Huawei Matebook X Pro - schick, schlank, wenig ausdauernd
Unter den Macbook-Alternativen ist das Huawei Matebook X Pro sicher ein Underdog. Vom Hersteller, der sich normalerweise eher auf günstigere Notebooks für Endkunden spezialisiert, würden wir keine allzu große Konkurrenz erwarten. Auf dem Papier und in der Praxis stellt sich das Matebook X zunächst aber sogar als ziemlich gute Konkurrenz vor.
Der Hersteller setzt auf ein modernes Design mit wenig Rändern und einem generell sehr schlanken Chassis. Mit 31 x 22,1 x 1,56 cm und einem Gewicht von 1,26 kg lässt es sich gut mit dem Macbook Air vergleichen. Auch die generelle Herstellungsqualität des rau perforierten und gummierten Metallgehäuses ist exzellent. Es fühlt sich durch die ungewöhnliche Texturierung zudem besonders an.
| Komponente | Typ |
|---|---|
| CPU | Intel Core i7-1360P |
| GPU | integrierte Intel-Xe-GPU |
| Display | 14,2" (36,1 cm) IPS-Panel (spiegelnd, 3.120 x 2.080 Pixel, 60/90 Hz) |
| RAM | 16 GByte LPDDR5-RAM |
| Massenspeicher | 1-TByte-SSD (PCIe) 4.846 MByte/s Lesen, 3.901 MByte/s Schreiben |
| Ports | 2x USB-C (Thunderbolt 4), 2x USB-C, Klinkenbuchse |
| Maße | 310 x 221 x 15,6 mm, 1,26 kg |
| Laufzeit | 5:12 Stunden |
| Preis (Testmuster) | 1.800 Euro |
Huawei setzt wie Apple auf ein eher flaches Tastaturdesign und ein übergroßes Trackpad. Es nimmt den gesamten vertikalen Platz zwischen Gehäuserand und Tastatur ein und lässt sich deshalb besonders einfach nutzen. Dazu kommt eine Chiclet-Tastatur mit flachen Tasten, die sich recht angenehm tippen lassen. Wie Lenovo verzichtet Huawei größtenteils auf ein ungewöhnliches Layout.
Eine Besonderheit: Das 14,2-Zoll-Panel kommt im wenig verbreiteten 3:2-Format und löst zudem mit einer sehr hohen Auflösung von 3.120 x 2.080 Pixeln bei 90 Hz auf. Wir messen eine Helligkeit von 629 cd/m². Das ist hell genug für fast jede Situation, auch ein Picknick im Sonnenschein. Schauen wir dann noch auf die Farbabdeckung von 99,5 Prozent des SRGB- und 94,3 Prozent des DCI-P3-Farbraumes, wird klar: Huaweis Notebook punktet am ehesten mit dem sehr guten, aber spiegelnden Display.
Der Hersteller entscheidet sich zudem für den etwas leistungsfähigeren Intel Core i7-1360P, der mit einer TDP von maximal 30 Watt im Leistungsmodus auch bessere Testergebnisse abliefert. Wir messen 8.511 Punkte in Cinebench R23 und 11.431 Punkte im Geekbench-6-CPU-Multi-Benchmark. Es positioniert sich mit diesen Werten oberhalb des Apple M2 und kann sich auch mit dem neueren M3 messen.
Hält nicht lange durch
Das gilt, solange wir nicht auf die Grafikleistung schauen. Immerhin schafft die integrierte Xe-GPU in Shadow of the Tomb Raider 22 fps bei mittleren Grafikeinstellungen. Der Blender-Bechmark mit Monster-Preset kommt hier auf 11.431 Punkte. Wir sehen: Huaweis Notebook ist merklich schneller als das Thinkpad X1 Carbon und kann dabei mit ebenso leisem Lüftergeräusch arbeiten.
Es gibt hier allerdings einen entscheidenden Nachteil: Zumindest in PCMark 10 bei 200 cd/m² Helligkeit messen wir nur 5:12 Stunden Akkulaufzeit. Wir haben dieses Ergebnis ein weiteres Mal reproduzieren können, weil wir es zunächst für ungewöhnlich schlecht hielten. Es scheint, als benötige das hochauflösende 90-Hz-Panel doch einige Energiereseven, selbst bei leichter Last.
Laut dem Magazin Notebookcheck lässt sich die Akkulaufzeit etwa durch eine geringere Helligkeit teilweise enorm verbessern. Wir halten einen Wert von 200 cd/m² aber für einen gut nutzbaren Wert in beleuchteten Innenräumen. Das Matebook Pro X ist ansonsten ein gutes Gerät, das mit mindestens 1.750 Euro aber auch nicht unbedingt günstig ist.