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Dendo Drive House: Mitsubishi macht Elektroauto zum Hausakku

Mitsubishi will auf dem Genfer Automobilsalon seine Lösung für Elektroautos vorstellen, mit der die Gefährte zu Hause als Akkus dienen können. Das sogenannte bidirektionale Laden soll nicht nur im Katastrophenfall Strom liefern.
/ Andreas Donath
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Dendo Drive House (Bild: Mitsubishi)
Dendo Drive House Bild: Mitsubishi

Mitsubishi stellt auf dem Internationalen Automobil-Salon Genf vom 5. bis 17. März 2019 einen Dienst namens Dendo Drive House vor, der es Besitzern von Elektroautos erlaubt, Energie automatisch zwischen dem Auto und dem Haus zu teilen. Das System könnte in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage den Strom im Elektroauto speichern, der tagsüber erzeugt wird. Wer den Strom dort nicht braucht, kann die Energie auch für das Haus verwenden - beispielsweise für die Beleuchtung oder die Klimatisierung.

Fahrzeugeinspeisung heißen solche Systeme, auch Vehicle to Home (V2H) genannt. Daneben existiert auch noch das Konzept Vehicle to Grid (V2G), das Mitsubishi aber nicht verfolgt. V2G sieht vor, dass das Auto nicht nur Strom aus dem Netz entnimmt, sondern auch wieder einspeist, etwa damit der Haushalt in Spitzenzeiten günstigen Strom hat oder um das Netz zu entlasten.

Das Mitsubishi-Paket, das auf Japanisch Dendo(öffnet im neuen Fenster) heißt, besteht aus Solarmodulen, einem bidirektionalen Ladegerät mit Vehicle-to-Home (V2H)-Technologie und einem Heimakku. Es kann beispielsweise mit einem Mitsubishi-Plugin-Hybridfahrzeug genutzt werden. Das wird auch einer der Gründe sein, weshalb ein zusätzlicher Heimakku benötigt wird - die Speicherkapazität eines Plugin-Hybrids ist einfach zu gering. Außerdem muss der erzeugte Strom auch gespeichert werden, wenn das Auto nicht am Haus angeschlossen ist.

Mitsubishi Dendo House
Mitsubishi Dendo House (00:34)

Zur Akkukapazität machte das Unternehmen bisher keine Angaben. Angeblich soll die Lösung ohne das Fahrzeug inklusive Steuereinheit für das hauseigene Stromnetz und den Wechselstromwandler unter 5.000 Euro kosten, wobei der Nutzer sich dann die Wallbox spart, die er sonst für das Aufladen zu Hause braucht. Das System soll vermutlich ab Frühjahr 2019 angeboten werden.


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