Department of Energy: Tachyum will 20-Exaflops-Supercomputer bauen

Auf Basis künftiger Prodigy-Chips soll ein System entstehen, das sehr schnell ist und für einen Supercomputer wenig Energie benötigt.

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Als Modell im FPGA: Tachyums Prodigy-Prozessor
Als Modell im FPGA: Tachyums Prodigy-Prozessor (Bild: Tachyum)

Tachyum hat sich nach eigenen Angaben für einen neuen Supercomputer für das US-amerikanische Energieministerium beworben. Das Department of Energy (DoE) will ein System, das die fünf- bis zehnfache Leistung heutiger Supercomputer aufweist, 20 bis 60 Megawatt benötigt und zwischen 2025 bis 2030 einsatzbereit ist (PDF).

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Geht es nach Tachyum, sind 20 Megawatt und 2025 kein Problem, mehr noch: Der Hersteller sagt, der vorgeschlagene Supercomputer soll 20 Exaflops auf Basis kommender Prodigy-Prozessoren erreichen, was weit über dem fünf- bis zehnfachen Faktor verglichen mit heutigen Rechnern liegen würde.

Denn das derzeit schnellste gelistete System der Welt, der dem DoE unterstehende Frontier, erreicht eine theoretische FP64-Spitzenleistung von 1,686 Exaflops und eine praktische von 1,102 Exaflops im Linpack. Dabei wendet er 21 Megawatt auf, gemessen im laufenden Benchmark-Betrieb wohlgemerkt.

Prodigy-Zukunft ist fraglich

Für den neuen Supercomputer will Tachyum einen zukünftigen Chip einsetzen, etwa den Prodigy 2. Das aktuelle Modell, der Prodigy T16128-AIX, ist ein 128-Kerner mit bis zu 5,7 GHz und 950 Watt. Ein solcher Prozessor erreicht dem Hersteller zufolge 180 Teraflops mit FP64-Genauigkeit, der Prodigy 2 soll die Performance in etwa verdoppeln.

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Ob und wann dieser jedoch erscheint, ist angesichts der Historie des Wunderkind-Chips zumindest fraglich: Der Prodigy wurde um Jahre verschoben, als Grund gibt Tachyum angeblich von Cadence vorenthaltene IP wie PCIe-Interfaces an. Solche Blöcke werden oft zugekauft, Tachyum hat primär die CPU-Kerne mit VLIW-Architektur entwickelt.

Supercomputer im Allgemeinen werden für vielerlei Berechnungen verwendet, von der Astrophysik bis zum Wetter. Gerade mit den (geplanten) Systeme des US-Energieministeriums, genauer dessen National Nuclear Security Administration (NNSA), wird aber auch an militärisch zu nutzender Kernenergie im Rahmen der nationalen Sicherheit geforscht, was Atomantriebe und -waffen sowie Stockpile umfasst.

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