Demis Hassabis: Dieser Mann will die ultimative KI entwickeln
Seine Software besiegte den Go-Weltmeister, doch Demis Hassabis will mehr. Er arbeitet an einem Algorithmus, der jede Aufgabe lösen kann.
Nein, es geht nicht nur darum, Computern Höchstleistungen beizubringen. Demis Hassabis sieht die Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) auch als Fortschritt der Menschheit. "Schachspieler konnten nach der Erfindung von Schachcomputern bessere Taktiken entwickeln", sagte er bei seinem Auftritt auf der Digitalkonferenz DLD in München. Er ist da ganz Wissenschaftler. Was man nicht bauen kann, könne man auch nicht begreifen. Deswegen werde KI den Menschen helfen, ihr eigenes Denken besser zu verstehen.
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Seine Firma Deep Mind sei deswegen so etwas wie das Apollo-Programm für künstliche Intelligenz, sagte er. Die besten Wissenschaftler im Silicon Valley arbeiteten daran, seien es Hirnforscher oder Informatiker. Ihre Mission sei es, den menschlichen Verstand zu entschlüsseln und dieses Wissen zu nutzen, um unzählige andere Probleme zu lösen. Hassabis weiß, wovon er spricht. Er ist beides.
Deswegen ist er auch so optimistisch, was die Zukunft der KI betrifft: "Wenn Menschen und Maschinen zusammenarbeiten, wird die künstliche Intelligenz unser wahres Potenzial zutage fördern." Die Algorithmen der KI würden der Menschheit helfen, die reale Welt zu verbessern, sei es bei der Entwicklung von neuen Medikamenten oder Materialien oder auch bei der Roboterforschung.
Vom Schach zur Informatik zur Neurowissenschaft
Demis Hassabis war der heimliche Superstar der diesjährigen DLD-Konferenz. Der 40-jährige Londoner ist ein Musterbeispiel des Überfliegers. Mit vier Jahren lernte er das Schachspielen, mit zwölf Jahren war er Meister, mit 13 hatte er die zweithöchste Elo-Zahl der Welt, nach der die Spielstärke von Schachgenies gemessen wird.
Schach war auch sein Schlüssel zum Beruf. Mit acht hatte er mit dem Spiel so viel Geld verdient, dass er sich seinen ersten Computer kaufen konnte, auf dem er sich das Programmieren beibrachte.
Er studierte dann zunächst Informatik. 1994 lauschte er in den Räumen der Cambridge-Universität einem Vortrag über künstliche Intelligenz, der die Weichen für seinen revolutionären Ansatz stellte. Er fand es viel zu begrenzt, dass Maschinen ausschließlich auf eng gefasste Probleme angesetzt werden, dass sie die schnellste Route ermitteln, das beste Suchergebnis anzeigen, Sprache oder Bilder analysieren können. Aber jedes dieser Systeme kann eben nur das. Und damit ist ihre Intelligenz beschränkt.
Der Dozent schmiss Hassabis aus der Vorlesung
Hassabis dachte größer. Er soll damals zu seinem Sitznachbarn gesagt haben: "Ich glaube, die wollen uns hier das Gehirn waschen." Der Dozent hörte seine Kritik und forderte ihn auf, den Raum zu verlassen, wenn er der Meinung sei, alles besser zu wissen. Hassabis ging. Seitdem haben nur wenige das Feld der KI so vorangebracht wie er.
Zunächst entwickelte er Spiele wie Theme Park, mit dem man einen fiktiven Erlebnispark leiten muss. Als ihm selbst diese komplexen Welten zu einfach wurden, ging er zurück an die Uni und machte einen Abschluss in Neurowissenschaften. Die perfekte Voraussetzung, um künstliche Intelligenz zu entwickeln. 2010 gründete er Deep Mind als Startup. Vier Jahre später kaufte Google sein Unternehmen.
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Bei Schach? Ja. Bei GO? Definititv nein. Die sortiert kein "dummer Algorithmus" aus...
Hmm seit CRISPR/Cas9 entdeckt wurde ist es schon jetzt nicht mehr möglich genetisch...
Unsinn. In diesem Falle war das völlig korrekt, diesen überflüssigen Seitenhieb hättest...
Unser Gehirn kann alles. Ob Bauarbeiter oder Pilot. Das Gehirn muss es nur einmal...