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Demokraten-Hack 2016: Ukrainische Hacker wollen russischen Spion gehackt haben

Ukrainische Hacker haben angeblich E-Mails eines russischen Spions gestohlen, der beschuldigt wird, Politiker im US-Wahlkampf 2016 gehackt zu haben.
/ Michael Linden
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Ukrainische Hacker wollen russischen Militärspion gehackt haben. (Symbolfoto) (Bild: Pexels)
Ukrainische Hacker wollen russischen Militärspion gehackt haben. (Symbolfoto) Bild: Pexels / CC0 1.0

Die ukrainische Hackergruppe Cyber Resistance hat angeblich die Korrespondenz eines russischen Militärspions gestohlen, dem vorgeworfen wird, die E-Mails hochrangiger US-Demokraten vor der US-Präsidentschaftswahlen 2016 gehackt zu haben .

Cyber Resistance erklärte sich für den Hack verantwortlich und teilte die persönlichen Daten von Oberstleutnant Sergej Morgatschew des russischen Militärgeheimdienstes GRU ( Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije(öffnet im neuen Fenster) , Hauptverwaltung für Aufklärung) mit der ukrainischen Publikation InformNapalm, wie Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Die Nachrichtenagentur war zwar nicht in der Lage, die Behauptung vollständig zu bestätigen, doch nach Ansicht eines Forschers, der die Arbeit der ukrainische Hackergruppe untersucht hat, scheint der Hack glaubwürdig.

Stefan Soesanto, ein Forscher an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich, der bereits zuvor ukrainische Hackergruppen untersucht hat, ist der Ansicht, dass die Daten ziemlich glaubwürdig aussehen, wie er Reuters mitteilte.

Das FBI hatte den Spion wegen des Hackerangriffs auf die Hillary-Clinton-Kampagne und andere hochrangige Politiker der US-Demokraten im Jahr 2016 bereits enttarnt. Oberstleutnant Sergej Morgatschew wurde 2018 angeklagt , den Hack und das Leak von E-Mails des Demokratischen Nationalkomitees (DNC) und der Clinton-Kampagne organisiert zu haben.

Posteingang eines GRU-Offiziers könnte wichtige Informationen liefern

Es ist unklar, welche Informationen die Hacker gestohlen haben und wie bedeutend diese sind. Der Posteingang von Morgatschew könnte jedoch möglicherweise Aufschluss über russischen Hacking-Operationen geben

Versuche von Reuters, Morgatschew über E-Mail-Adressen, Telefonnummern, soziale Medien und seine derzeitige Arbeitsstelle, das Special Technology Center in Sankt Petersburg(öffnet im neuen Fenster) , zu erreichen, waren nicht erfolgreich.


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