Abo
  • Services:

Linux mit tollem USB-C

Wie bei den Vorgängermodellen setzt Dell auch mit dem aktuellen XPS 13 seinen offenbar erfolgreichen Kurs fort, das Gerät standardmäßig mit der Linux-Distribution Ubuntu auszuliefern. Die Linux-Variante ist dabei immer etwas günstiger und die Hardware unterscheidet sich quasi nicht. In der Ubuntu-Version des XPS 13 (9370) fehlt lediglich der für Windows Hello gedachte Fingerabdrucksensor. Wie der bei Dell für die Developer Edition mit Ubuntu zuständige Barton George in seinem Blog schreibt, sei die Unterstützung einfach nicht robust genug.

Stellenmarkt
  1. Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR), Berlin
  2. Universität Passau, Passau

Für diesen Test haben wir dafür Linux auf unserem Windows-Gerät installiert, was per USB-Stick kein Problem ist. Im UEFI muss hierfür der Boot über die USB-Ports natürlich erlaubt werden. Wie bereits im Vorjahr haben wir ein Problem damit, dass die NVMe-SSD zunächst nicht gefunden wird, da im UEFI standardmäßig der Raid-Modus aktiviert ist. Das Umstellen auf den AHCI-Modus im UEFI klappt aber direkt und löst wie erwartet unser Problem.

Für eine möglichst gute Treiberunterstützung empfehlen wir den Test mit einem aktuellen Linux-Kernel. Wir nutzten Linux Version 4.15, die auch als Basis des Kernels in der kommenden Ubuntu-Version 18.04 alias Bionic Beaver genutzt wird. Die stabile Version von Bionic erscheint Ende April. Mit einem aktuellen Kernel ist die Hardwareunterstützung zwar nicht perfekt, wie erwartet aber solide.

So bekommen wir etwa mehrfach jeweils beim Boot verschiedene ACPI-Fehler angezeigt. Das lässt sich auch nicht durch die Nutzung der Kernel-Kommandozeilenoption acpi_osi ändern. Auch wenn wir dem UEFI darüber ein Windows vorgaukeln, bleiben die Fehler bestehen. Gravierende Auswirkungen konnten wir im Betrieb aber nicht feststellen.

Das WLAN läuft ohne Probleme, ebenso wie der Sound und die Sondertasten. Zudem wird die Hardwarebeschleunigung von HEVC mit 10-Bit-Farbtiefe von Intels Grafiktreiber unterstützt, auch ein UHD-Video von Youtube im VP9-Codec können wir über die Hardwarebeschleunigung ansehen. Das für Desktopnutzer größte Problem unter Linux ist aber nach wie vor, dass Browser die Hardwarebeschleunigung immer noch nicht standardmäßig aktivieren.

USB-C und Thunderbolt, wie sie sein sollten

Auch der Betrieb von USB-C-Peripherie funktioniert bei uns reibungslos und wir brauchen tatsächlich nur noch ein einziges Kabel, um an unserem Arbeitsplatz im Büro loszulegen. Über dieses eine Kabel bekommen wir auf unserem Eizo Flexscan EV2785 ein UHD-Bild bei 60Hz. Über den USB-Hub am Monitor hängen außerdem die Tastatur und Maus sowie ein Gigabit-Ethernet-Adapter. Und dabei wird das XPS 13 auch noch per USB Power Delivery geladen. Die Nutzung von USB-C-Peripherie ist aber immer noch mit einigem Durcheinander verbunden, da hier vereinzelt Bugs auftreten können.

Letzteres zeigte sich etwa in unserem Test von Asus' Zenbook 3 vor mehr als einem Jahr. Die mittlerweile große Vielfalt an verfügbaren Adaptern und verschiedenen Protokollen, die per USB-C-Kabel übertragen werden können, macht einen problemlosen Betrieb unter Linux aber nicht unbedingt einfacher. Im Wiki der Arch-Linux-Community zum XPS 13 aus dem Vorjahr (9360/R) findet sich zumindest eine kleine Auswahl an getesteten und benutzbaren USB-C-Adaptern.

