Dekarbonisierung: Alle Berliner Busse werden elektrisch
Der Berliner Senat hat einen Verkehrsvertrag(öffnet im neuen Fenster) mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) für die Jahre 2020 bis 2035 geschlossen, demzufolge alle Busse auf Elektroantrieb umgerüstet werden.
Derzeit setzt die BVG 61 Elektrobusse ein. Bis Ende 2020 kommen 60 weitere Busse hinzu. Bis 2030 sollen alle 1.500 Busse der Hauptstadt elektrisch fahren. Das erfordert auch hohe Investitionen in die Infrastruktur für Ladestationen, Parkmöglichkeiten und unternehmenseigene Werkstätten. Zusammen mit den Bussen belaufen sich die Kosten auf zwei Milliarden Euro.
Zum Vergleich: In der vergangenen Dekade betrugen die Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur bei der BVG im Durchschnitt knapp 300 Millionen Euro pro Jahr. Im kommenden Jahrzehnt werden diese Summen um mehr als das Zweieinhalbfache auf durchschnittlich rund 800 Millionen Euro pro Jahr erhöht.
Im Vertrag ist außerdem fixiert, dass bis 2030 die U-Bahn für rund 2,4 Milliarden Euro und die Straßenbahn für rund 740 Millionen Euro jeweils einen runderneuerten, vergrößerten Fahrzeugpark erhalten. Das Straßenbahnnetz soll um knapp 40 Prozent erweitert werden.
Autos werden zugunsten von Fahrrädern und Bussen behindert
Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) sagte: "Genau dies ist der richtige Weg, um den ÖPNV für die Berlinerinnen und Berliner sowie ihre Gäste so attraktiv zu machen, dass ein Umstieg vom privaten PKW leicht fällt." Während der Coronapandemie wurde der Autoverkehr in einigen Bezirken bereits durch sogenannte Popup-Radwege auf Straßenspuren, Parkplatzverringerungen und der Ausweisung neuer Busspuren zurückgedrängt.
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