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Dennis Austin: Powerpoint-Mitbegründer mit 76 Jahren gestorben

Nachdem Dennis Austin an Lungenkrebs erkrankt war, ist er schließlich am 1. September gestorben. Seine Arbeit ist noch heute von großer Bedeutung.
/ Marc Stöckel
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Dennis Austin war viele Jahre Hauptentwickler der Präsentationssoftware Powerpoint. (Bild: pixabay.com / 200degrees)
Dennis Austin war viele Jahre Hauptentwickler der Präsentationssoftware Powerpoint. Bild: pixabay.com / 200degrees

Dennis Austin, ein Mitbegründer der weitverbreiteten Präsentationssoftware Powerpoint aus dem Hause Microsoft, ist am 1. September in seinem Haus in Los Altos, Kalifornien, im Alter von 76 Jahren gestorben. Die Todesursache ist einem Bericht der Washington Post(öffnet im neuen Fenster) zufolge der Lungenkrebs gewesen, an dem Austin erkrankt war. Die Metastasen sind dem Sohn des Verstorbenen zufolge bis in sein Gehirn vorgedrungen.

Bevor der Entwickler für das Softwareunternehmen Forethought arbeitete und dort zusammen mit Robert Gaskins und Tom Rudkin die erste Version von Powerpoint erschuf, studierte er laut The Verge(öffnet im neuen Fenster) Ingenieurwesen an mehreren Universitäten. Nur wenige Monate nach dem ersten Release der Präsentationssoftware im April 1987 für Apple Macintosh übernahm Microsoft Forethought für 14 Millionen US-Dollar.

Zwischen 1985 und 1996 war Dennis Austin der Hauptentwickler von Powerpoint. Auszügen aus Robert Gaskins Buch Sweating Bullets: Notes about Inventing Powerpoint zufolge soll Austin mindestens die Hälfte der wichtigsten Designideen zu der Anwendung beigesteuert haben. Wenn Austin die Software nicht entwickelt hätte, hätte "niemand jemals von ihr gehört" , so der Mitentwickler Gaskins in seinem Buch.

Powerpoint ist noch immer weit verbreitet

Powerpoint gehört auch 36 Jahre nach dem ersten Release noch zu den alltäglich genutzten Programmen vieler Büros und existiert inzwischen auch als Web-Variante. Durch Google Docs Editors, Libreoffice und zahlreiche andere Office-Pakete hat Powerpoint allerdings inzwischen auch reichlich Konkurrenz bekommen.

Die Software ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil von Microsoft Office - selbst die jüngst von dem Redmonder Konzern angekündigten KI-Tools für Microsoft 365 machen vor der weitverbreiteten Präsentationsanwendung nicht halt. Wie viele der von Austin selbst niedergeschriebenen Codezeilen der Powerpoint-Quellcode heute noch beherbergt, ist allerdings nicht bekannt.


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