Deepmind: Googles KI soll Strahlentherapie bei Krebs optimieren

Tumore im Kopfbereich von gesundem Gewebe unterscheiden und sie dann zur Therapie bestrahlen, ist extrem aufwendig. Googles KI-Sparte Deepmind will dies mit maschinellem Lernen wesentlich beschleunigen.

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Scan des Kopfes eines Krebspatienten
Scan des Kopfes eines Krebspatienten (Bild: Cove@UCI, flickr.com,/CC0 1.0)

Seit wenigen Monaten arbeitet das auf künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Team Deepmind von Google aktiv mit dem staatlichen Gesundheitssystem Großbritanniens (NHS) zusammen, um die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern. In einer weiteren Kooperation will das Team die Strahlentherapie bei Tumoren im Kopf- und Nackenbereich verbessern, wie Deepmind mitteilt.

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Die Möglichkeit einer weitgehend automatischen Segmentierung von gut- und bösartigem Gewebe mit Hilfe von maschinellem Lernen soll dabei gemeinsam mit der für die Behandlung zuständigen Abteilung des Krankenhausverbundes der University College London Hospitals (UCLH) erforscht werden. Darauf aufbauend wird letztlich die Bestrahlung geplant, was ebenfalls maschinell unterstützt werden soll.

Zurzeit benötige dieser Vorgang etwa vier Stunden, Deepmind hoffe, dies auf etwa eine Stunde reduzieren zu können. Insbesondere bei Tumoren im Kopf- und Nackenbereich sei dies besonders aufwendig, da dort viele lebensnotwendige anatomische Strukturen sehr nah beieinander liegen. Für erste Tests will Deepmind die anonymisierten Scans von 700 ehemaligen Patienten als Ausgangslage zum Lernen für einen Algorithmus verwenden.

Möglicherweise könnte dies später sogar auf weitere Körperregionen ausgeweitet werden. Noch bezeichnet Deepmind die Forschungsarbeiten als reine Sondierung - ob Ergebnisse tatsächlich irgendwann aktiv zur Behandlung eingesetzt werden können, ist also noch völlig offen. Das könnte auch mit der enormen Gefahr zusammenhängen, die von einer fehlerhaften Planung und falschen Bestrahlung ausgeht.

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