Abo
  • Services:

Ausfälle zu verzeichnen

Langjährige und eventuell auch leidgeprüfte Linux-Nutzer kennen sicher das Problem, dass die Nutzung aktueller Endnutzer-Hardware unter Umständen etwas frickelig sein kann. Das gilt vor allem bei eher speziellen Einsatzszenarien und leider auch für das aktuelle XPS 13.

Stellenmarkt
  1. Eurowings Aviation GmbH, Köln
  2. mobilcom-debitel GmbH, Büdelsdorf

Für Irritation hat bei uns etwa die Unterstützung der Webcam gesorgt - oder besser gesagt der Webcams (Mehrzahl!) mit normalem und Infrarotbild. Denn beim Schnelltest über einen Videoplayer hatten wir keine Probleme, das Bild der Webcam und damit uns selbst zu sehen. Bei einem darauffolgenden Skype-Gespräch sahen wir aber zunächst nur ein schwarzes Bild. Der Grund dafür ist schnell gefunden: Das Videosystem in Linux stellt zwei Streams (MJPEG und YUV) über ein Gerät für externe Anwendungen bereit. Die Auswahl des richtigen Streams lässt sich leicht über die Kommandozeile konfigurieren oder auch dauerhaft einstellen. Letzteres ist aber eher eine Arbeit, die die Maintainer der Linux-Distribution durchführen sollten. Erfahrungsgemäß wird Letzteres auch in den kommenden Monaten umgesetzt.

Ähnlich nervig, wohl aber auch in den kommenden Monaten lösbar, wird wohl unser Problem mit dem Sound. Denn die vom System erkannte Soundkarte unterstützt zwei verschiedene Codecs und zusätzlich zu dem Treiber für Intels HDA kann auch theoretisch der digitale Onboard-Sound des Skylake-Chips genutzt werden. Und Letzteres ist wohl auch zwingende Voraussetzung für die Verwendung von Audio über Displayport oder HDMI (per Adapter). Hier funktioniert die Zuweisung des Streams zum richtigen Ausgabegerät aber nicht immer korrekt. Außerdem bleibt der Treiber für den Skylake-Sound auch sporadisch hängen, so dass wir dann gar keinen Sound mehr haben. Lösen kann das nur ein Neustart des Systems.

Energiesparen bleibt Handarbeit

Ähnliche Bastelarbeiten stehen bei dem XPS 13 auch an, falls Nutzer den Laptop wie eigentlich vorgesehen unterwegs für einen längeren Zeitraum im Akkubetrieb einsetzen wollen. Denn unserer ersten Messung zufolge entspricht die Leistungsaufnahme im Idle-Betrieb bei aktiviertem WLAN und einer Bildschirmhelligkeit von 50 Prozent um 6 Watt. Bei unserer üblichen Arbeit aus einem Wechsel zwischen Editor, Terminal und Browsern mit dem ein oder anderen Video oder Audiostream sind schnell Spitzenwerte von deutlich über 10 Watt erreicht. Das quittieren auch die Lüfter mit einem entsprechend lauten Pusten.

Einen vollen Arbeitstag hält der Laptop so nicht durch - höchstens vielleicht ein paar Stunden. Das ist bei einigen vor allem weniger gut ausgestatten Laptops unter Linux leider nach wie vor üblich. Ein Team von Gnome-Entwicklern und Angestellten des Linux-Distributors Red Hat nimmt sich dieses Problems aber an. Details dazu hat der Entwickler Hans de Goede auf der diesjährigen Fosdem-Konferenz vorgestellt. Wichtig ist hier vor allem die Kernel-Unterstützung von ALPM für tiefe Schlafmodi des CPU-Packages sowie auch das Autosuspend verschiedener Bauteile.

