• IT-Karriere:
  • Services:

Denverton: Intel plant Atom C3000 mit bis zu 16 Goldmont-CPU-Kernen

Deutlich mehr Leistung für Storage-Systeme: Die neuen Atom C3000 basieren auf der drastisch verbesserten Goldmont-Architektur, zu der Intel endlich Details nennt. Mit bis zu 16 Kernen ziehen die Denverton-Chips mit den Xeon D-1500 gleich, die Intel ebenfalls bis Sommer 2017 aktualisieren will.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Atom C3000 und die aktualisierten Xeon D-1500 sollen im Sommer 2017 erscheinen.
Die Atom C3000 und die aktualisierten Xeon D-1500 sollen im Sommer 2017 erscheinen. (Bild: Intel)

Intel hat die Atom C3000 alias Denverton angekündigt. Die neue CPU-Serie eignet sich unter anderem für NAS- oder generell Storage-Systeme. Spannend an diesen Chips sind die bis zu 16 Kerne bei 2,2 GHz und vor allem deren Goldmont-Architekur. Zu der hatte sich Intel bisher kaum geäußert, mittlerweile nennt der Hersteller aber interessante Einzelheiten in seinem Architectures Optimization Reference Manual (PDF).

  • Die Atom C3000 und die aktualisierten Xeon D-1500 sollen im Sommer 2017 erscheinen. (Bild: Intel)
  • Beide Chipfamilien sind für das Router- und Storage-Segment gedacht. (Bild: Intel)
  • Verbesserungen von Silvermont zu Goldmont (Bild: Intel)
  • Verbesserungen von Silvermont zu Goldmont (Bild: Intel)
  • Verbesserungen von Silvermont zu Goldmont (Bild: Intel)
  • Blockdiagramm von Goldmont (Bild: Intel)
Die Atom C3000 und die aktualisierten Xeon D-1500 sollen im Sommer 2017 erscheinen. (Bild: Intel)
Stellenmarkt
  1. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Freital bei Dresden
  2. Universitätsklinikum Frankfurt, Frankfurt am Main


Die Denverton-Chips hatte Intel ursprünglich 2013 angekündigt, seitdem war es still um die Prozessoren. Im Briefing Call zum XMM 7560 genannten Gigabit-LTE-Modem wurden sie nicht erwähnt. Erst auf unsere Nachfrage - wir hatten die Folien vorab durchgesehen - versicherte uns Intel, wir würden weiterführende Informationen erhalten. Das ist bis dato nicht geschehen, so dass wir auf andere Quellen zugreifen müssen und nicht alle Modelle kennen.

Atom mit vielen Kernen

Wie Benchmarks in der Datenbank von Sisoft Sandra zeigen, verfügt der Atom C3955 über 16 Kerne bei bis zu 2,1 GHz. Der Chip hat ein 128 Bit breites Dual-Channel-Interface für bis zu 128 GByte DDR4-Speicher, 16 PCIe-Gen3-Lanes und 16 Sata-6-GBit/s-Ports. In Intel eigener Art findet sich der Atom C3338 mit zwei Kernen bei 1,5 bis 2,2 GHz und Single-Channel-Interface für DDR4-1866 und 64 GByte. Die Fehlerkorrektur ECC scheinen alle Denverton zu unterstützen, Gleiches gilt für vier 2,5G-Ethernet-Ports.

Gefertigt werden die Atom C3000 wie die wegen eines fehlerhaften LPC-Interface in der Kritik stehenden Atom C2000 in Intels eigenem 14FF-Herstellungsverfahren. Bei bis zu 16 statt bis zu 8 Kernen dürfte die TDP allerdings deutlich über den bisherigen 20 Watt liegen - 30 bis 35 Watt erscheinen uns realistisch. Der Atom C3338 benötigt allerdings nur 9 Watt.

  • Die Atom C3000 und die aktualisierten Xeon D-1500 sollen im Sommer 2017 erscheinen. (Bild: Intel)
  • Beide Chipfamilien sind für das Router- und Storage-Segment gedacht. (Bild: Intel)
  • Verbesserungen von Silvermont zu Goldmont (Bild: Intel)
  • Verbesserungen von Silvermont zu Goldmont (Bild: Intel)
  • Verbesserungen von Silvermont zu Goldmont (Bild: Intel)
  • Blockdiagramm von Goldmont (Bild: Intel)
Verbesserungen von Silvermont zu Goldmont (Bild: Intel)

Neu bei den Denverton ist die Goldmont-CPU-Architekur, die schon bei den aktuellen Celeron- und Pentium-Prozessoren (Apollo Lake) für Mini-PCs oder Notebooks sowie bei den Maker-Chips (Broxton) eingesetzt wird. Verglichen mit der bisherigen Silvermont-Technik und deren Shrink namens Airmont hat Intel die Architektur kräftig überarbeitet.

