Deepmind: Google entwickelt KI-Mauszeiger
Der Mauszeiger ist seit Jahrzehnten unverändert. Google will das nun grundlegend ändern, mit einem KI-gesteuerten Cursor(öffnet im neuen Fenster), der Kontext selbst versteht.
Der Mauszeiger denkt mit
Das Konzept ist einfach: Nutzer zeigen auf etwas auf dem Bildschirm, sprechen einen kurzen Befehl ins Mikro oder Tippen einen Befehl an, und die KI reagiert. Wer mit dem Cursor auf eine Datentabelle zeigt und "mach daraus ein Diagramm" sagt, soll genau das bekommen – ohne Kopieren, ohne Chatfenster, ohne Umweg. Google nennt das Prinzip "AI meets you where you are".
Wie soll das funktionieren? – Pixel als Datenpunkte
Googles Ansatz beruht auf vier Grundprinzipien: Der Nutzer bleibt in seinem Workflow, die KI liest den Kontext um den Cursor herum automatisch, kurze Alltagsbefehle wie "fix das" ersetzen lange Prompts. Ein Foto einer handgeschriebenen Notiz könnte so zur interaktiven Checkliste werden, ein Standbild aus einem Reisevideo zum Link für eine Restaurantreservierung.
Chrome und Googlebook zuerst
Für Chrome soll es in den USA bereits eine Version geben, mit der Nutzer Gemini zu einem markierten Webseitenabschnitt befragen können, der Mauszeiger ist bisher aber nicht verfügbar. Für Googles Chromebook-Nachfolger Googlebook ist ein Feature namens Magic Pointer angekündigt. Offen bleibt auch, wie das System mit Datenschutz umgeht, denn um zu funktionieren, analysiert es kontinuierlich den Bildschirminhalt. Und damit hatte sich schon Microsoft mit der Recall-Funktion die Finger verbrannt.
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