Abo
  • Services:

Mächtige Algorithmen

Er ist zu Computerspielen zurückgekehrt. Die von seiner Firma entwickelten Maschinen können sich selbst beibringen, Atari-Spiele zu bedienen. Ihnen muss lediglich einprogrammiert werden, dass Gewinnen etwas Gutes ist. Nach dieser Grundlogik übernimmt die Maschine den Rest selbst. Das ist die höhere Form der künstlichen Intelligenz, die Hassabis einst so langweilig und beschränkt fand. Alpha Go gewann mit "Intuition" gegen einen der weltbesten Go-Spieler.

Stellenmarkt
  1. ADG Apotheken-Dienstleistungsgesellschaft mbH, Mannheim
  2. Württembergische Versicherung AG, Stuttgart

Für Deep Mind basteln mehrere Hundert Mitarbeiter an Programmen, die ohne jede fremde Hilfe die Welt entdecken und verstehen. Hassabis' Vision ist eine KI, die sämtliche Informationen in Rohform verarbeiten kann. Statt für jede Aufgabe auf unterschiedliche Algorithmen angewiesen zu sein, würde dieser eine Algorithmus alles können: den schnellsten Weg ermitteln, Gesichter auf Fotos erkennen, Computerspiele spielen. Dieses Ziel liegt noch weit entfernt, aber die KI von Deep Mind ist auf weniger menschliche Hilfe angewiesen als die meisten Konkurrenten.

Besser als der beste Go-Spieler

Im März 2016 demonstrierte Deep Mind, wie mächtig die Algorithmen der Firma sind. Im wohl komplexesten Brettspiel, Go, trat der Rechner in fünf Partien gegen einen der weltbesten Spieler an, den Koreaner Lee Sedol. Deep Mind gewann.

Dass der Tag kommen würde, an dem Maschinen auch diese Komplexität meistern würden, war abzusehen. Allerdings dachten Experten, dass mindestens noch ein Jahrzehnt vergehen würde, bis es so weit ist. Deep Mind setzte für diese spezielle, Alpha Go genannte KI ein Verfahren ein, das Hassabis als "Intuition" bezeichnete. Statt zu versuchen, mit brachialer Rechengewalt zu ermitteln, was der beste nächste Zug ist, analysierte die Maschine 100.000 Spiele von Amateuren und spielte millionenfach gegen sich selbst.

Wenn Maschinen nicht mehr auf Menschen hören

Für den Neurophysiologen Wolf Singer, der direkt vor Hassabis sprach, sind solche Systeme der Schlüssel zur Zukunft der KI. Würde man die entsprechende Hardware entwickeln, die effizient arbeiten kann, könnte KI schon bald unbeaufsichtigt lernen. An den Moment der Singularität glauben nur wenige, also an jenen Punkt, an dem künstliche die menschliche Intelligenz überholen könnte. Doch Singer warnte vor einer Gefahr, die viel greifbarer ist.

"Wir glauben an die Robustheit hierarchischer Strukturen", sagte er. "Weil wir Affen sind." Doch so sicher dürfe man nicht sein, dass sich solche Systeme immer kontrollieren ließen. "In selbst organisierten Systemen funktionieren diese Hierarchien nicht mehr. Sie werden immer etwas tun. Aber nicht unbedingt das, was wir von ihnen wollen."

 Demis Hassabis: Dieser Mann will die ultimative KI entwickeln
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. auf ausgewählte Corsair-Netzteile
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de
  3. und 20€ Steam-Guthaben geschenkt bekommen

Trollversteher 19. Jan 2017

Bei Schach? Ja. Bei GO? Definititv nein. Die sortiert kein "dummer Algorithmus" aus...

Eve666 19. Jan 2017

Hmm seit CRISPR/Cas9 entdeckt wurde ist es schon jetzt nicht mehr möglich genetisch...

Trollversteher 19. Jan 2017

Unsinn. In diesem Falle war das völlig korrekt, diesen überflüssigen Seitenhieb hättest...

BLi8819 18. Jan 2017

Unser Gehirn kann alles. Ob Bauarbeiter oder Pilot. Das Gehirn muss es nur einmal...

elegon 18. Jan 2017

Wir werden KIs bekommen, die uns lächelnd anlügen, denn diejenigen, die Macht haben...


Folgen Sie uns
       


Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich

Link 300 und Link 500 von JBL, Onkyos P3, Panasonics GA10 sowie Apples Homepod treten in unserem Klangvergleich gegeneinander an. Die beiden JBL-Lautsprecher lassen die Konkurrenz blass aussehen, selbst der gar nicht schlecht klingende Homepod hat dann das Nachsehen.

Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich Video aufrufen
Cruijff Arena: Ed Sheeran singt mit Strom aus Nissan-Leaf-Akkus
Cruijff Arena
Ed Sheeran singt mit Strom aus Nissan-Leaf-Akkus

Die Johann-Cruijff-Arena in Amsterdam ist weltweit das erste Stadion, das seine Energieversorgung mit einem Speichersystem sichert, das aus Akkus von Elektroautos besteht. Der englische Sänger Ed Sheeran hat mit dem darin gespeichertem Solarstrom schon seine Gitarre verstärkt.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Energiewende Warum die Bundesregierung ihre Versprechen nicht hält
  2. Max Bögl Wind Das höchste Windrad steht bei Stuttgart

Blackberry Key2 im Test: Ordentliches Tastatur-Smartphone mit zu vielen Schwächen
Blackberry Key2 im Test
Ordentliches Tastatur-Smartphone mit zu vielen Schwächen

Zwei Hauptkameras, 32 Tasten und viele Probleme: Beim Blackberry Key2 ist vieles besser als beim Keyone, unfertige Software macht dem neuen Tastatur-Smartphone aber zu schaffen. Im Testbericht verraten wir, was uns gut und was uns gar nicht gefallen hat.
Ein Test von Tobias Czullay

  1. Blackberry Key2 im Hands On Smartphone bringt verbesserte Tastatur und eine Dual-Kamera
  2. Blackberry Motion im Test Langläufer ohne Glanz

Garmin Fenix 5 Plus im Test: Mit Musik ins unbekannte Land
Garmin Fenix 5 Plus im Test
Mit Musik ins unbekannte Land

Kopfhörer ins Ohr und ab zum Joggen, Rad fahren oder zum nächsten Supermarkt spazieren - ohne Smartphone: Mit der Sport-Smartwatch Fenix 5 Plus von Garmin geht das. Beim Test haben wir uns zwar im Wegfindungsmodus verlaufen, sind von den sonstigen Navigationsoptionen aber begeistert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Garmin im Hands on Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation

    •  /