Bessere Sprungvorhersage und längere Pipeline

Das Frontend kann drei statt zwei Befehle pro Takt decodieren und in einem eigenen 16 KByte großen Cache puffern. Zwar ist zumindest der L1-Daten-Cache nicht angewachsen, dafür hat Intel diverse Puffer wie den Data TLB verdoppelt bis vervierfacht. Eine dritte Integer-Pipeline, wie gehabt mit drei ALUs, steigert die Rechenleistung. Die Gleitkommaeinheit arbeitet nun nach dem Out-of-Order- statt dem In-Order-Prinzip. Die Pipeline wächst von 10 auf 12 Stufen, ergo hat Intel auch die Sprungvorhersage verbessert.

Goldmont muss sich nicht für einen Load oder einen Store pro Takt entscheiden, sondern kann beides parallel ausführen. Hinzu kommt eine drastisch gesteigerte AES-Geschwindigkeit, und die CPU-Kerne unterstützen per SHA1 wie SHA256 in Hardware, was die Verschlüsselungsleistung enorm erhöht.

Offenbar möchte Intel auch die Xeon D-1500 genannte CPU-Serie aktualisieren, die genauso wie die Atom C3000 im Sommer 2017 erscheinen soll. Bisher basieren diese Chips auf der Broadwell-Architektur und nutzen bis zu 16 Kerne, etwa der Xeon D-1587.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Mobile-Angebote
  1. (u. a. Apple iPhone 11 Pro Max 256GB 6,5 Zoll Super Retina XDR OLED für 929,98€)
  2. 159,99€ (mit Rabattcode "POWERFRIDAY20" - Bestpreis!)
  3. 699€ (mit Rabattcode "POWERFRIDAY20" - Bestpreis!)

Kunterbunt 21. Feb 2017

"Eine dritte Integer-Pipeline, wie gehabt mit drei ALUs, steigert die Rechenleistung und...

ms (Golem.de) 21. Feb 2017

Die Atoms waren schon immer besonders ;-)


Folgen Sie uns
       


Drive Pilot der S-Klasse ausprobiert

Die neue S-Klasse von Mercedes-Benz soll erstmals dem Fahrer die Verantwortung im Stau abnehmen.

Drive Pilot der S-Klasse ausprobiert Video aufrufen
Radeon RX 6800 (XT) im Test: Die Rückkehr der Radeon-Ritter
Radeon RX 6800 (XT) im Test
Die Rückkehr der Radeon-Ritter

Lange hatte AMD bei Highend-Grafikkarten nichts zu melden, mit den Radeon RX 6800 (XT) kehrt die Gaming-Konkurrenz zurück.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Radeon RX 6800 (XT) Das Unboxing als Gelegenheit
  2. Radeon RX 6000 AMD sieht sich in Benchmarks vor Nvidia
  3. Big Navi (RDNA2) Radeon RX 6900 XT holt Geforce RTX 3090 ein

In eigener Sache: Golem-PCs mit Ryzen 5000 und Radeon RX 6800
In eigener Sache
Golem-PCs mit Ryzen 5000 und Radeon RX 6800

Mehr Leistung zum gleichen Preis: Der Golem Highend wurde mit dem Ryzen 5 5600X ausgestattet, die Geforce RTX 3070 kann optional durch eine günstigere und schnellere Radeon RX 6800 ersetzt werden.

  1. Video-Coaching für IT-Profis Shifoo geht in die offene Beta
  2. In eigener Sache Golem-PCs mit RTX 3070 günstiger und schneller
  3. In eigener Sache Die konfigurierbaren Golem-PCs sind da

Demon's Souls im Test: Düsternis auf Basis von 10,5 Tflops
Demon's Souls im Test
Düsternis auf Basis von 10,5 Tflops

Das Remake von Demon's Souls ist das einzige PS5-Spiel von Sony, das nicht für die PS4 erscheint - und ein toller Einstieg in die Serie!
Von Peter Steinlechner


      •  /