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Dell: Michael Dell erwartet keinen schnellen Erfolg für Windows 8

Der wichtige Microsoft-Partner Dell glaubt nicht daran, dass Firmenkunden sofort auf Windows 8 setzen werden. Steve Ballmer hatte sich zuvor sehr enthusiastisch über die Erwartungen für das neue Betriebssystem geäußert.
/ Achim Sawall
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Michael Dell im Jahr 2011 (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Michael Dell im Jahr 2011 Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Dells Firmenchef Michael Dell erwartet keinen schnellen Erfolg für das neue Betriebssystem Windows 8. Unternehmen seien immer noch dabei, Windows 7 einzuführen. Daher sei nicht zu erwarten, dass Windows 8 schnell viele Käufer finden werde, sagte Dell(öffnet im neuen Fenster) in der Telefonkonferenz mit Analysten(öffnet im neuen Fenster) .

Laut einem unbestätigten Bericht(öffnet im neuen Fenster) wird Windows 8 im Oktober 2012 erscheinen, drei Jahre nach dem Vorgänger Windows 7. Bisher hat Microsoft selbst nur das zweite Halbjahr 2012 als Termin genannt.

Steve Ballmer erwartet 2013 eine halbe Milliarde Windows-8-Nutzer

Dells Äußerungen stehen im Widerspruch zu den Prognosen von Microsoft-Chef Steve Ballmer(öffnet im neuen Fenster) , der 2013 bereits eine halbe Milliarde Windows-8-Nutzer erwartet. Microsoft brauchte fast zwei Jahre, um die ersten 450 Millionen Windows-7-Lizenzen zu verkaufen.

Dell werde beim Start von Windows 8 eine "volle Anzahl" von marktreifen Produkten, einschließlich Tablets, mit dem Betriebssystem anbieten, sagte Dell. Windows-8-Tablets würden "mit Sicherheit mehr kosten" . Es sei aber unsicher, ob eine ausreichende Zahl von Endkunden das Tablet dem Notebook vorziehen würde.

Dell hat im vergangenen Quartal(öffnet im neuen Fenster) einen Gewinnrückgang um 33 Prozent verzeichnet. Der Umsatz gab um 4 Prozent nach. Auch der Ausblick für das laufende Quartal fiel sehr vorsichtig aus, die Aktie gab um 12 Prozent nach.

Dell erwirtschaftete einen Umsatz von 14,4 Milliarden US-Dollar, nach 15 Milliarden US-Dollar im selben Vorjahreszeitraum. Der Gewinn fiel von 945 Millionen US-Dollar (49 Cent pro Aktie) auf 635 Millionen US-Dollar (36 Cent pro Aktie).

Dells Finanzchef Brian Gladden gab der unsicheren Wirtschaftslage die Schuld für die schwachen Ergebnisse. Doch das Unternehmen sei auch selbst verantwortlich für den Rückgang: "Wir müssen bei der Umsetzung besser werden" , sagte Gladden.


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