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Deepseek V4: Nvidia durfte neues KI-Modell nicht sehen

Statt Nvidia und AMD durften nur chinesische Unternehmen wie Huawei, Deepseeks neues Modell vorab sehen und für die eigene Hardware optimieren.
/ Mike Faust
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Deepseek enthält US-amerikanischen Chipherstellern sein neues Modell vor. (Bild: Jonathan Raa via Reuters Connect)
Deepseek enthält US-amerikanischen Chipherstellern sein neues Modell vor. Bild: Jonathan Raa via Reuters Connect

Das chinesische Unternehmen Deepseek hat nur inländischen Partnern Zugriff auf eine Vorschau der Version 4 seines KI-Modells gegeben. Wie Reuters exklusiv berichtet(öffnet im neuen Fenster) , wurde das kommende Modell US-Chipherstellern vorenthalten, was nicht der branchenüblichen Praxis entspricht. Zu den Unternehmen, denen Deepseek einen Einblick gewährte, gehörte unter anderem Huawei.

Weiter heißt es, dass KI-Entwickler ihre neuen Modelle üblicherweise mit führenden Chipherstellern wie AMD und Nvidia teilen, um sicherzustellen, dass die Software auf weitverbreiteter Hardware effizient funktioniert. In der Vergangenheit habe Deepseek eng mit technischen Mitarbeitern von Nvidia zusammengearbeitet, so Reuters. Stattdessen erhielten Huawei und andere Partner von Deepseek mehrere Wochen Vorsprung, um das KI-Modell für ihre Hardware zu optimieren .

Ben Bajarin, CEO des Marktforschungsunternehmens Creative Strategies, sagte Reuters: "Die Auswirkungen auf Nvidia und AMD im Bereich allgemeiner Datenbeschleuniger sind minimal" und "die meisten Unternehmen nutzen Deepseek nicht, da es hauptsächlich als Benchmark-Modell dient." Zudem verkürzten neue KI-Codierungstools die Zeit, um Software auf Hardware lauffähig zu machen, von Monaten auf Wochen.

Hinweise auf die Verwendung US-amerikanischer Chips?

Ein Beamter der Trump-Regierung behauptete gegenüber Reuters, dass Deepseeks neues KI-Modell auf Blackwell-Chips von Nvidia trainiert worden sei und das Unternehmen die Einschränkungen für die Vorschauversion dazu nutzen werde, um Hinweise auf die Verwendung US-amerikanischer Chips zu entfernen. Anschließend solle behauptet werden, dass für das Training ausschließlich Chips von Huawei verwendet worden seien, so der Beamte weiter.

Im August 2025 wurde bekannt, dass das Deepseek-Team mindestens teilweise Nvidia-Chips weiternutzen musste , weil es beim Training mit den Huawei-Chips zu Problemen kam. Einen Monat später veröffentlichte die chinesische Zhejiang-Universität ein R1-Modell von Deepseek , das ausschließlich mithilfe von Huaweis KI-Beschleunigern entwickelt worden sein soll.


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