Department of Defense: Intel erhält Zuschlag für US-Militär-Prozessoren

Das fortschrittliche, hauseigene Chip-Packaging sichert Intel einen Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium.

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Intel-Techniker mit Patrioten-Schutzbrille vor Wafer
Intel-Techniker mit Patrioten-Schutzbrille vor Wafer (Bild: Intel)

Intel wird künftig weitere Prozessoren für Cyber-Systeme und Waffen des US-Militärs produzieren. Der Hersteller konnte sich einen Zuschlag für die zweite Phase des SHIP-Projekts sichern, welches dem US-Verteidigungsministerium (Department of Defense, DoD) untersteht. Konkret sind die Packaging-Möglichkeiten von Intel gefragt, womit multiple Chiplets auf einem gemeinsamen Träger zu einem großen Prozessor verbunden werden.

SHIP steht für State of the Art Heterogeneous Integration Prototype und beschreibt ein Projekt des Naval Surface Warfare Center, Crane Division. Intel hatte sich bereits in der ersten Phase einen Vertrag sichern können, wobei mit Xilinx auch ein weiterer US-Hersteller einen Teil des Projekts erfüllt. Xilinx ist der weltgrößte Entwickler von programmierbaren Schaltungen (FPGAs), den zuvor zweitgrößten - Altera - hatte Intel im Juni 2015 für 16,7 Milliarden US-Dollar übernommen.

Das US-Verteidigungsministerium will sich durch die Fertigung und das Packaging von Prozessoren - sprich: kritischer Infrastruktur für das Militär - im Inland unabhängiger von ausländischen Unternehmen machen, womit vor allem die eigene Position verglichen zu China gestärkt werden soll. Zu diesem Zweck hat das Department of Defense auch ein Abkommen mit dem weltgrößten Auftragsfertiger, TSMC aus Taiwan, getroffen, wonach dieser bis 2024 eine 5-nm-Fab im US-Bundesstaat Arizona errichtet. Dort stehen auch vier Werke von Intel, etwa die Fab 42.

China versucht seit Jahren, die Entwicklung und Fertigung von Chips für das Militär im eigenen Land voranzutreiben. Daher wollen die USA auch die größte chinesische Foundry lahmlegen, die SMIC (Semiconductor Manufacturing International Corporation). Hintergrund der möglichen Exportbeschränkungen und damit quasi eines Handelsembargos ist der Vorwurf, dass die Foundry mit der staatlichen CETC (China Electronics Technology Group Corporation) zusammenarbeite und indirekt auch Rüstungsprojekte unterstütze.

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