Abo
  • IT-Karriere:

Dell Latitude und das E-Dock: Vom klassischen Docking hin zum fummeligen Kabel

Das E-Dock hat ausgedient. Die robusten Dockstations von Dell werden ein letztes Mal mit Skylake unterstützt. Die Zukunft liegt in USB-C-Alternate-Mode-Boxen mit Thunderbolt oder Displayport. Das hat einige Vorteile, aber auch Nachteile und ist nicht gerade billig.

Artikel von veröffentlicht am
USB-C-Docking-Lösungen sollen das E-Dock ablösen.
USB-C-Docking-Lösungen sollen das E-Dock ablösen. (Bild: Dell)

Mit seiner neuen Latitude-Serie hat Dell seine letzte Serie vorgestellt, die noch mit einem Dockingport auf der Bodenseite ausgestattet ist. Diese robusten, breiten, aber auch proprietären Anschlüsse haben ausgedient. Erste Geräte ohne den Anschluss gibt es beispielsweise schon. Das neue, auf Intels Core M basierte Latitude 13 7000 hat beispielsweise nur noch USB-C für Docks.

  • Latitude 13 (oben) und das dickere Latitude 12 (unten) (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Den klassischen Netzteilanschluss hat nur das 12er-Gerät. Gut zu sehen: Der Platz wird knapp. Im Gelenk geht es gerade noch so. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Grundfläche der beiden Notebooks ist fast gleich, ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... obwohl unterschiedliche Displays... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... zum Einsatz kommen. Das 12,5er (hinten) gibt es bis Full-HD. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das 13,3er bietet sogar bis zu 3.200 x 1.800 als Option. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das Latitude 12 bietet einen vollwertigen LAN-Anschluss. Auch hier wird das Displayscharnier genutzt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Es hat im Unterschied zum Latitude 13 (oben) auch einen robusten E-Dock-Port (unten). (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • In Zukunft sollen solche Boxen die Docks ablösen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Statt Displaylink setzt Dell jetzt auf Displayport im Alternate Mode via USB-C. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Nein, das ist kein Rechner, sondern ein Dock ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... mit dem Volumen eines Mini-PCs, obwohl hier nur Anschlüsse via Thunderbolt weitergegeben werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Docks sind teuer: 400 Euro für das Thunderbolt-Dock (l.) und 250 Euro für das Displayport-Dock (r). (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Latitude 13 (oben) und das dickere Latitude 12 (unten) (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Inhalt:
  1. Dell Latitude und das E-Dock: Vom klassischen Docking hin zum fummeligen Kabel
  2. Die neue USB-C-Docking-Welt kostet zwischen 250 und 400 Euro

Der alte E-Dock-Mechanismus, der über Jahre unverändert blieb, würde mit so einem Gerät nicht mehr funktionieren. Es braucht im Boden eine gewisse Tiefe, die das Latitude 13 nicht mehr hat. Das Notebook ist die professionelle Version des von uns getesteten XPS 13 mit ein paar Unterschieden. So ist die Bodenplatte etwa mit Kreuzschlitzschrauben befestigt, was die Wartung erleichtert. Der Akku ist zwar prinzipiell kein Bauteil mehr, das der Kunde austauschen kann, allerdings gilt dieser als Field Replaceable. Sprich: Ein Dell-Techniker kommt vorbei und tauscht den Akku aus, damit das Gerät im Zweifelsfall nicht ausfällt. Und das mit Serviceoptionen, die drei bis fünf Jahre abdecken. Das ist bei der Latitude-Serie allerdings auch üblich.

Ein Latitude-Notebook ohne eigenen Netzteilanschluss

Zudem hat das Notebook keinen Netzteilanschluss mehr, sondern wird per USB-C aufgeladen. Der typische Dell-Netzteilanschluss im Geschäftskundensegment fehlt dem Latitude 13 7000. Als Prozessor kommt in dem lüfterlosen Gerät ein Core M3, M5 oder M7 zum Einsatz statt eines Core i wie beim XPS 13. Außerdem gibt es eine LTE-Option, eine Tastaturbeleuchtung und im Gehäuse ist sogar ein Smartcard-Reader eingebaut.

Doch alles andere geht tatsächlich nur noch über ein USB-C-Dock. Davon bietet Dell zwei verschiedene an, die jeweils mit externem und bekanntem Dell-Netzteil ausgeliefert werden: das flache Dell-Dock WD15 und das erstaunlich voluminöse Thunderbolt-Dock.

Zwei Boxen statt des E-Docks

Stellenmarkt
  1. DAL Deutsche Anlagen-Leasing GmbH & Co. KG, Mainz
  2. BWI GmbH, Köln-Wahn

Das WD15 genannte Dock setzt dabei auf USB-C sowie im Alternate Mode auf den Lanes auf Displayport. In der Box wird dann in Richtung HDMI, analogem VGA oder auch direkt per Displayport und Mini-Displayport das Videosignal ausgegeben. Über den USB-Teil des USB-C-Anschlusses wird USB 3.0, USB 2.0, Audio und Gigabit-Ethernet über die Box geleitet. Für die Energieversorgung kann ein 130- oder 180-Watt-Netzteil genutzt werden. Dabei wird nicht nur das Notebook versorgt, sondern auch Peripherie am Dock.