Positiv überrascht sind wir von der Linux-Unterstützung für Thunderbolt 3, an der Intel-Entwickler zusammen mit dem Rest der Community arbeiten. Mit Gnome 3.28 können Linux-Nutzer nun auch erstmals relativ problemlos die von Intel erstellte Thunderbolt-3-Schnittstelle verwenden. Neben der eigentlichen Treiberentwicklung war das Hauptproblem bei der Umsetzung die Unterstützung für die verschiedenen Sicherheitslevel von Thunderbolt 3. Das Gnome-Team hat dafür das Userspace-Werkzeug Bolt erstellt, das sowohl über die Kommandozeile als auch über die Gnome-Shell bedient werden kann. Beides sollte ebenfalls in der kommenden Ubuntu-Version Bionic nutzbar sein.

Anwender, deren Distribution dieses Werkzeug noch nicht verteilt, können alternativ auch Intels Referenzimplementierung der Userspace-Bestandteile von Thunderbolt 3 benutzen. Das ermöglicht ebenso die Nutzung der Sicherheitslevel, bisher aber nur über die Kommandozeile. Eine einfache Integration in den Desktop wird damit nicht umgesetzt.

Trotz dieses zunächst guten Eindrucks funktioniert aber auch unter Linux nicht immer alles so, wie es soll.

 Etwas weniger LaufzeitAusfälle zu verzeichnen 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 216,71€
  3. (u. a. Fractal Design Meshfy Light Tint 69,90€)

floziii 18. Apr 2018

Unter den Energiesparplaneinstellungen von Windows gibt es unter "Bildschirm" die...

UloPe 16. Apr 2018

Beim MacBook Pro war USB-C only noch das ende der Welt und hier ist es nun plötzlich...

Truster 16. Apr 2018

Ich habe es am richtigsten gemacht *SCNR*

LinuxMcBook 14. Apr 2018

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Ich bitte mal um eine ehrliche Antwort...

Deff-Zero 14. Apr 2018

Was interessiert als Angestellter (?) der Preis eines Firmenlaptops? ...wenn der Grund...


Folgen Sie uns
       


Huawei Mate X angesehen (MWC 2019)

Das Mate X ist das erste faltbare Smartphone von Huawei. Der Bildschirm ist auf der Außenseite eingebaut. Im ausgeklappten Zustand ist er 8 Zoll groß.

Huawei Mate X angesehen (MWC 2019) Video aufrufen
Uploadfilter: Voss stellt Existenz von Youtube infrage
Uploadfilter
Voss stellt Existenz von Youtube infrage

Gut zwei Wochen vor der endgültigen Abstimmung über Uploadfilter stehen sich Befürworter und Gegner weiter unversöhnlich gegenüber. Verhandlungsführer Voss hat offenbar kein Problem damit, wenn es Plattformen wie Youtube nicht mehr gäbe. Wissenschaftler sehen hingegen Gefahren durch die Reform.

  1. Uploadfilter Koalition findet ihren eigenen Kompromiss nicht so gut
  2. Uploadfilter Konservative EVP will Abstimmung doch nicht vorziehen
  3. Uploadfilter Spontane Demos gegen Schnellvotum angekündigt

Geforce GTX 1660 im Test: Für 230 Euro eine faire Sache
Geforce GTX 1660 im Test
Für 230 Euro eine faire Sache

Die Geforce GTX 1660 - ohne Ti am Ende - rechnet so flott wie AMDs Radeon RX 590 und kostet in etwa das Gleiche. Der klare Vorteil der Nvidia-Grafikkarte ist die drastisch geringere Leistungsaufnahme.

  1. Nvidia Turing OBS unterstützt Encoder der Geforce RTX
  2. Geforce GTX 1660 Ti im Test Nvidia kann Turing auch günstig(er)
  3. Turing-Grafikkarten Nvidias Geforce 1660/1650 erscheint im März

Chrome OS Crostini angesehen: Dieses Nerd-Unix läuft wie geschnitten Brot
Chrome OS Crostini angesehen
Dieses Nerd-Unix läuft wie geschnitten Brot

Mit Crostini bringt Google nun auch eine echte Linux-Umgebung auf Chromebooks, die dafür eigentlich nie vorgesehen waren. Google kann dafür auf ein echtes Linux-System und sehr viel Erfahrung zurückgreifen. Der Nutzung als Entwicklerkiste steht damit fast nichts mehr im Weg.
Von Sebastian Grüner

  1. Google Chromebooks bekommen virtuelle Arbeitsflächen
  2. Crostini VMs in Chromebooks bekommen GPU-Beschleunigung
  3. Crostini Linux-Apps für ChromeOS kommen für andere Distributionen

    •  /