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Datenerhebung nach Wahlgrundsätzen

Die Nutzung der App und insbesondere die Abstimmung möchte der Betreiber so nah wie möglich an die Grundsätze einer echten Wahl anlehnen. Neben dem Gebot der Geheimhaltung ist hierbei auch wichtig, dass nur Wahlberechtigte abstimmen dürfen und keine Stimme unbefugt gelöscht, hinzugefügt oder verändert werden darf. Ebenso muss der Wähler überprüfen können, ob seine Stimme gezählt und ob das Wahlergebnis korrekt berechnet wurde.

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Mit einer ausführlichen Erklärung auf Github möchte Democracy Deutschland zeigen, wie diese Grundsätze in der App umgesetzt werden sollen: In dieser heißt es, dass zur Wahrung der Anonymität die Nutzer-ID getrennt von der Wahlentscheidung des Nutzers verschlüsselt in zwei verschiedenen Tabellen der Vereinsdatenbank abgelegt wird.

Damit nicht mehrfach abgestimmt werden kann, muss der Nutzer eindeutig identifiziert sein. Laut der Erklärung wird dies über ein auf dem Smartphone gespeichertes Identifikations-Token gelöst. Dieses enthalte die doppeltgehashte Geräte-ID und die Information, ob der Nutzer sich via Handynummer verifiziert hat. Krüger räumt ein, dass mit dieser Methode mit verschiedenen Endgeräten und Handynummern eine Mehrfachabstimmung aber möglich wäre.

Alternativ habe das Entwicklerteam auch eine Verifizierung per Personalausweis in Erwägung gezogen. Diese Idee wurde dann aus datenschutzrechtlichen Bedenken und aus Gründen der Nutzerfreundlichkeit wieder verworfen. Immerhin zeigt sich schon bei der jetzigen Verifizierung eine Hemmschwelle: Von den 68.000 Installationen haben lediglich 33.000 Nutzer die SMS bestätigt. Die unverifizierten Nutzer können zwar alle Abstimmungen einsehen, jedoch an keiner Abstimmung teilnehmen.

Stimmt nun ein verifizierter Nutzer ab, wird dies laut Krüger innerhalb der Vereinsdatenbank eindeutig erfasst, jedoch nicht, wie individuell abgestimmt wurde. Auch die Postleitzahl soll lediglich lokal auf dem Endgerät gespeichert werden. Die App soll dann den Wahlkreis ermitteln und nur dieser wird dann übermittelt.

Die Abstimmungsentscheidung wird wiederum getrennt von dem Identifikations-Token - bestehend aus Handynummer und Geräte-ID - in verschiedenen Tabellen gespeichert. Damit der Nutzer seine eigenen Abstimmungsergebnisse sehen kann, werden die Informationen lokal auf dem Smartphone gespeichert. Die lokale Speicherung hat allerdings zur Folge, dass die eigenen Abstimmungsergebnisse beim Neuinstallieren der App unwiderruflich gelöscht werden. Ein Backup der App auf dem PC kann hier Abhilfe schaffen.

So unterschiedlich stimmen Community und Bundestag ab

Auch wenn die App darauf hinweist, dass die Abstimmungsergebnisse "nicht auf Repräsentativität geprüft" wurden und Krüger der Community aktuell eine erkennbare "Aktivistenfärbung" zuschreiben würde, unterscheidet sich das Bundestags- und Community-Ergebnis bei manchen Abstimmungen so deutlich, dass eine klare Diskrepanz gesehen werden könnte. So haben beispielsweise beim Antrag "Hardware-Nachrüstungen statt Fahrverbote" (für Dieselfahrzeuge) 88 Prozent der Nutzer dafür und 81 Prozent der Parteien im Bundestag dagegen gestimmt. Ebenfalls sind 77 Prozent der Community dafür, die Rekrutierung Minderjähriger für die Bundeswehr gesetzlich zu verbieten. Im Bundestag stimmten 81 Prozent gegen das Verbot. Auch zum Thema Upload-Filter haben die Nutzer eine klare Meinung: 91 Prozent sprechen sich für ein "Bekenntnis zur Meinungsfreiheit und gegen Upload-Filter" aus. Der Bundestag lehnte diesen Antrag ab.

Insgesamt zeigt die aktuelle Community in ihrem Abstimmungsverhalten ein klares Bild: Zustimmung finden vor allem Themen wie Frieden und Abrüstung, Umwelt- und Klimaschutz sowie Verbesserungen bei sozialen Themen wie Mieten, Mindestlohn und Elterngeld. So stimmten beispielsweise 75 Prozent der Community für einen Mindestlohn in Höhe von 12 Euro.

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 Democracy: Der verbesserte Wahl-O-Mat in einer App?Eine Chance für Politiker 
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EQuatschBob 01. Jul 2019

https://democracy-app.de/ Hat ja nicht jeder ein Hendi.

GodsBoss 25. Jun 2019

Was wäre denn, wenn man die Möglichkeit zur Abstimmung bei direkter Demokratie mit dem...

gaciju 24. Jun 2019

Danach war aber nicht gefragt, sondern danach, ob der Server korrumpiert ist. Aber um...

Nexilva 21. Jun 2019

Hm, vielleicht braucht sowas Entwicklungszeit. Hm, nach der Wahl ist vor der Wahl.

lester 21. Jun 2019

Aber das führ den Nutzen doch vollkommen ins Nirvana ... ... es soll mir helfen eine...


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