Beim Thunderbolt-Dock geht es sogar bis 240 Watt, was möglicherweise die enorme Größe erklärt. Auf Nachfrage konnte uns Dell nicht sagen, warum das Dock ein Volumen hat, das so manchem Mini-PC im Geschäftskundenumfeld entspricht. Dafür gibt es aber auch viele Anschlüsse, die per Alternate Mode und USB bereitgestellt werden. Das Thunderbolt-Dock unterstützt laut Dell auch einen Displayport-Alternate-Mode per USB-C, so dass ein eingedocktes Notebook nicht zwingend Thunderbolt bieten muss. Zwei 4K-Displays mit 60 Hz lassen sich allerdings nur dann anbinden, wenn das Dock per Thunderbolt im Alternate Mode aktiv ist. So lassen sich maximal 5.120 x 2.880 Pixel anbinden. Das wäre eher etwas für High-End-Arbeitsplätze.

Der Vorteil dieser Docks ist die hohe Flexibilität. Sie lassen sich hersteller- und geräteunabhängig verwenden. Gerade für Arbeitsplätze, bei denen nicht klar ist, wer an diesen arbeitet, bietet das Thunderbolt-Dock Vorteile. So dürfte auch ein Mitarbeiter mit einem Lenovo- oder HP-Notebook in der Theorie diesen Arbeitsplatz nutzen können. Ein Beispiel wäre HPs neues Elitebook Folio mit nur zwei USB-C-Buchsen mit Thunderbolt. Zudem lassen sich auch Tablets so docken, denen typischerweise der Platz für einen klassischen Dockingport fehlt. Besonders aufgeräumt dürfte so ein Arbeitsplatz auch nicht aussehen.

Die neue USB-C-Docking-Welt kostet zwischen 250 und 400 Euro 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Kingston A400 1.92 TB für 159,90€ + Versand statt ca. 176€ im Vergleich)
  2. (u. a. Logitech MX Master Gaming-Maus für 47,99€, Gaming-Tastaturen ab 39,00€, Lautsprecher ab...
  3. (aktuell u. a. AKRacing Masster Premium Gaming-Stuhl für 269,00€, QPAD OH-91 Headset für 49...
  4. 99€

as (Golem.de) 02. Feb 2016

Hallo, ich hab' gestern eine Antwort bekommen: PXE-Boot funktioniert mit laut Dell mit...

spiderbit 21. Jan 2016

ich hab das ultra bay 3 oder so und ein x220, mag mit anderen modellen schlechter funzen...

derKlaus 21. Jan 2016

Also ich brauch das Dock aus einem ganz einfachen Grund. Ich hab übrigens genau so ein E...

pigzagzonie 21. Jan 2016

...kommt doch einfach mal zum Punkt.

Lala Satalin... 21. Jan 2016

Sind sie definitiv


Folgen Sie uns
       


E-Trofit elektrifiziert Dieselbusse - Bericht

Die Ingolstädter Firma E-Trofit elektrifiziert Dieselbusse. Golem.de hat sich die Umrüstung vorführen lassen.

E-Trofit elektrifiziert Dieselbusse - Bericht Video aufrufen
Mädchen und IT: Fehler im System
Mädchen und IT
Fehler im System

Bis zu einem gewissen Alter sind Jungen und Mädchen gleichermaßen an Technik interessiert. Wenn es dann aber um die Berufswahl geht, entscheiden sich immer noch viel mehr junge Männer als Frauen für die IT. Ein wichtiger Grund dafür ist in der Schule zu suchen.
Von Valerie Lux

  1. IT an Schulen Intelligenter Stift zeichnet Handschrift von Schülern auf
  2. 5G Milliardenlücke beim Digitalpakt Schule droht
  3. Medienkompetenz Was, Ihr Kind kann nicht programmieren?

Funkstandards: Womit funkt das smarte Heim?
Funkstandards
Womit funkt das smarte Heim?

Ob Wohnung oder Haus: Smart soll es bitte sein. Und wenn das nicht von Anfang an klappt, soll die Nachrüstung zum Smart Home so wenig aufwendig wie möglich sein. Dafür kommen vor allem Funklösungen infrage, wir stellen die gebräuchlichsten vor.
Von Jan Rähm

  1. Local Home SDK Google bietet SDK für Smarthomesteuerung im lokalen Netzwerk
  2. GE Smarte Lampe mit 11- bis 13-stufigem Resetverfahren
  3. IoT Smart Homes ohne Internet, geht das? Ja!

Atari Portfolio im Retrotest: Endlich können wir unterwegs arbeiten!
Atari Portfolio im Retrotest
Endlich können wir unterwegs arbeiten!

Ende der 1980er Jahre waren tragbare PCs nicht gerade handlich, der Portfolio von Atari war eine willkommene Ausnahme: Der erste Palmtop-Computer der Welt war klein, leicht und weitestgehend DOS-kompatibel - ideal für Geschäftsreisende aus dem Jahr 1989 und Nerds aus dem Jahr 2019.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Retrokonsole Hauptverantwortlicher des Atari VCS schmeißt hin

    •  /