiven Phase von dem oder den angeblichen Entführern nichts getan wurde, um das im Erpresserbrief geforderte Geld zu erhalten. Stattdessen schwiegen sie, oft wochenlang.

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 Ole Henrik Golf war zunächst verdächtigEin Schuhabdruck, ein Briefumschlag und Kabelbinder 
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Maddix 04. Jan 2022 / Themenstart

Wer viel reist und zusätzlich seine Ausweise kopieren lässt, kann davon ausgehen, dass...

3C 273 29. Dez 2021 / Themenstart

Ja! Wenn du meinst persönlich und beleidigend zu werden mit dem Denken von der Wand bis...

smonkey 27. Dez 2021 / Themenstart

Im letzten hervorragenden Artikel vor ein paar Monaten, lag der Fokus noch ziemlich stark...

KlugKacka 27. Dez 2021 / Themenstart

Da gibts aber nix von der Lebensversicherung. Und vlt. will man seine Frau auch nicht...

mackes 27. Dez 2021 / Themenstart

Wie kommst du auf das dünne Brett? Wäre es Promo, würde die Serie erstens viel mehr im...

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