Englischsprachige Nutzer wollen Cannabis kaufen
Um eine mögliche geografische Verortung der Deep-Web-Benutzer zu erfassen, haben die Experten bei Trend Micro zunächst die Sprachen der beobachteten 3.454 verdächtigen Domänen analysiert. Bei fast zwei Dritteln war die Hauptsprache Englisch (62,36 Prozent). An zweiter Stelle liegt Russisch mit nur 6,6 Prozent, gefolgt von Französisch mit 5,5 Prozent. Deutsch wird auf 2,7 Prozent der erfassten Webseiten genutzt.
Anders sieht die Verteilung aus, wenn die URLs in den erfassten Domänen ausgewertet werden. Hier dominiert Russisch mit 41,4 Prozent vor Englisch mit 40,7 Prozent. Deutsch liegt mit 1,7 Prozent auf Platz 7. Die vollkommen andere Verteilung führen die Experten darauf zurück, dass derzeit ein großes russischsprachiges Forum im Deep Web aktiv ist, das auch im Tor-Netzwerk und über I2P gespiegelt wird. Dort seien aber kaum bösartige Aktivitäten zu verzeichnen.
Eine Zuordnung ist schwierig
Einen nachweislichen Schluss auf die Herkunft der Nutzer im Deep Web kann die Studie freilich nicht geben. Denn Englisch ist nach wie vor eine Art Amtssprache im Internet. Ohnehin sei es für die IT-Sicherheitsexperten aufgrund der gewährleisteten Anonymität schwierig, Benutzerprofile zu erstellen, heißt es in der Studie. Daher seien diese Analysen lediglich eine Einschätzung.
Warum sich viele Nutzer im Deep Web tummeln, soll eine Statistik zeigen, die die Experten bei Trend Micro mit Hilfe des Angebots der 15 populärsten Darknet-Märkte erstellten. Diese Liste erhielten die Forscher bei der als zuverlässig eingeschätzten Webseite Darknet Stats. Demnach will sich rund ein Drittel der Besucher dort Cannabis besorgen. Auch das Angebot von Cannabis auf den Webseiten beläuft sich auf etwa ein Drittel, getreu der ökonomischen Regel von Angebot und Nachfrage. Mit etwa einem weiteren Drittel liegt die Nachfrage nach Medikamenten an zweiter Stelle. An der Spitze der härteren Drogen liegt MDMA - weitläufig als Ecstasy bekannt - mit etwa 11 Prozent. LSD, Methamphetamine und Heroin teilen sich mit etwa 5,3 Prozent die folgenden Plätze mit gestohlenen oder gefälschten Paypal-Konten und Videospielen.
Schadsoftware, VPN-Dienste und pädophile Inhalte
Bei der Auswertung von Webseiten mit verdächtigen und illegalen Inhalten wollen die Forscher 8.707 Webseiten entdeckt haben. Das dort beobachtete Angebot besteht in erster Linie aus Infektionsvektoren - Schadsoftware - (33,7 Prozent) und dubiosen Proxy- oder VPN-Diensten (31,7 Prozent), aber auch pädokriminellen Inhalten (26,1 Prozent). Mit lediglich 4,8 Prozent liegt Hacking an vierter Stelle, gefolgt von pornografischen Inhalten mit Angriffsvektoren mit 2 Prozent. Weitere Angebote bestehen laut Studie aus bösartiger Adware (0,5 Prozent), Command-and-Control-Servern (0,3 Prozent) oder Phishing (0,3 Prozent). Um an diese Seiten zu gelangen, werden in erster Linie sogenannte Hidden Wikis im normalen Web - oder Surface Web - verwendet, die Links ins Deep Web oder Dark Web enthalten.
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Richtig du musst ja auch keine nehmen... Aber Bedenke der Mensch hat schon immer Drogen...
Ganz ehrlich, merkst du eigentlich welchen Dünnpfiff du schreibst, während du auf der...
Kleine Korrektur am Rande: Die Hanffaser stand damals in direkter Konkurrenz zu Duponts...
Angst ist der beste "Marketing Kanal". Will heissen: Wenn man gezielt ein wenig Angst...