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Denuvo-Chef Reinhard Blaukovitsch
Denuvo-Chef Reinhard Blaukovitsch (Bild: Denuvo)

Denuvo: "Verdammt gute Leute versuchen, unseren Schutz zu cracken"

Denuvo-Chef Reinhard Blaukovitsch
Denuvo-Chef Reinhard Blaukovitsch (Bild: Denuvo)

Die PC-Versionen von Dishonored 2, Battlefield 1 und Fifa 17 haben eines gemein: Vor unerlaubtem Vervielfältigen schützt die Anti-Tamper-Software von Denuvo. Golem.de hat mit Firmenchef Reinhard Blaukovitsch über die Sicherheitskonzepte und die Cracker-Szene gesprochen.
Von Peter Steinlechner

Wenn Torschüsse in Fifa im Publikum landen oder Batman mitten im Flug abstürzt wie ein Stein, dann kann das einen ziemlich einfachen Grund haben: Der Spieler hat das Spiel nicht gekauft, sondern sich eine illegale Kopie aus einer zwielichtigen Ecke im Internet heruntergeladen. Falls die Spielentwickler ihr Werk mit der Anti-Tamper-Software von Denuvo aus Salzburg geschützt haben, merkt das der Spieler daran, dass allerlei merkwürdige Dinge geschehen und Fußballspiel oder Fledermausmann-Abenteuer nicht wie vorgesehen funktionieren.

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  • Bei Denuvo in Salzburg arbeiten rund 40 Mitarbeiter an Anti-Tamper-Programmen. (Bild: Denuvo)
Bei Denuvo in Salzburg arbeiten rund 40 Mitarbeiter an Anti-Tamper-Programmen. (Bild: Denuvo)

Die Software von Denuvo ist kein klassischer Kopierschutz, der etwa das Vervielfältigen einer Disc verhindert. Stattdessen sorgt die Software unter anderem dafür, dass die Online-DRM-Systeme von Plattformen wie Steam oder Origin nicht umgangen werden. Denuvo gilt derzeit als Marktführer, aktuelle Titel wie Dishonored 2 und Battlefield 1 verwenden die Software.

Cracker haben eine klare Meinung zu Denuvo: "Wenn ich mir die aktuelle Entwicklung der Verschlüsselungstechnologie ansehe, dann befürchte ich, dass es in zwei Jahren keine kostenlosen Spiele mehr geben wird", sagte die aus China stammende Gründerin und Chefin des berühmt-berüchtigten Kollektivs 3DM Anfang 2016 über das von Denuvo geschützte Just Cause 3.

Die Entwickler von Denuvo sind sich trotz des Erfolgs über eines im Klaren: Gruppen wie 3DM oder das vermutlich italienische Team CPY, das im Sommer 2016 die PC-Version von Rise of the Tomb Raider geknackt hat, gehen mit hohem Aufwand und viel Expertise vor. "Da versuchen schon verdammt gute Leute, unseren Schutz zu cracken", sagt Firmenchef Reinhard Blaukovitsch im Gespräch mit Golem.de.

Blaukovitsch geht davon aus, dass die meisten seiner "Gegner" eine universitäre Ausbildung haben. Zumindest müsse es sich um sehr leidenschaftliche Autodidakten handeln, die über Fähigkeiten wie das Lesen und Schreiben von Assembler verfügten. Mit seinem Team beobachtet er die Szene natürlich.

Wenn ein Crack wie der für Rise of the Tomb Raider auftaucht, wird der heruntergeladen und analysiert. Aber einen echten Austausch mit den Crackern gebe es nicht, sagt er: "Die richtig guten Leute schreiben nicht in Foren - da melden sich nur die, die sich wichtigmachen wollen." Die Szene sei global vernetzt und arbeite im Dunklen, schließlich geht es auch um viel Geld - wer ein populäres Spiel geknackt habe, könne mit Werbung auf Warez-Seiten einiges verdienen.

Bei Spielentwicklern ist Denuvo beliebt, weil die Software in den ersten Wochen und Monaten nach der Erstveröffentlichung bislang einen sehr zuverlässigen Schutz geboten hat. Aber es gibt noch einen anderen Grund: Denuvo hat keine Nebenwirkungen - anders als bei älteren Kopierschutzsystemen wie dem berühmt-berüchtigten SecuROM werden auf der Festplatte des Nutzers keine versteckten oder gar problematischen Dateien angelegt, und negative Auswirkungen auf das Spiel und dessen Leistung gibt es ebenfalls nicht.

'Endlich mal Fehler einbauen!' 

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My1 24. Nov 2016

aber als demo reichts. bis denuvo geknackt wurde.

Achranon 24. Nov 2016

Es klappte für Witcher 3, aber ob das auch für andere Spiele gilt ist die Frage.

blariog 23. Nov 2016

Du meinst also, alle Leute spielen eigentlich dauernd Multiplayer. Und Fallout4 oder...

blariog 23. Nov 2016

Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Leute die Spiele antesten und dann gleich auf...

der_wahre_hannes 22. Nov 2016

Da bin ich aber mal mächtig ins Fettnäppfchen getreten. :) Ich meinte natürlich FPS...



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