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Deep Sea Mining: Deep Green holte Manganknollen vom Meeresgrund

Noch sind es nur Erkundungen, die Deep Green im Pazifik durchführt. Doch das kanadische Unternehmen will in Zukunft die Rohstoffe für Elektroautos, Akkus und Smartphones vom Meeresboden klauben.

Artikel veröffentlicht am ,
Manganknollen vom Meeresboden: wegen der Auswirkungen auf das Ökosystem höchst umstritten
Manganknollen vom Meeresboden: wegen der Auswirkungen auf das Ökosystem höchst umstritten (Bild: Deep Green)

Knollen vom Meeresgrund für Elektroautos und Mobilgeräte: Das kanadische Unternehmen Deep Green hat eine Erkundungsexpedition für die Gewinnung von Rohstoffen vom Meeresgrund abgeschlossen. Das Unternehmen will künftig Manganknollen in der Tiefsee schürfen.

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Knapp zwei Monate sei das Forschungsschiff Maersk Launcher auf See gewesen, teilte Deep Green mit. Es war in der Clarion-Clipperton-Zone, einer Bruchzone im Zentralpazifik, unterwegs und hat dort den Meeresboden mit Hilfe eines autonomen Unterwasserfahrzeugs (Autonomous Underwater Vehicle, AUV) kartiert. Dafür wurde ein Hugin 1000 AUV des norwegischen Unternehmens Kongsberg Maritime eingesetzt. Es tastete den Boden mit Sensoren wie einem Mehrstrahl-Echolot, einem Seitensichtsonar und einer hochauflösenden Kamera ab. Zudem wurden auch Proben mit einem Kastenkernprobennehmer aus dem Meeresboden entnommen.

Die Karten des Meeresbodens in 4.000 Meter Tiefe haben eine Auflösung von bis zu 20 Zentimetern. Sie zeigen größere Felder mit einer hohen Dichte der polymetallischen Knollen. Die Bodenproben hätten zudem gezeigt, dass sie häufiger vorkämen als bisher angenommen.

Die Knollen bestehen zum größten Teil aus Eisen und Mangan. Außerdem enthalten sie wertvolle Metalle wie Kobalt, Kupfer, Nickel oder Titan sowie in sehr geringem Maß Metalle der Seltenen Erden, Platinmetalle oder Wolfram. Diese Elemente werden für die Herstellung moderner technischer Geräte verwendet, etwa Smartphones, Akkus, Windräder und Solarzellen.

Allerdings ist die Gewinnung von Rohstoffen vom Meeresgrund wegen der Auswirkungen auf das Ökosystem höchst umstritten. So wirbelt der Abbau das Sediment auf, das das Wasser trübt und sich nur sehr langsam wieder absetzt. Deep Green entwickelt nach eigenen Angaben eine Technik, um die Knollen möglichst umweltverträglich vom Meeresgrund zu sammeln.

Die Expedition war die dritte von insgesamt sieben. Außer den Meeresboden zu kartieren, hat Deep Green einige Knollen an die Oberfläche geholt. Unbemannte Unterwasserfahrzeuge haben die Arbeiten gefilmt sowie Daten zur Wasserqualität gesammelt. Diese Daten wird Deep Green bei der International Seabed Authority (Isa), der internationalen Meeresbodenbehörde der UN einreichen. Die Isa vergibt Lizenzen, um in internationalen Gewässern nach Rohstoffen zu schürfen.



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SanderK 07. Jun 2018

Ok, danke!

Manto82 06. Jun 2018

Bei solchen Berichten muss ich immer wieder an "Der Schwarm" von Frank Schätzing denken...

norbertgriese 06. Jun 2018

Prima Name für eine Bergbaufirma. Norbert

Sharra 05. Jun 2018

Keine Sorge, die achten peinlichst genau drauf. Um es dann zu ignorieren, bzw. sich...

Sharra 05. Jun 2018

Tests haben erwiesen, dass die Aufwirbelung zwar kurzfristig ein Thema ist, aber ein...


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