In den meisten Linux-Distributionen ist dies bisher noch nicht automatisch aktiviert. Am einfachsten lassen sich gute Einstellungen zum Energiesparen über die Option auto-tune in dem Werkzeug Powertop aktivieren. Einige Bauteile verkraften das aber nicht immer, vor allem nach einen Suspend-Resume-Zyklus, sprich Laptop durch zuklappen schlafen legen und später wieder aufwachen. Eventuell bleibt dabei das Bluetooth hängen oder auch der Sound. Auch hier vermuten wir, dass sich das in den kommenden Monaten noch verbessert. Dank Powertop bekommen wir das XPS 13 aber im Idle auf knapp 3 Watt, teilweise sogar noch etwas weniger. So schaffen wir dann auch einen ganzen Arbeitstag.

Überhaupt nicht zu empfehlen ist dagegen das sogenannte Panel Self Refresh (PSR). Das führt bei uns noch beim Boot zum Einfrieren des Grafiktreibers. Im besten Fall schafft es das XPS 13 bis zum Login-Screen, dort reagieren dann aber weder Tastatur noch Maus und das Bild bleibt eingefroren. De Goede schreibt in seinem Blog, dass derartige Fehler in Verbindung mit PSR bei vielen verschiedenen Geräten auftreten. Diese Probleme sollen künftig wohl durch eine Blacklist verhindert werden.

 Linux mit tollem USB-CVerfügbarkeit und Fazit 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 13,49€
  2. 16,49€
  3. 25,49€
  4. (-78%) 8,99€

floziii 18. Apr 2018

Unter den Energiesparplaneinstellungen von Windows gibt es unter "Bildschirm" die...

UloPe 16. Apr 2018

Beim MacBook Pro war USB-C only noch das ende der Welt und hier ist es nun plötzlich...

Truster 16. Apr 2018

Ich habe es am richtigsten gemacht *SCNR*

LinuxMcBook 14. Apr 2018

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Ich bitte mal um eine ehrliche Antwort...

Deff-Zero 14. Apr 2018

Was interessiert als Angestellter (?) der Preis eines Firmenlaptops? ...wenn der Grund...


Folgen Sie uns
       


Royole Flexpai - Hands on (CES 2019)

Das Flexpai von Royole ist das erste kommerziell erhältliche Smartphone mit faltbarem Display. Ein erster Kurztest des Gerätes zeigt, dass es noch einige Probleme mit der Software hat.

Royole Flexpai - Hands on (CES 2019) Video aufrufen
Marvel im Auto: Nie wieder eine Fahrt mit quengelnden Kindern
Marvel im Auto
Nie wieder eine Fahrt mit quengelnden Kindern

CES 2019 Audi und Holoride arbeiten an einer offenen Plattform für VR-Spiele im Auto. Marvel steuert beliebte Charaktere für Spiele bei. Golem.de hat in Las Vegas eine Testrunde durch den Weltraum gedreht.
Ein Erfahrungsbericht von Dirk Kunde


    Geforce RTX 2060 im Test: Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber
    Geforce RTX 2060 im Test
    Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber

    Mit der Geforce RTX 2060 hat Nvidia die bisher günstigste Grafikkarte mit Turing-Architektur veröffentlicht. Für 370 Euro erhalten Spieler genug Leistung für 1080p oder 1440p und sogar für Raytracing, bei vollen Schatten- oder Textur-Details wird es aber in seltenen Fällen ruckelig.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. Geforce RTX 2060 Founder's Edition kostet 370 Euro
    2. Turing-Architektur Nvidia stellt schnelle Geforce RTX für Notebooks vor
    3. Turing-Grafikkarte Nvidia plant Geforce RTX 2060

    Privatsphäre: Kaum wird die App geöffnet, landen Daten bei Facebook
    Privatsphäre
    "Kaum wird die App geöffnet, landen Daten bei Facebook"

    Viele Apps schicken ohne Zustimmung Daten an das soziale Netzwerk Facebook. Frederike Kaltheuner von der Organisation Privacy International erklärt, wie Nutzer sich wehren können.
    Ein Interview von Hakan Tanriverdi

    1. Facebook 15.000 Moderatoren und ein lückenhaftes Regelwerk
    2. Facebook Netflix und Spotify bekamen Zugriff auf private Nachrichten
    3. Datenschutz Löschen des Tracking-Verlaufs auf Facebook macht Probleme

      •  /