Dennis Muilenburg: Boeing entlässt seinen Konzernchef

Die Boeing 737 Max und zuletzt der Starliner sind fehlgeschlagene Projekte, die den Ruf des Konzerns merklich beschädigt haben. Das Unternehmen entlässt deshalb den Chef Muilenburg - in der Hoffnung, mit einer neuen Führung den Ruf wieder aufzubauen.

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Dennis Muilenburg dürfte traurige Weihnachten feiern.
Dennis Muilenburg dürfte traurige Weihnachten feiern. (Bild: Jim Young/Reuters)

Der Chef des Flugzeugbauers Boeing, Dennis Muilenburg, tritt zurück. Er wird am 13. Januar 2020 vom bisherigen Verwaltungsratschef David Calhoun abgelöst. Der Abgang ist laut der Nachrichtenagentur Reuters wohl nicht freiwillig vollzogen worden. Muilenburg sei vom Unternehmen gekündigt worden. Der Konzern begründete seine Entscheidung damit, dass ein Führungswechsel zur Wiederherstellung des Vertrauens nötig sei. Muilenberg war seit 34 Jahren bei Boeing beschäftigt. 1985 hatte er als Praktikant dort angefangen.

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In letzter Zeit machte Boeing unter Muilenburgs Führung vor allem durch das Flugzeug 737 Max negative Schlagzeilen. Zwei Mal stürzte eine Maschine ab und riss 346 Menschen in den Tod. Seitdem fliegt keine einzige 737 Max bei Kunden mehr. Das werde sich erst 2020 ändern, wenn zusätzliche Softwareupdates und Pilotenschulungen für den Fugzeugtyp unternommen worden seien, hieß es.

Fehlschlag zu Luft und im Weltall

Vor kurzem hatte Boeing die Produktion der 737 Max eingestellt. Die Lager seien voll mit knapp 400 Maschinen. Nun solle erst die Auslieferung bereits gebauter Flugzeuge anlaufen. Produktionspersonal in den Werken soll nicht entlassen, sondern auf andere Teams und auf andere Projekte aufgeteilt werden. Bei einem Führungswechsel könnte sich diese Strategie aber ändern.

Auch das Weltraumprojekt Starliner konnte nicht wie vorgesehen starten. Ein Softwarefehler sorgte wohl für Fehlfunktionen, so dass das Fluggerät wieder auf der Erde landen musste. Auch die 737 Max soll wohl durch fehlerhafte Software und nicht redundant angelegte Sensoren abgestürzt sein. Es wird sich zeigen, ob eine neue Führung im Unternehmen dessen guten Ruf wiederherstellen kann.

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