Abo
  • Services:

Delid Die Mate 2: Prozessoren köpfen leichter gemacht

Wer übertaktet oder eine bessere Kühlung wünscht, muss auch bei Intels aktuellen Kaby-Lake-Chips den Heatspreader entfernen und die Wärmeleitpaste tauschen. Der Delid Die Mate 2 ist hierfür das richtige Werkzeug - und günstiger als sein Vorgänger.

Artikel veröffentlicht am ,
Delid Die Mate 2
Delid Die Mate 2 (Bild: Roman 'der8auer' Hartung)

Der deutsche Overclocking-Profi Roman "der8auer" Hartung hat den neuen Delid Die Mate 2 vorgestellt. Dahinter verbirgt sich ein Werkzeug, mit dem bei Prozessoren die Metallkappe, der IHS (Integrated Heatspreader), entfernt wird - im Jargon wird als Köpfen bezeichnet. Der Delid Die Mate 2 ist zu ausgewählten Intel-CPUs für Sockel LGA 1150/1151/1155 kompatibel.

Stellenmarkt
  1. Dürr Systems AG, Bietigheim-Bissingen
  2. Pfennigparade SIGMETA GmbH, Stuttgart

In diese Kategorie fallen die Chips der Ivy-Bridge- (Core iX-3000), Haswell- (iX-4000), Broadwell- (iX-5000), Skylake- (iX-6000) und Kaby-Lake-Reihe (iX-7000). Bei allen ist der Heatspreader nicht mit dem Die verlötet wie bei Sandy-Bridge-Prozessoren (Core iX-2000) oder den Chips für den Sockel LGA 2011-3 (wie dem 6950X), sondern der Kontakt wird mit Wärmeleitpaste hergestellt. Die von Intel verwendete führt Hitze schlechter ab als im Endkundenmarkt verfügbare; selbst der uralte Klassiker - die Arctic Silver 5 - ist besser.

Ziel des Delid Die Mate 2 ist es daher, den Prozessor zu köpfen, zu säubern, bessere Wärmeleitpaste bis hin zu exzellenten Flüssigmetallvarianten aufzutragen und den Heatspreader dann wieder zu verkleben. Hierzu wird die CPU in den Delid Die Mate 2 gesetzt und durch das Anziehen einer Schraube per Scherbewegung die Metallkappe vom Chip geschoben. Beim Vorgänger musste erst noch das Gehäuse montiert werden. Zum abschließenden Verkleben des Deckels wird der Prozessor beim Delid Die Mate 2 mit einer Schraubzwinge arretiert, was für ausreichend Anpressdruck sorgt.

Als Resultat fallen je nach verwendeter Wärmeleitpaste die Temperaturen um 5 bis 20 Kelvin geringer aus als mit Intels Lösung. Das kann zu besseren Übertaktungsergebnissen führen, da die Kühlung effektiver ist. Auch wer einen leisen oder passiven Rechner wünscht, profitiert vom Köpfen der CPU. Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass Intels aktuelle Prozessoren im Regelbetrieb nicht überhitzen, sondern schlicht höhere und dennoch unkritische Temperaturen erreichen. Erst mit mehr Takt sowie Spannung beim Overclocking macht sich die Intel-Wärmeleitpaste bemerkbar.

Wie üblich geht durch das Entfernen des Heatspreaders aber die Garantie für den Chip verloren. Soweit uns bekannt ist, ist es bei sachgemäßer Durchführung per Delid Die Mate (2) quasi unmöglich, den Prozessor zu zerstören.

Das neue Modell soll ab dem 22. Februar 2017 bei Caseking verfügbar sein und kostet 30 Euro. Beim Vorgänger waren es anfangs 90 Euro, dann 70 Euro und im Abverkauf noch 50 Euro.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Logan, John Wick, Alien Covenant, Planet der Affen Survival)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

HubertHans 23. Jan 2017

Google doch selbst. Loeten ist nicht an Loetzimm gebunden.

Crossfire579 20. Jan 2017

Ich habe jetzt auch meinen i7 4770k mal geköpft, hat fast nichts gebracht. Temps...

H4ndy 20. Jan 2017

Der Erfinder des De-lid mate testet immer mal alle möglichen Pasten. Hier das letzte...

cello040 20. Jan 2017

Selber Vorteil bei Anwendung von Liquid Metal auf GPU? Hat jemand darüber bei aktuellen...

Moe479 20. Jan 2017

und das war beim einbauen auch nicht mehr unbedingt für grobmotoriker geeignet, bzw...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Thinkpad A485 - Test

Wir testen Lenovos Thinkpad A485, ein Business-Notebook mit AMDs Ryzen. Das 14-Zoll-Gerät hat eine exzellente Tastatur und den sehr nützlichen Trackpoint als Mausersatz, auch die Anschlussvielfalt gefällt uns. Leider ist das Display recht dunkel und es gibt auch gegen Aufpreis kein helleres, zudem könnte die CPU schneller und die Akkulaufzeit länger sein.

Lenovo Thinkpad A485 - Test Video aufrufen
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test: Tolles teures Teil - aber für wen?
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test
Tolles teures Teil - aber für wen?

Der Mac Mini ist ein gutes Gerät, wenngleich der Preis für die Einstiegsvariante von Apple arg hoch angesetzt wurde und mehr Speicher(platz) viel Geld kostet. Für 4K-Videoschnitt eignet sich der Mac Mini nur selten und generell fragen wir uns, wer ihn kaufen soll.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Apple Mac Mini wird grau und schnell
  2. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

Machine Learning: Wie Technik jede Stimme stehlen kann
Machine Learning
Wie Technik jede Stimme stehlen kann

Ein Unternehmen aus Südkorea arbeitet daran, Stimmen reproduzierbar und neu generierbar zu machen. Was für viele Branchen enorme Kosteneinsparungen bedeutet, könnte auch eine neue Dimension von Fake News werden.
Ein Bericht von Felix Lill

  1. AWS Amazon bietet seine Machine-Learning-Tutorials kostenlos an
  2. Random Forest, k-Means, Genetik Machine Learning anhand von drei Algorithmen erklärt
  3. Machine Learning Amazon verwirft sexistisches KI-Tool für Bewerber

Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998): El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau
Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998)
El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau

Golem retro_ Electronic Arts ist berühmt und berüchtigt für jährliche Updates und Neuveröffentlichungen. Was der Publisher aber 1998 für digitale Raser auffuhr, ist in puncto Dramatik bei Verfolgungsjagden bis heute unerreicht.
Von Michael Wieczorek


      •  /