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Denic: Journalisten erhalten wieder Zugang zu Whois-Daten

Die Denic hat wegen der DSGVO den Zugriff auf Whois-Daten stark eingeschränkt. Nun werden die Bestimmungen für Medien wieder gelockert. Wenn die Voraussetzungen stimmen.

Artikel veröffentlicht am ,
Journalisten erhalten von der Denic wieder Whois-Auskünfte.
Journalisten erhalten von der Denic wieder Whois-Auskünfte. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Journalisten können künftig wieder Auskünfte über die Inhaber von .de-Domains erhalten. Das Deutsche Network Information Center (Denic) habe sich nach Gesprächen mit dem Deutschen Journalisten-Verband (DJV) und dem Netzwerk Recherche auf eine Lösung verständigt, berichtete das Netzwerk Recherche in einem Newsletter vom 26. November 2018. Nach dem Inkrafttreten der EU-Datenschutz-Grundverordnung war die Whois-Anfrage praktisch zu einer reinen Selbstauskunft umgestaltet worden.

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Auch Journalisten konnten danach nicht mehr ermitteln, welche Person oder Organisation hinter einer .de-Domain steckt. Diese Informationen sind aber oft hilfreich, um Fake-News aufzudecken oder einschätzen zu können, welche Zwecke mit einer neuen Domain verfolgt werden.

Legitimation erforderlich

Der nun getroffenen Vereinbarung zufolge erhalten Journalisten "Auskünfte über den Inhaber einer Domain und auch über historische Whois-Daten, sofern ein journalistisches Interesse verfolgt wird, das die Interessen am Schutz personenbezogener Daten des jeweiligen Domaininhabers überwiegt". Eine Anfrage mit dem automatisierten Auskunftssystem ist aber nicht möglich.

Statt dessen müssen sich Journalisten per E-Mail an die Denic wenden und sich entweder durch den eingescannten bundeseinheitlichen Presseausweis oder eine Bescheinigung der Redaktion legitimieren. Darüber hinaus müssen sie das Thema der Recherche nennen, damit die Denic überprüfen kann, "ob es um einen journalistischen Ansatz geht oder um ein privates Anliegen", heißt es weiter.

Wenige Anfragen erlaubt

Die Denic wolle dabei "so wenige Angaben von den Journalisten wie möglich, aber so viel wie nötig". Die Verbände hatten Bedenken angemeldet, dass eine ausführliche Darstellung der Recherchezwecke als Eingriff in die Pressefreiheit gewertet werden könne. Stichwortartige Angaben sollen jedoch genügen. Die Denic wolle entsprechende Anfragen umgehend beantworten.

Bislang sind Anfragen Dritter zu Domainangaben nur zu wenigen Zwecken möglich. So können Behörden zum Zwecke der Strafverfolgung, Gefahrenabwehr oder zur Durchsetzung von Pfändungsverfügungen anfragen. Außerdem können "Inhaber eines Namens- oder Kennzeichenrechts" ein berechtigtes Interesse im Sinne der DSGVO nachweisen, um Auskünfte zu erhalten, wenn etwa eine Webseite Markenrechte verletzt. Auch im Falle eines vollstreckbaren Titels etwa zur Pfändung einer Domain können Nutzer eine Auskunft beantragen.



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crazypsycho 29. Nov 2018

Da täuscht dein Eindruck aber gewaltig. Aber nicht per Post, was aber der übliche Weg...

crazypsycho 28. Nov 2018

Es gilt schon als geschäftsmäßig, wenn jemand anderes eine ähnliche Dienstleistung...

sss123 28. Nov 2018

Würde ausreichen, sich mit einem Private-Key als Inhaber einzutragen, falls man doch mal...

Cassiel 28. Nov 2018

Presse != Journalismus Man kann ja auch für die Presse arbeiten, ohne ein studierter...

x2k 28. Nov 2018

Naja jeder hat das Recht seine Meinung zu äußern egal wie bescheuert sie sein mag. Wenn...


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