Denuvo: Piratengruppe geht in den Ruhestand

Die in der Warez- und Cracker-Szene bekannte Gruppe Codex gibt auf. Die Ankündigung erfolgte über Versionshinweise(öffnet im neuen Fenster) zu ihrem letzten veröffentlichten Crack für den Sims-4-DLC My Wedding Stories.
2017 veröffentlichte die Gruppe Mittelerde – Schatten des Krieges am offiziellen Releasetag auf Tauschbörsen, nachdem sie den Kopierschutz von Denuvo umgangen hatte(öffnet im neuen Fenster) .
Codex war seit Anfang 2014 aktiv. Als Gründungsgedanken nannte die Gruppe das Ziel, der "zu diesem Zeitpunkt dominierenden PC-Spiele-Gruppe Reloaded eine ernsthafte Konkurrenz zu bieten" .
Dieser Konkurrenzgedanke wird auch als Grund für die Auflösung angeführt. Reloaded habe sich aufgelöst und die Szene weniger interessant gemacht. "Jetzt, Jahre nachdem wir unser ursprüngliches Ziel erreicht haben, ist es an der Zeit, weiterzugehen" , schreibt Codex.
Kopierschutz hat einen schlechten Ruf
Der Kopierschutz des österreichischen Unternehmens Denuvo galt lange als unüberwindbar. Sogar etablierte Cracker-Gruppen wie 3DM schätzten 2016 , dass in Zukunft "keine Cracks mehr möglich" seien. Nur wenige Monate später wurde das System von Denuvo bei Rise of the Tomb Raider erstmals erfolgreich umgangen – unter Beteiligung von Codex.
Denuvos Software wird von Spielern immer wieder verdächtigt, die Performance von Spielen negativ zu beeinflussen. Auch wenn sich solche Meldungen wie im Fall von Deathloop häufig als falsch herausstellen , kommt so etwas durchaus vor. Im letzten Jahr berichtete Digital Foundry , dass die gecrackte Version von Resident Evil Village ohne Ruckler laufe.



