Delivery Hero: Fastfood-Bringdienste erschweren Löschung des Kundenkontos

Datenschützer sammeln Beschwerden über die Essens-Lieferdienste Lieferheld, Foodora und Pizza.de. Kunden sollen das Nutzerkonto nur löschen können, wenn sie einen Identitätsnachweis einsenden.

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Essen bei Yemeksepeti, das zu Delivery Hero gehört
Essen bei Yemeksepeti, das zu Delivery Hero gehört (Bild: Yemeksepeti)

Nutzer beklagen, dass bei den Delivery-Hero-Firmen Lieferheld, Foodora und Pizza.de sowie anderen die Löschung ihres Kundenkontos nicht möglich ist, oder dass dafür ein Identitätsnachweis zugesandt werden muss. Das berichtet das Nachrichtenmagazin der Spiegel unter Berufung auf den Berliner Beauftragten für Datenschutz. Demnach gibt es seit Mitte 2015 "eine Häufung von Beschwerden gegen Lieferdienste".

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Acht Fälle wurden ohne Sanktionen abgeschlossen, nachdem die Anbieter kooperiert hatten; die anderen werden noch bearbeitet.

In einer Konferenz von 17 deutschen Datenschutzbehörden, dem Düsseldorfer Kreis, werde auch über die Lieferdienste gesprochen. Die Berliner Datenschutzbeauftragte schlug dort eine bundesweite "koordinierte Prüfaktion bei Essenslieferdiensten" vor, um diese "für datenschutzrechtliche Belange zu sensibilisieren".

Bei sechs offenen Beschwerden handele es sich um eine überschaubare Anzahl von Klagen, sagte Unternehmenssprecher Bodo von Braunmühl auf Anfrage von Golem.de: "Ich kann auch schon jetzt sagen, dass wir bereits seit Mai auf eine Zusendung des Identitätsnachweises zur Löschung von Kundenkonten verzichten." Die frühere Regelung sei wohl für die Mehrzahl der Klagen verantwortlich gewesen.

Delivery Hero ist weltweit aktiver Konzern

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Delivery Hero kaufte im August 2014 den Konkurrenten Pizza.de. Laut einem Medienbericht soll der Kaufpreis bei 290 Millionen Euro gelegen haben. Medienberichten zufolge kommen die beiden Firmen zusammen auf einen Marktanteil von 75 Prozent in Deutschland. Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte noch Ende 2012 Strafbefehl gegen sieben Topmanager von Lieferheld erlassen. Dabei ging es um den Vorwurf der "gemeinschaftlich begangenen (...) gewerbsmäßigen unbefugten Verwertung einer Datenbank" von Pizza.de.

Delivery Hero gelang in diesem Jahr der Börsengang. Der Essens-Lieferdienst wurde dabei mit 4,39 Milliarden Euro bewertet. Einer der Großaktionäre ist Rocket Internet, dem 25,7 Prozent an dem im Jahr 2011 gegründeten Startup mit Sitz in Berlin gehören. Delivery Hero nahm mit dem Börsengang annähernd 1 Milliarde Euro ein.

Ein weiterer Großanleger ist der südafrikanische Technologie-Investor Naspers, dem beim Börsengang 10,9 Prozent gehörten. Naspers wollte seine Beteiligung ausbauen.

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User_x 28. Aug 2017

die Daten verkaufen geht nur per OptIn. ohne Dich zu benachrichtigen, dürfen die das...

robinx999 28. Aug 2017

Ein Butten nach dem Einloggen wäre trotzdem einfacher, wobei E-Mail Adressen sich ja auch...

User_x 28. Aug 2017

und wie ändert man so seine adresse bei den diensten? mail schreiben?

krakos 28. Aug 2017

Genau das ist das Prinzip von Foodora: Lieferdienst anbieten für Läden, die selber...

Anonymouse 28. Aug 2017

Ja eben! Gratulation zur Erkenntnis!



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