HP Zbook Firefly G10 - mit AMD und schlichtem Design
Das Zbook Firefly G10 von HP kann sicher als eine Alternative zu Lenovos bekannterer Thinkpad-Serie betrachtet werden. Es muss sich auch nicht vor der Konkurrenz verstecken. HP bietet hier ein relativ kompaktes und im gut verarbeiteten Metallgehäuse verpacktes Gesamtpaket an. Dabei wird das für den Hersteller typische kantige und eher schlichte Design eingehalten.
Auch wenn das Notebook für uns nicht ganz so schick und modern wirkt wie das fast völlig randlose Matebook X Pro oder das noch etwas elegantere Thinkpad X1 Carbon, ist es dennoch sehr funktional. Mit zwei USB-A-Ports, zwei Thunderbolt-Buchsen, HDMI und einem SIM-Karten-Slot können wir hier fast alle Peripheriegeräte anschließen, ohne einen Adapter einsetzen zu müssen.
| Komponente | Typ |
|---|---|
| CPU | AMD Ryzen 7840HS |
| GPU | integrierte Radeon-780M-GPU |
| Display | 14" (35,6 cm) IPS-Panel (matt, 1.920 x 1.200 Pixel, 60 Hz) |
| RAM | 32 GByte DDR5-RAM (SO-DIMM gesteckt) |
| Massenspeicher | WD SN810 (1000 GByte, PCIe) 6.963 MByte/s Lesen, 5.326 MByte/s Schreiben |
| Ports | 2x USB-C (Thunderbolt 4), 2x USB-A 3.2 Gen1, 1x HDMI, 1x Klinkenbuchse, 1x Nano-SIM, 1x Smartcard |
| Maße | 316 x 224 x 20 mm, 1,4 kg |
| Laufzeit | 11:12 Stunden |
| Preis (Testmuster) | 1650 Euro |
Der Smart-Card-Steckplatz zeigt zudem den weiteren spezialisierten Fokus auf den Enterprise-Markt. Mit dabei sind 32 Gbyte RAM und eine 1 TByte große SSD von Western Digital (SN810). Eine weniger gut ausgestattete Version gibt es hier nicht – zumindest nicht in Kombination mit dem AMD Ryzen 7 7840HS.
Das Zbook Firefly ist tatsächlich das einzige Modell mit AMD-Chip in unserem Vergleich. Nach den Testergebnissen fragen wir uns, warum nicht mehr Hersteller auf die zu Intel sehr konkurrenzfähigen Chips setzen. In Cinebench R23 erreicht das HP-Notebook 14.410 Punkte. Nur das Lenovo Yoga Pro 9i schneidet hier besser ab. Die Testergebnisse sind auch in Geekbench 6 ziemlich gut. In der Multicore-Disziplin werden immerhin 12.480 Punkte erreicht.
AMD ist eine gute Idee
Die integrierte Grafikeinheit ist eine Radeon 780M. Sie liefert etwas bessere Ergebnisse ab als die in Intel-Chips integrierte Iris-Xe-GPU. In Shadow of the Tomb Raider messen wir etwa bei 1.920 x 1.080 Pixeln und mittleren Grafikdetails 23 fps. Im Blender-Benchmark von Open Data schafft die GPU 90,35 Punkte. Generell ist die Gaming- und Rendering-Leistung immer noch etwas geringer als bei Apples Macbook Air. Die auf dem Apple Silicon integrierte GPU ist aber auch merklich größer.
Im Zbook Firefly wird ein 14 Zoll großes, entspiegeltes Display mit einer Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln verbaut. Das kann maximal mit etwa 434 cd/m² leuchten. Die Farbabdeckung reicht für 99,8 Prozent des SRGB- und 79,7 Prozent des DCI-P3-Farbraumes. Das ist für die meisten Büroarbeiten natürlich völlig ausreichend. Bei anspruchsvolleren Medienarbeiten empfiehlt sich ein externes Display, das wir glücklicherweise etwa über HDMI ansteuern können.
Die Kombination aus Tastatur und Trackpad ist in den meisten Fällen gut aufgestellt. Auf den flachen Tasten tippt es sich angenehm und der Druckpunkt erscheint homogen und ohne viel Spiel zwischen den einzelnen Tasten. Das Trackpad kann ebenfalls gut genutzt werden. Wir finden aber weder den einen noch den anderen Part besonders spannend. Das Matebook X Pro bringt hier ein enorm großes Trackpad, das Thinkpad die bewährt gute Tasatur und einen Trackpoint mit. Ein solches Alleinstellungsmerkmal finden wir hier nicht.
Das muss natürlich auch nicht sein. Zusammen mit einer sehr guten Akkulaufzeit von 11:12 Stunden bei 200 cd/m² in PCMark10 bietet das Zbook Firefly G10 die insgesamt rundeste Alternative zum Macbook Air an – zumindest unter den von uns hier getesteten Geräten. Der Preis von 1.650 Euro scheint auch nicht überzogen zu sein.