Abo
  • IT-Karriere:

Dell Foundation Services: Dell-Fix macht alles noch schlimmer

Eigentlich sollte sie eine Sicherheitslücke schließen: Mit der neuen Version der Dell Foundation Services können über das Netz Informationen über die Hardware, laufende Prozesse, Metadaten von Dateien und vieles mehr ausgelesen werden.

Artikel veröffentlicht am , Hanno Böck
Dell schafft es offenbar nicht, die Probleme in seiner Software Dell Foundation Services in den Griff zu bekommen.
Dell schafft es offenbar nicht, die Probleme in seiner Software Dell Foundation Services in den Griff zu bekommen. (Bild: Wistula, Wikimedia Commons/CC-BY 2.0)

Dell kommt nicht zur Ruhe: Nach dem Sicherheitsdesaster mit vorinstallierten Zertifikaten stellte sich heraus, dass eine Software namens Dell Foundation Services eine weitere Lücke enthielt, die es Webseiten erlaubte, den Service-Tag auszulesen, ein eindeutiges Identifizierungsmerkmal von Dell-PCs und Laptops. Einer zunächst eher verwirrenden Stellungnahme von Dell folgte die Mitteilung, dass dieses Problem in der Version 3.0.700.0 A00 behoben sei.

Stellenmarkt
  1. Energiedienst Holding AG, Rheinfelden (Baden), Schallstadt
  2. ilum:e informatik ag, Mainz, Frankfurt am Main, Berlin, München, Köln, Hamburg, Leipzig, Düsseldorf, Stuttgart, Home-Office

Wir haben daraufhin den Entdecker der Service-Tag-Lücke, der nur unter dem Pseudonym Slipstream auftritt, kontaktiert. Slipstream bestätigte uns, dass die ursprüngliche Lücke nicht mehr besteht, allerdings hat Dell offenbar ein neues Problem verursacht, das um einiges gravierender ist. Eine Beschreibung dazu findet man in einem Blogeintrag von Slipstream auf der Webseite LizardHQ.

Ursprünglich war es möglich, über Port 7779 eine JSON-API zu erreichen, die das Auslesen des Service-Tags erlaubte. Diese API nutzte die sogenannte JSONP-Technik, dadurch war ein Auslesen auch durch fremde Webseiten trotz Same Origin Policy möglich. Diese API hat Dell nun ersetzt durch eine SOAP-API. Die lässt sich zwar nicht mehr direkt von Webseiten auslesen, sie ist jedoch öffentlich im Netz erreichbar. Sprich: Wenn ein Dell-Nutzer mit seinem PC direkt ans Internet angeschlossen ist, kann jeder auf diese API zugreifen. Auch in einem lokalen Netzwerk ist sie damit für andere Nutzer abrufbar, etwa in einem öffentlichen WLAN.

Und die neue API gibt offenbar bereitwillig Informationen über den Nutzer preis: Die verwendete Hardware, die installierte Software, laufende Prozesse, angeschlossene Festplatten, Dateinamen und Metadaten von Dateien.

Dell hat offenbar aus einer kleinen Sicherheitslücke eine weit größere gemacht. Der Blogeintrag von Slipstream wiederholt die Empfehlung, die Dell Foundation Services zu entfernen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 234,90€
  2. 119,90€
  3. 249€ + Versand

hannob (golem.de) 03. Dez 2015

Es handelte sich bei der ursprünglichen Lücke um eine Schnittstelle, die mittels JSONP...

Bill Carson 03. Dez 2015

frage ich mich manchmal, wie gewisse Menschen an ihren Job gekommen sind...

AllAgainstAds 03. Dez 2015

Dazu müsste man DELL einen Vorsatz nachweisen können. Dell muss sich nur an die immer...

AllAgainstAds 03. Dez 2015

Es ist im allgemeinen aber auch bekannt, das die sogenannte Crapware den Preis der...


Folgen Sie uns
       


Besuch im Testturm Rottweil von Thyssen-Krupp - Bericht

Thyssen-Krupp testet in Baden-Württemberg in einen Turm einen revolutionären Aufzug, der ohne Seile auskommt.

Besuch im Testturm Rottweil von Thyssen-Krupp - Bericht Video aufrufen
P30 Pro im Kameratest: Huawei baut die vielseitigste Smartphone-Kamera
P30 Pro im Kameratest
Huawei baut die vielseitigste Smartphone-Kamera

Huawei will mit dem P30 Pro seinen Vorsprung vor den Smartphone-Kameras der Konkurrenez ausbauen - und schafft es mit einigen grundlegenden Veränderungen.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. CIA-Vorwürfe Huawei soll von chinesischer Regierung finanziert werden
  2. Huawei-Gründer "Warte auf Medikament von Google gegen Sterblichkeit"
  3. 5G-Ausbau Sicherheitskriterien führen nicht zu Ausschluss von Huawei

Falcon Heavy: Beim zweiten Mal wird alles besser
Falcon Heavy
Beim zweiten Mal wird alles besser

Die größte Rakete der Welt fliegt wieder. Diesmal mit voller Leistung, einem Satelliten und einer gelungenen Landung im Meer. Die Marktbedingungen sind für die Schwerlastrakete Falcon Heavy in nächster Zeit allerdings eher schlecht.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer und dpa

  1. SpaceX Raketenstufe nach erfolgreicher Landung umgekippt
  2. Raumfahrt SpaceX zündet erstmals das Triebwerk des Starhoppers
  3. Raumfahrt SpaceX - Die Rückkehr des Drachen

Urheberrechtsreform: Was das Internet nicht vergessen sollte
Urheberrechtsreform
Was das Internet nicht vergessen sollte

Die Reform des europäischen Urheberrechts ist eine Niederlage für viele Netzaktivisten. Zwar sind die Folgen der Richtlinie derzeit kaum absehbar. Doch es sollten die richtigen Lehren aus der jahrelangen Debatte mit den Internetgegnern gezogen werden.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Leistungsschutzrecht VG Media will Milliarden von Google
  2. Urheberrecht Uploadfilter und Leistungsschutzrecht endgültig beschlossen
  3. Urheberrecht Merkel bekräftigt Zustimmung zu Uploadfiltern

    •  /