Abo
  • Services:

Deepface: Facebook will Gesichter so gut wie der Mensch erkennen

Die umstrittene Gesichtserkennung wird bei Facebook stetig weiterentwickelt. Forscher des Konzerns wollen nun mit der Technik "Deepface" eine Erkennungsrate erreichen, die nahe der des Menschen liegt. Dazu gibt es nun eine wissenschaftliche Arbeit, bald soll das Verfahren auf einer Konferenz vorgestellt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Deepface erkennt ein Bild von Sylvester Stallone.
Deepface erkennt ein Bild von Sylvester Stallone. (Bild: Facebook AI Group)

Unter dem Namen "Deepface" entwickelt Facebook seine Gesichtserkennung weiter. Das Unternehmen hatte dazu Mitte 2012 die Firma Face.com gekauft, und von einem der Gründer des übernommenen Startups, Yaniv Taigman, sowie anderen Autoren stammt eine neue wissenschaftliche Arbeit, die bei Facebook auch ohne Login abgerufen werden kann.

Stellenmarkt
  1. M-net Telekommunikations GmbH, München
  2. McService GmbH, München

Deepface arbeitet anders als einfache biometrische Verfahren mit einem komplexen 3D-Modell des menschlichen Gesichts. Dabei werden nicht nur beispielsweise die Abstände der Augen oder die Breite des Mundes vermessen. Um die dreidimensionale Darstellung zu erreichen, werden die Fotos auch so gedreht, als ob die Person ganz gerade in die Kamera gesehen hätte.

  • Aus einem einzelnen 2D-Foto wird ein 3D-Modell erstellt. (Bilder: Facebook AI Group)
  • Im ersten Schritt wird eine Frontalaufnahme erstellt. (Bilder: Facebook AI Group)
Im ersten Schritt wird eine Frontalaufnahme erstellt. (Bilder: Facebook AI Group)

Danach wird das 3D-Modell erstellt, aus dem sich die Abmessungen der markanten Punkte genauer errechnen lassen. Dabei ergeben sich per Faltung auch mehr als nur die 3D-Daten, insgesamt errechnet Deepface sechs verschiedene Ebenen eines Bildes. Das kann, wie die Forscher in ihrer Arbeit erwähnen, auch zum Erstellen neuer - real gar nicht aufgenommener - Bilder der Person genutzt werden.

Die Technik haben die Wissenschaftler an über vier Millionen Fotos ausprobiert, die rund 4.000 verschiedene Personen zeigen. Dabei soll sich eine Erkennungsrate von 97,25 Prozent ergeben haben. Mit dem Verweis auf andere Studien der Biometrie und der Gedächtnisforschung ziehen die Verfasser den Schluss, dass sich die Genauigkeit bereits auf dem Niveau der Fähigkeiten eines Menschen befindet.

Deepface soll laut einem Bericht von Technology Review nicht nur bei Facebook selbst verwendet werden. Die Wissenschaftler, die in der "Facebook AI Group" an der Erforschung von künstlicher Intelligenz arbeiten, wollen sie Ende Juni 2014 auch auf einer Konferenz der IEEE vorstellen. Die Nutzung von Gesichtserkennung in Facebook ist stark umstritten, zuerst wurde das Verfahren 2010 für US-Nutzer des Dienstes eingeführt, 2011 war die Funktion dann weltweit verfügbar. Für die ersten Erkennungen ist das System darauf angewiesen, dass die Nutzer Personen selbst erkennen, danach lernt es selbsttätig weiter und macht immer präzisere Vorschläge.

In Europa regte sich gegen die Gesichtserkennung schnell Widerstand, so dass Facebook das System zunächst Mitte 2012 auf Eis legte. Erst im Februar 2014 gab das Unternehmen aber an, für europäische Nutzer generell keine Gesichtserkennung mehr durchführen zu wollen und auch die bereits gesammelten Daten zu löschen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Logan, John Wick, Alien Covenant, Planet der Affen Survival)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

triplekiller 19. Mär 2014

Derpface

motzerator 18. Mär 2014

Andere Klamotten, anderer Ort, schon erkenne ich selbst Leute nicht mehr wieder, bei...

motzerator 18. Mär 2014

Da muss ich dir Recht geben, Spektrum klingt für mich viel Sympathischer als...

DrWatson 18. Mär 2014

Was für ein Unsinn. Wer hat dir denn diesen Bären aufgebunden?

jkow 18. Mär 2014

Nein, das ist ein ganz anderer Punkt. Du fragest ja "Was ist der konkrete Nutzen - über...


Folgen Sie uns
       


Geforce RTX 2070 - Test

Wir haben uns zwei Geforce RTX 2070, eine von Asus und eine von MSI, angeschaut. Beide basieren auf einem TU106-Chip mit 2.304 Shader-Einheiten und einem 256-Bit-Interface mit GByte GDDR6-Speicher. Das Asus-Modell hat mehr Takt und ein höhere Power-Target sowie eine leicht bessere Ausstattung, die MSI-Karte ist mit 520 Euro statt 700 Euro aber günstiger. Beide Geforce RTX 2070 schlagen die Geforce GTX 1080 und Radeon RX Vega 64.

Geforce RTX 2070 - Test Video aufrufen
Red Dead Online angespielt: Schweigsam auf der Schindmähre
Red Dead Online angespielt
Schweigsam auf der Schindmähre

Der Multiplayermodus von Red Dead Redemption 2 schickt uns als ehemaligen Strafgefangenen in den offenen Wilden Westen. Golem.de hat den handlungsgetriebenen Einstieg angespielt - und einen ersten Onlineüberfall gemeinsam mit anderen Banditen unternommen.

  1. Spielbalance Updates für Red Dead Online und Battlefield 5 angekündigt
  2. Rockstar Games Red Dead Redemption 2 geht schrittweise online
  3. Games US-Spielemarkt erreicht Rekordumsätze

Machine Learning: Wie Technik jede Stimme stehlen kann
Machine Learning
Wie Technik jede Stimme stehlen kann

Ein Unternehmen aus Südkorea arbeitet daran, Stimmen reproduzierbar und neu generierbar zu machen. Was für viele Branchen enorme Kosteneinsparungen bedeutet, könnte auch eine neue Dimension von Fake News werden.
Ein Bericht von Felix Lill

  1. AWS Amazon bietet seine Machine-Learning-Tutorials kostenlos an
  2. Random Forest, k-Means, Genetik Machine Learning anhand von drei Algorithmen erklärt
  3. Machine Learning Amazon verwirft sexistisches KI-Tool für Bewerber

IMHO: Valves Ka-Ching mit der Brechstange
IMHO
Valves "Ka-Ching" mit der Brechstange

Es klingelt seit Jahren in den Kassen des Unternehmens von Gabe Newell. Dabei ist die Firma tief verschuldet - und zwar in den Herzen der Gamer.
Ein IMHO von Michael Wieczorek

  1. Artifact im Test Zusammengewürfelt und potenziell teuer
  2. Artifact Erste Kritik an Kosten von Valves Sammelkartenspiel
  3. Virtual Reality Valve arbeitet an VR-Headset und Half-Life-Titel

    •  /