Denkmalschutz: Projekt "Freies WLAN für Berlin" verzögert sich

Bisher kommt das freie WiFi in Berlin wegen Bürokratie nicht voran. Erst Monate später als angekündigt könnte es losgehen. "Jeder einzelne der 650 Standorte erfordert Vorgespräche vor Ort", betonte der Chef der Betreiberfirma.

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Login des freien WiFi
Login des freien WiFi (Bild: Abl Social Federation)

Der Aufbau des Projekts "Freies WLAN für Berlin" kommt nicht wie geplant voran. Ab Anfang 2016 sollte das Netz in Betrieb gehen. Nun sollen erst im Juni die ersten Hotspots freigeschaltet werden. Darauf habe das Betreiberunternehmen sich mit der Berliner Senatskanzlei in der vergangenen Woche geeinigt, sagte der Sprecher der Firma ABL Social Federation dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). "Eine konsequente Projektsteuerung sieht anders aus. Der ursprüngliche Zeitplan war wohl gar nichts wert", kritisierte Stefan Gelbhaar (Grüne).

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"Jeder einzelne der 650 Standorte erfordert Vorgespräche vor Ort", betonte der Chef der Betreiberfirma, Benjamin Akinci. Andere Projekte an bereits Tausenden Standorten weltweit seien erfolgreich in Betrieb gesetzt worden.

"Für eine wirklich großflächige Ausleuchtung des Berliner Stadtgebiets sind 650 Hotspots zu wenig", sagte Akinci. Ein weiterer Ausbau auf insgesamt 2.000 Hotspots mit Partnern werde realisiert. Dieses erweiterte Ziel soll bis spätestens Ende 2017 erreicht werden.

Ein Sprecher der Senatskanzlei begründete die Verzögerungen damit, dass die Abstimmung vor allem im Bezirk Mitte erheblich länger dauere als geplant. An zentralen Standorten fehle hier noch die Zustimmung der unteren Denkmalschutzbehörde. Die Senatskanzlei gehe nur noch von 500 Standorten aus, die bis zum Ende des Sommers betriebsbereit sein können.

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Der Senat fördert das Projekt mit 170.000 Euro für zwei Jahre. Die weiteren Kosten deckt das Unternehmen durch Werbepartner ab. Beim Login soll es Werbung für 10 Sekunden geben und am Ende einen Link auf eine Webseite. Der Werbepartner ist Audible.

Die Abl Social Federation ist ein IT-Systemhaus, das im August 2013 gegründet wurde und seinen Sitz in Fürth hat. Die Firma wird laut Senatskanzlei insgesamt 650 WLAN-Access Points an und in öffentlichen Gebäuden (Rathäuser, Bürgerämter, Bibliotheken) anbringen, davon 325 Indoor und 325 Outdoor Access Points. Das WLAN-Angebot werde zeitlich unbegrenzt und kostenfrei nutzbar sein, nicht nur in der Innenstadt, sondern in allen interessierten Bezirken.

200 Freifunk-Hotspots vorhanden

In den vergangenen sieben Jahren sind drei Versuche gescheitert, ein stadtweites WLAN-Netz in Berlin aufzubauen. In Berlin gibt es aber bereits über 200 Freifunk-Hotspots.

Deutschland verfügte im Sommer 2015 laut Bitkom über rund eine Million öffentlich zugänglicher WLAN-Hotspots. Davon waren jedoch lediglich 15.000 tatsächlich offene und frei zugängliche Hotspots, die Nutzer ohne Registrierung oder Identifikation für den Netzzugang verwenden können.

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Berner Rösti 29. Mär 2016

Mal eine ernst gemeinte Frage: Wozu braucht man eigentlich all diese WLAN-Hotspots in der...

timo.w.strauss 29. Mär 2016

ich hab ja nix gegen bürokratie, aber wenn die leute die sie geschaffen haben dann...

ThorstenFunpeter 28. Mär 2016

Für eine Millionenstadt wie Berlin hört sich das sehr wenig an. Wir in Paderborn haben...

SteamKeys 28. Mär 2016

das wlan ist für touristen. roaming-gebühren sind da unter umständen immernoch...

SteamKeys 28. Mär 2016

1 1/2 Jahre für's Rollout - und 3 Jahre für die Entwicklung. Sowas wie ne Verzögerung...



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