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Denial of Service: Facebook löscht Cybercrime-Gruppen mit 300.000 Mitgliedern

Auf Facebook werden auch kriminelle Dienstleistungen beworben. Das soziale Netzwerk hat auf Berichte reagiert und Gruppen mit mehr als 300.000 Mitgliedern entfernt. Künftig soll das automatisiert geschehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Schild an Facebooks Firmenzentrale
Schild an Facebooks Firmenzentrale (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Facebook hat nach Angaben des Journalisten Brian Krebs zahlreiche Gruppen gelöscht, in denen zum Teil kriminelle Dienstleistungen angeboten oder beworben wurden. Erst vor wenigen Tagen hatte Krebs die Gruppen gefunden und an Facebook gemeldet. Ihm zufolge konnte er innerhalb weniger Stunden zahlreiche kriminelle Aktivitäten entdecken.

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In den Gruppen wurden kriminelle Dienstleistungen angeboten, die viele eigentlich eher mit Darkweb-Marktplätzen in Verbindung bringen dürften als mit dem sozialen Netzwerk. So fand Krebs Hinweise auf für Denial-of-Servie-Angriffe (dDoS) anmietbare Botnets, Kreditkartenmissbrauch oder in den USA verbreitete Betrugsmodelle mit angeblichen Steuerrückerstattungen. In einer von Krebs erstellten Übersicht der gefundenen Gruppen (PDF) zeigt sich, dass einige bereits seit sechs Jahren auf Facebook aktiv waren und von Facebooks Content-Teams bislang offenbar nicht gesperrt wurden.

Handel mit kopierten Kreditkartendaten beworben

Die meisten von Krebs gefundenen Gruppen wurden dafür eingerichtet, den Handel mit kopierten Kredit- und Debitkartendaten zu bewerben. Ein Sprecher von Facebook sagte: "Wir danken Herrn Krebs, dass er die Gruppen zu unserer Kenntnis gebracht hat, wir haben diese nach einer Untersuchung sofort entfernt." Die Gruppen würden gegen die Community-Standards des Unternehmens verstoßen und Nutzer seien angehalten, Inhalte zu melden, die sie als unangemessen empfinden. In Zukunft wolle man verstärkt mit künstlicher Intelligenz arbeiten, um besser proaktiv gegen unerwünschte Inhalte vorzugehen.

Die Auseinandersetzung um legitime Inhalte auf Facebook ist nicht neu: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg war bei einer Kongressanhörung zu den Vorgängen rund um die Datenanalysefirma Cambridge Analytica von Abgeordneten dafür kritisiert worden, dass auf Facebook seit Jahren auch Anzeigen für Opiate zu finden seien, die zu Abhängigkeiten führen könnten. Aktivisten kritisieren außerdem seit Jahren Facebooks Herangehensweise - weil viele rassistische Inhalte nicht gelöscht werden, dafür aber hart gegen Darstellungen von Nacktheit vorgegangen wird. Auch Zuckerberg hatte während der Anhörung oft betont, maschinelles Lernen und andere Formen der Automatisierung nutzen zu wollen, um Probleme bei der Moderation von Inhalten bei dem sozialen Netzwerk zu lösen.



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JTR 17. Apr 2018

Was Facebook machte könnte man selber als Cybercrime betiteln. Sie löschen sich in...


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