Denuvo Anti-Cheat: PC-Spieler empört über Kernel-Treiber für Doom Eternal

Seit dem letzten Update für Doom Eternal läuft das Actionspiel auf PCs nur mit dem Kernel-Treiber von Denuvo Anti-Cheat.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Doom Eternal
Artwork von Doom Eternal (Bild: Bethesda)

Die Reaktionen waren abzusehen: Nach und nach stellen immer mehr PC-Spieler fest, dass sie für das Mitte März 2020 veröffentlichte Doom Eternal seit dem großen Inhaltsupdate vom 14. Mai 2020 auch einen Kernel-Treiber für eine neue Software namens Denuvo Anti-Cheat installieren müssen.

Stellenmarkt
  1. DevOps Engineer Schwerpunkt Microsoft Azure DevOps (m/w/d)
    SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal
  2. Mitarbeiter für Konzeption und Qualitätssicherung (m/w/d)
    ADG Apotheken-Dienstleistungsgesellschaft mbH, Fürth, Mannheim
Detailsuche

In der Community kommt das gar nicht gut an. So vergeben viele Spieler auf Steam negative Bewertungen für Doom Eternal. Bei den meisten ist Denuvo Anti-Cheat der einzige Kritikpunkt. "Sorry, aber ich installiere keinen Kernel-Mode-Treiber, nur damit ich den Single-Player Part spielen kann", schreibt einer der Spieler.

Unter Linux laufe das Spiel nun gar nicht mehr, meldet ein anderer. Weitere konkrete Probleme mit dem Anti-Cheat-Schutz von Denuvo werden zumindest bislang nicht gemeldet.

Viele Gamer stört offenbar auch das grundsätzliche Vorgehen von Publisher Bethesda, der zwei Monate nach Veröffentlichung des Spiels plötzlich eine Software zur Voraussetzung zum Spielen mache, ohne dass dies vorher absehbar war.

Die grundsätzliche Ablehnung von derartiger Software ist verständlich: Gerade erst hat Riot Games für Valorant einen ähnlichen Treiber namens Vanguard veröffentlicht, der zumindest in Einzelfällen die Hardware des Rechners lahmgelegt hat - neben Tastaturen und Mäusen soll auch die Kühlung deaktiviert worden sein.

Riot Games hat Vanguard inzwischen aktualisiert, so dass Nutzer die Ausführung der Software unterbrechen können; sie kann außerdem jederzeit zusammen mit Valorant deinstalliert werden. Zum Verwenden von Valorant muss sie aber installiert sein und laufen.

Beim Deinstallieren von Doom Eternal wird Denuvo Anti-Cheat automatisch entfernt - dann lässt sich das Spiel aber nicht mehr starten. Spieler, die Doom Eternal direkt über Bethesda.net verwenden, müssen den Treiber über Windows manuell entfernen.

Denuvo Anti-Cheat stammt von dem österreichischen Unternehmen Denuvo, das bisher vor allem für die gleichnamige Anti-Tamper-Software (Kopierschutz) bekannt ist. Anti-Cheat ist neu - Doom Eternal ist das erste Spiel, bei dem der Treiber zum Einsatz kommt.

Er soll das Schummeln in Multiplayerpartien verhindern oder zumindest stark erschweren. Vermutlich taucht Denuvo Anti-Cheat früher oder später auch in anderen PC-Games auf.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Razer Blade 14 im Test
Der dreifach einzigartige Ryzen-Laptop

Kompakter und flotter: Das Razer Blade 14 soll die Stärken des Urmodells mit der Performance aktueller Hardware vereinen - mit Erfolg.
Ein Test von Marc Sauter

Razer Blade 14 im Test: Der dreifach einzigartige Ryzen-Laptop
Artikel
  1. Wettbewerb: EU soll Untersuchung von Googles Werbegeschäft planen
    Wettbewerb
    EU soll Untersuchung von Googles Werbegeschäft planen

    Die EU-Kommission lässt Google keine Pause: Als Nächstes soll das Werbegeschäft genau auf Wettbewerbseinschränkungen untersucht werden.

  2. Oberleitungs-Lkw: Herr Gramkow will möglichst weit elektrisch fahren
    Oberleitungs-Lkw
    Herr Gramkow will möglichst weit elektrisch fahren

    Seit anderthalb Jahren fährt ein Lkw auf der A1 elektrisch an einer Oberleitung. Wir haben die Spedition besucht, die ihn einsetzt.
    Ein Bericht von Werner Pluta

  3. Chipfertigung: Intel plädiert für höhere Subventionen in Europa
    Chipfertigung
    Intel plädiert für höhere Subventionen in Europa

    Wenn Europa wieder mehr Chips fertigen will, muss sich das Subventionsangebot verbessern, erklärt Intels Deutschlandchefin.

dura 19. Mai 2020

Macht es nicht.

My1 19. Mai 2020

ich sehe bei online cheating kein problem wenn alle in einem Match damit kein problem...

Donar7 19. Mai 2020

Kleiner Tipp ich hab denen anderweitig ein Ei gelegt, nutzen wir doch die EU-DSGVO aus...

Lirumlarum 19. Mai 2020

Wäre ne gute Überschrift gewesen ;)

t_e_e_k 19. Mai 2020

....wird durch ein derartigen Treiber, eine ausgenutzte Sicherheitslücke in das System...


Folgen Sie uns
       


  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Orange Week bei Cyberport mit bis zu -70% • MSI Optix G32CQ4DE 335,99€ • XXL-Sale bei Alternate • Enermax ETS-F40-FS ARGB 32,99€ • Prime-Filme leihen für je 0,99€ • GP Anniversary Sale - Teil 4: Indie & Arcade • Saturn Weekend Deals • Ebay: 10% auf Gaming-Produkte [Werbung]
    •  /