Demolition Man: Die Wahrheit hinter den drei Muscheln
Zu den langlebigsten Running Gags des Science-Fiction-Kinos gehören die drei Muscheln aus Demolition Man (1993). Wie genau sie funktionieren, verrät der Film bis heute nicht. Drehbuchautor Daniel Waters erklärte aber wenigstens, wie die Idee überhaupt entstand. Darüber berichtete das Film- und Serienmagazin Den of Geek(öffnet im neuen Fenster).
Die Muscheln
In Demolition Man wacht der von Sylvester Stallone gespielte Polizist John Spartan in einer befriedeten Zukunftsgesellschaft auf. Dort entdeckt er auf einer Toilette drei Muscheln statt Toilettenpapier – sehr zu seiner Verwirrung. Der Film liefert keine Erklärung und machte genau diesen Einfall später zu einem der bekanntesten Sci-Fi-Witze der Neunzigerjahre.
Waters erzählte, dass er ursprünglich nach futuristischen Badezimmerideen gesucht habe. Weil ihm nichts Passendes einfiel, rief er einen befreundeten Drehbuchautor an. Der habe den Anruf ausgerechnet auf der Toilette entgegengenommen und sich spontan in seinem Bad umgesehen. Dabei fiel sein Blick auf eine dekorative Tüte mit Muscheln. Laut Waters sagte der Kollege daraufhin nur: "Ich habe hier einen Beutel mit Muscheln auf meiner Toilette stehen." Für den Drehbuchautor genügte das bereits als Inspiration. Er beschloss, daraus ein futuristisches Detail für den Film zu machen.
Wie die Muscheln tatsächlich benutzt werden, verriet Waters allerdings auch damals nicht. Das Rätsel bleibt damit bestehen – vermutlich auch deshalb, weil gerade die fehlende Erklärung den Gag so populär machte.
Erstaunlich aktuell
Demolition Man entwickelte sich trotz gemischter Kritiken über die Jahre zum Kultfilm. Neben Stallone übernahmen Wesley Snipes als krimineller Gegenspieler Simon Phoenix und Sandra Bullock als Polizistin Lenina Huxley zentrale Rollen. Der Film kombiniert Action, Science-Fiction und Satire auf eine überregulierte Zukunftsgesellschaft – inklusive einiger Vorhersagen, die heute erstaunlich aktuell wirken.



