Abo
  • IT-Karriere:

Denic: Deutsches Whois wird zur Selbstauskunft

Die Denic beschneidet den Funktionsumfang des Whois drastisch. Zugriff auf Personendaten bekommen nur noch Strafverfolger und Inhaber von Markenrechten.

Artikel veröffentlicht am ,
Whois kann jetzt deutlich weniger.
Whois kann jetzt deutlich weniger. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Das Deutsche Network Information Center (Denic) hat zum 25. Mai eine weitgehende Beschränkung des Informationsanspruchs für Whois-Informationen umgesetzt. Diese Informationen waren in den vergangenen Jahren nicht zuletzt für Sicherheitsforscher und Journalisten eine wichtige Ressource bei Recherchen. Begründet wird die Änderung mit der Datenschutz-Grundverordnung. Änderungen an dem System werden seit mehreren Jahren diskutiert.

Stellenmarkt
  1. Streit Service & Solution GmbH & Co. KG, Hausach bei Villingen-Schwenningen
  2. Vodafone GmbH, München

Letztlich wird die bisherige Anfrage in eine reine Selbstauskunft umgewandelt. Zu einer Domain werden zunächst nur noch der oder die Nameserver angezeigt, außerdem zwei nicht-personalisierte E-Mail-Adressen. Die eine soll für "allgemeine und technische Anfragen" genutzt werden, die zweite dient zur Anzeige einer missbräuchlichen Nutzung.

Nach Eingabe der mit der Domain verknüpften Postleitzahl des Inhabers wird eine E-Mail mit den hinterlegten Informationen an die bei der Registrierung verknüpfte E-Mail-Adresse versendet. Weitergehende Informationen gibt Denic nicht preis. Die E-Mail enthält nicht die Inhaberdaten selbst, sondern nur einen für zwölf Stunden gültigen Link. Dort ist der Domaininhaber und die Adresse hinterlegt, außerdem eine allgemeine Abuse-Adresse.

Ausnahmen nur für Behörden und Rechteinhaber

Ausnahmen soll es nur geben, wenn Behörden zum Zwecke der Strafverfolgung, Gefahrenabwehr oder zur Durchsetzung von Pfändungsverfügungen anfragen. Außerdem können "Inhaber eines Namens- oder Kennzeichenrechts" ein berechtigtes Interesse im Sinne der DSGVO nachweisen, um Auskünfte zu erhalten, wenn etwa eine Webseite Markenrechte verletzt. Allerdings wird das berechtige Interesse in der DSGVO als Grundlage für Datenverarbeitung und nicht als Erwägungsgrund für Auskunftsersuchen definiert.

Auch im Falle eines vollstreckbaren Titels etwa zur Pfändung einer Domain können Nutzer eine Auskunft beantragen. Bei der Bewertung, ob ein "berechtigtes Interesse" vorliegt, will die Denic "automatisierte und nicht-automatisierte Prozesse" einsetzen. Anfragen von Sicherheitsforschern und Journalisten fallen nach Angaben einer Denic-Sprecherin generell nicht unter die geschilderten Ausnahmen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. GRATIS
  2. (u. a. Star Wars, Architecture und Minecraft)
  3. 114,99€
  4. (u. a. GTA 5 für 12,99€, Landwirtschafts-Simulator 19 für 27,99€, Battlefield V für 32,99€)

My1 28. Mai 2018

mMn sollte das so gemacht werden dass von allem was keine Firma ist ne email adresse...

OmranShilunte 27. Mai 2018

bei bestehenden domains wird das so ohne weiteres nicht zu verhindern sein, dass noch...

HabeHandy 27. Mai 2018

Bei solchen Fällen gehe ich davon aus das es ein Fakeshop ist. Eine Domain sollte auf...

whitbread 27. Mai 2018

Nicht jede Domain ist eine öffentliche Webseite

Leseratte10 26. Mai 2018

Was bringt dir denn WHOIS (als Forenbetreiber), wenn du nur ne IP hast? Damit kriegst du...


Folgen Sie uns
       


Nintendo Game Boy - ein kurzer Rückblick

Tetris, Pokémon, Super Mario - wir fassen die Geschichte des Game Boy im Video zusammen.

Nintendo Game Boy - ein kurzer Rückblick Video aufrufen
e.Go Life: Ein Auto, das lächelt
e.Go Life
Ein Auto, das lächelt

Das Auto ist zwar klein, bringt aber sogar gestandene Rennfahrer ins Schwärmen: Das Aachener Unternehmen e.Go Mobile hat seine ersten Elektroautos ausgeliefert. In einer Probefahrt erweist sich der Kleinwagen als sehr dynamisch.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Eon-Studie Netzausbau kostet maximal 400 Euro pro Elektroauto
  2. EZ-Pod Renault-Miniauto soll Stadtverkehr in Kolonne fahren
  3. Elektromobilität EnBW will weitere 2.000 Schnellladepunkte errichten

LTE-V2X vs. WLAN 802.11p: Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?
LTE-V2X vs. WLAN 802.11p
Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?

Trotz langjähriger Verhandlungen haben die EU-Mitgliedstaaten die Pläne für ein vernetztes Fahren auf EU-Ebene vorläufig gestoppt. Golem.de hat nachgefragt, ob LTE-V2X bei direkter Kommunikation wirklich besser und billiger als WLAN sei.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Vernetztes Fahren Lobbyschlacht um WLAN und 5G in Europa
  2. Gefahrenwarnungen EU setzt bei vernetztem Fahren weiter auf WLAN

Lightyear One: Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom
Lightyear One
Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom

Ein niederländisches Jungunternehmen hat ein ungewöhnliches Fahrzeug entwickelt, das Luxus und Umweltfreundlichkeit kombiniert. Solarzellen auf dem Dach erhöhen die Reichweite um bis zu 220 Kilometer.
Von Wolfgang Kempkens

  1. Elektromobilität Verkehrsminister will Elektroautos länger und mehr fördern
  2. Elektroautos e.GO Mobile liefert erste Fahrzeuge aus
  3. Volkswagen Über 10.000 Vorreservierungen für den ID.3 in 24 Stunden

    •  /